08. März 2018 / 19:14 Uhr

Niclas Füllkrug im XXL-Interview: "Wenn man zehn Tore hat, will man natürlich mehr" (Teil 1)

Niclas Füllkrug im XXL-Interview: "Wenn man zehn Tore hat, will man natürlich mehr" (Teil 1)

Andreas Willeke
Sein erstes 96-Bundesligator: Niclas Füllkrug trifft zum 1:1 in Augsburg.
Sein erstes 96-Bundesligator: Niclas Füllkrug trifft zum 1:1 in Augsburg. © imago
Anzeige

Bei Hannover 96 ist Niclas Füllkrug mit zehn Toren der beste Stürmer. In Augsburg erzielte er seinen ersten Bundesligatreffer für die Roten, wenn der FC am Samstag an den Maschsee kommt, will "Fülle" sein elftes Saisontor erzielen. Im ersten Teil des Interviews spricht er über sein erstes 96-Tor, seine Ziele und die aktuelle Leistung.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Niclas Füllkrug, das Hinspiel in Augsburg war für Sie der Startschuss in eine erfolgreiche Torjäger-Saison. Welche Erinnerungen haben Sie an das Spiel?

Die schönste Erinnerung ist die an mein erstes Bundesligator für 96. Der Doppelpack hat mich als Torschützen in die Spur gebracht. Ich hoffe allerdings, dass wir es in der ersten Halbzeit am Sonnabend besser machen als damals in der ersten Hälfte in Augsburg. Nicht, dass wir wieder so viel zittern müssen.

Sie haben es mit Ihren Toren nach der Einwechslung zum 2:1-Sieg geschafft, den Altkanzler und 96-Aufsichtsratschef Schröder auf der Tribüne zum Ausflippen zu bringen ...

Ich glaube, jeder 96er hat sich darüber gefreut. Es war ja eigentlich kein gutes Spiel von uns, aber wir haben das noch gedreht. Das Spiel zu gewinnen, war Gold wert in einer Phase, in der wir mehrere Spiele in Folge nicht gewonnen hatten.

96 hat jetzt wieder genauso wenig gepunktet vor dem Augsburg-Spiel wie in der Hinrunde. Die Mannschaft hatte auch kaum Torchancen. Woran hapert es zurzeit?

Wir müssen wieder griffiger und aggressiver werden, mutiger spielen und mehr Aktionen nach vorne schaffen. Es stimmt, in den letzten Spielen hatten wir offensiv zu wenige Aktionen. Da müssen wir zulegen. Wenn wir dann aber wieder das eine oder andere Tor schießen, sind wir defensiv so gut aufgestellt, dass wir das Spiel gewinnen.

Niclas Füllkrug - seine Stationen in Bildern

Niclas Füllkrug im Jahr 2010, damals spielte er bereits in der Jugend von ... Zur Galerie
Niclas Füllkrug im Jahr 2010, damals spielte er bereits in der Jugend von ... © Imago
Anzeige

Sie arbeiten viel, holen sich die Bälle im Mittelfeld, aber in Ihrem eigentlichen Arbeitsbereich, dem gegnerischen Strafraum, bekommen Sie nicht die Bälle, die sie brauchen.

Das fehlt zuletzt leider ein bisschen. Es gibt viele Punkte, mit denen das zusammenhängt. Natürlich wollen wir am und im Sechzehner mehr gefährliche Bälle haben. Das müssen wir als Mannschaft wieder besser ma­chen.

In Frankfurt standen Sie zuletzt schon mit dem Ball in der Hand am Elfmeterpunkt, die Entscheidung wurde dann per Videobeweis zurückgenommen. Was ging da in Ihnen vor?

Es ist eine blöde Situation. Es wäre auch nicht vorteilhaft gewesen, wenn ich den Elfmeter dann noch hätte schießen können. Man fängt in den ein, zwei Minuten der Entscheidungsfindung an, zu viel nachzudenken. Es nimmt auch die Emotion aus dem Fußball. Wir können uns aber nicht beschweren, in Köln hat uns der Videobeweis ge­nützt.

In Augsburg haben Sie die Tormaschine angeworfen. Jetzt haben Sie bereits zehn Tore produziert. Eine tolle Quote, aber doch wohl nicht das Ende?

Auf keinen Fall. Ich bin sehr glücklich mit den zehn Toren. Aber wir haben noch neun Spiele – und null Tore aus neun Spielen, das wäre ein bisschen sehr wenig. Wenn man zehn hat, will man natürlich noch ein paar mehr schießen.

Niclas Füllkrug im XXL-Interview Teil 2

Haben Sie ein Ziel, wie viele es noch werden sollen?

Nein. Ich war megaglücklich, dass ich den zweistelligen Bereich erreicht habe. Das war das, was ich mir immer gewünscht hatte. Jetzt konzentriere ich mich erst mal aufs elfte Tor. Ich hoffe, dass es gegen Augsburg fällt.

Für Stürmer ist es ein Topkriterium, zweistellig zu treffen. Dann gehört man zur besten Stürmerliga. Spüren Sie die Anerkennung?

Ich spüre es an mir selbst. Ich habe ein ganz anderes Selbstvertrauen und Auftreten, eine andere Präsenz auf dem Platz und in den Zweikämpfen. Wenn ich mich konzentriere, bin ich gut im Spiel und setze mich ganz gut durch.

96 hat Jonathas für neun Millionen Euro gekauft, der Tore und den Klassenerhalt garantieren sollte. Jetzt sind Sie der Topstürmer – schmeichelt Ihnen das?

Das kann man so nicht sagen. Jonathas war zuerst die Nummer eins und hat es gut gemacht, sodass ich nicht so richtig dazu gekommen bin, mich zu positionieren. Diese Chance habe ich dann bekommen, als er sich verletzt hat. Ich glaube, dass ich die auch gut genutzt habe. Aber die Saison ist noch lang, vielleicht dreht es sich noch mal. Wichtig ist jetzt erst mal, dass wir am Sonnabend drei Punkte holen, um den Abstand beizubehalten.

Mehr zu Hannover 96

Das waren die Sommertransfers von Hannover 96 seit 2010:

Sommer 2018: Florent Muslija (Karlsruher SC -> Hannover 96) Zur Galerie
Sommer 2018: Florent Muslija (Karlsruher SC -> Hannover 96) ©
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt