Statt abzuspielen, schießt Jonathas selbst - direkt in die Arme von Augsburgs Torwart Marwin Hitz. Statt abzuspielen, schießt Jonathas selbst - direkt in die Arme von Augsburgs Torwart Marwin Hitz. © Imago/Nordphoto
Statt abzuspielen, schießt Jonathas selbst - direkt in die Arme von Augsburgs Torwart Marwin Hitz.

Hannover 96: Niclas Füllkrug kritisiert Ego-Trip von Jonathas 

Die vertane Großchance für Hannover 96 gegen den FC Augsburg ist in der Mannschaft ein Thema. Statt auf den völlig freistehenden Füllkrug abzuspielen, hatte Jonathas selbst versucht, den Ball ins Tor zu bringen. Erfolglos.

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Ein bisschen Verständnis hatten die Kollegen und der 96-Trainer für Jonathas. Er ist ja Stürmer, die wollen Tore machen. Die Nachsicht fiel leichter nach einem 2:1, in dem schon Jonathas das Siegtor hätte machen müssen. In der 82. Minute hatte der Neun-Millionen-Stürmer einen Ego-Trip gefahren, war nach Pass von Marvin Bakalorz allein auf Torwart Marwin Hitz zugerannt. Statt zum freien Niclas Füllkrug zu passen, schob Jonathas den Ball an die Torwart-Brust. „Keine Frage, der muss rein“, sagte André Breitenreiter.

Oder rüber zum völlig freien Füllkrug. Der Doppeltorschütze selbst wollte nicht so recht raus mit der Sprache und „besser nix sagen“ zum krummen Solo des Kollegen. Etwas sagte er dann doch: „Da müssen wir mannschaftsdienlich sein, ganz klar. Natürlich will ein Stürmer Tore schießen, aber da darf man nicht zu egoistisch sein. Das hat uns auch immer ausgezeichnet, dass wir mannschaftsdienlich sind und sich jeder in den Hintergrund stellt dafür, dass die Mannschaft Erfolg hat.“

Die Roten in Noten: Die Spieler von Hannover 96 gegen Augsburg in der Einzelkritik von Christian Purbs.

Füllkrug spricht damit natürlich einen sensiblen Punkt an. Jonathas verließ die 96-Solidargemeinschaft mit seiner Aktion. Einen neuen Stürmer-Zoff daraus zu konstruieren, ist allerdings übertrieben. Jonathas hatte seine Szene ein wenig korrigiert, indem er Füllkrug das 2:1 per Kopf vorlegte. „Ich glaube nicht, dass es da Probleme gibt“, sagte Kapitän Philipp Tschauner, der sich Jonathas nach dem Abpfiff zur Brust nahm. „Ich hatte den Eindruck, dass es ihm Leid tut, dass er den Ball nicht rübergespielt hat“, sagte Tschauner. „Er ist selbst am unglücklichsten darüber. Es ist gut gegangen, aber ich glaube, dass er daraus lernt und dass er das mit sich klärt.“

Das sind die Stimmen zum Spiel Hannover 96 gegen FC Augsburg.

Der Kapitän lässt den neuen Stürmer, der noch kein Deutsch spricht, nicht allein mit seinem „Problem“. „Er ist Teil unserer Mannschaft und auch er darf Fehler machen“, sagt Tschauner. „Aber darüber reden müssen wir schon.“

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