Nils Fiegen (r.) hat sich einen Stammplatz erkämpft. © Jan Kuppert

Nils Fiegen bewegt sich in Babelsberg in großen Fußstapfen

Regionalliga Nordost: Defensivmann war beim Regionalligisten auf die Sechserposition scharf, jetzt hat er diese erobert

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Die Punkt- und Torflaute beendet, der SV Babelsberg 03 kann wieder mit frischem Mut  das Tageswerk verrichten. Beim 4:1 gegen Viktoria 89 hat der Fußball-Regionalligist einen ordentlichen Happen verspeist.  „Wir waren verkrampft, jetzt haben wir uns aus der Krise geschossen“, atmet Nils Fiegen auf.

Der Ruck war auch beim Defensivspieler zu bemerken. Nach längerer Anlaufzeit will er sich zu einer festen Größe mausern. Der Berliner, der an der Humboldt-Uni Sportwissenschaften studiert und anschließend auch noch ein Mathestudium ins Auge fasst, tritt in große Fußstapfen. Leon Hellwig hatte als Sechser Maßstäbe gesetzt.  Für SVB-Trainer Cem Efe war  der Abräumer, der jetzt für den Berliner AK aufläuft, der Beste auf dieser Position in der Liga.
 Der im Vorjahr von Hertha BSC II gekommene Fiegen musste sich anstellen. „Ich wusste, wer zuvor auf dieser Position gespielt hat. Ich habe mich in Geduld geübt und war froh über jede Einsatzzeit“, sagt der Akteur. 

Trainer Cem Efe: "Nils hat sich nicht hängen lassen"

„Nils hat sich nicht hängen lassen. Er hat die Sitution jetzt erkannt und sich von der Nummer zwanzig in die erste Elf gearbeitet“, freut sich Efe.  Der nimmermüde Fiegen, der mit seiner Passsicherheit auffällt,  sieht sich allerdings eher als Spielmachertyp, als Ballverteiler. Als Sechser fehlt es ihm an Schnelligkeit, das Kopfballspiel  ist verbesserungswürdig, es mangelt ihm noch an Aggressivität. „Er ist zu lieb“, nennt es  der Coach. „Er spielt noch zu unauffällig, muss im Vorwärtsgang mehr das Risiko suchen.“ Efe traut ihm eine weitere Steigerung zu.  „Nils soll eine feste Größe bei uns werden.“

Fiegen bringt eine bemerkenswerte Vergangenheit mit. Er war sowohl  in der B- als auch in der A-Jugend Kapitän von Hertha BSC. Mitspieler waren Maximilian Philip, der jetzt in Freiburg für Furore sorgt, Nico Schulz (Mönchengladbach), John Anthony Brooks sowie Hany  Mukthar, Yanni Regäsel und Nico Brandenburger.

Fiegen: "Mir fehlte die körperliche Präsenz"

Den großen Sprung verpasste der mannschaftsdienliche Spielführer. „Mir fehlte die körperliche Präsenz“, sagt er rückblickend. Um so einsatzfreudiger geht Fiegen in der vierten Liga zu Werke. „Meine Schwester hat als Zuschauerin zusammen mit ihrem Freund  von der Atmosphäre in Babelsberg geschwärmt. Neben der Nähe zu Berlin  war dies ein Grund, hier anzuheuern.“ Der SVB macht ihn froh. „Es gibt nicht so viele Teams,  die den Ball flach und gekonnt durch die eigenen Reihen laufen lassen.“

Vor der Brust haben die Babelsberger am Sonntag um 13.30 Uhr im Amateurstadion seinen Ex-Verein Hertha BSC II.  Die Berliner sind als Tabellenvierter mit 20 Zählern vier Punkte vor dem SVB platziert. Wie unangenehm  die jungen  Burschen vor allem zu Hause gegen jeden Gegner auftreten, erlebten die Filmstädter  am 24. November 2013.  Hertha II  gewann 5:2. Den fünften Treffer vergisst Nils Fiegen nicht. „Es war mein erstes Tor in der Regionalliga. Ich hatte den Ball von der linken Strafraumgrenze ins lange Eck geschlenzt.“

Bei den Nulldreiern hat Philip Saalbach seine Oberschenkelverletzung auskuriert.  Mit ähnlichen Problemen plagt sich Timur Özgöz herum. Er fällt aus.

Hertha BSC SV Babelsberg 03 Hertha BSC II-SV Babelsberg 03 (30/10/2016 14:30) Nils Fiegen (SV Babelsberg 03) Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) Region/Brandenburg SV Babelsberg 03 (Herren) Hertha BSC II (Herren)

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige