05. Dezember 2014 / 09:38 Uhr

Noah Plume: Mit 96-Vergangenheit in Havelses Zukunft

Noah Plume: Mit 96-Vergangenheit in Havelses Zukunft

Janosch Lübke
Noah Plume (links) beim Kopfball im Spiel gegen die A-Junioren von Eintracht Braunschweig.
Noah Plume (links) beim Kopfball im Spiel gegen die A-Junioren von Eintracht Braunschweig. © Chris (Archiv)
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"Der Junge weiß gar nicht, wie gut er ist" - so spricht Christian Benbennek, Trainer des TSV Havelse, über seinen Schützling Noah Plume. Mit gerade einmal 18 Jahren hat dieser Junge nun schon in der Regionalliga und gegen Ciro Immobile gespielt.

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Noah Plume aus Poggenhagen bringt schon in sehr jungen Jahren einen beeindruckenden Lebenslauf mit: Mit Fünf bei der JSG Bordenau/Poggenhagen mit dem Fußballspielen begonnen, 2006 bei 96 angeheuert und dann 2010 beim TSV Havelse eingestiegen. Dort ist der Innenverteidiger nun auf dem besten Weg, ein fester Bestandteil der ersten Herren zu werden.

Debüt gegen Meppen

Frisch aus der A-Jugend gekommen, gab Plume gegen den SV Meppen Mitte November sein Debüt. Nur eine Woche später erntete er bereits das erste Lob vom Trainer - nach einer starken Vorstellung beim 2:2 gegen den VfB Lübeck. "Es war ein super Erlebnis in der Regionalliga zu spielen und dann waren auch noch so viele Zuschauer da. Das war eine ganz andere Erfahrung als noch in der A-Jugend", schwärmt Plume. Schnell erfuhr der 18-Jährige, was es heißt, im Herrenbereich zu spielen. "Dort wird ganz anders kommuniziert als noch in der Jugend. Außerdem muss man sich das Tempo und die körperliche Robustheit erst einmal aneignen", beschreibt Plume.

Mit 18 gegen einen Nationalspieler

Doch Noah Plume hatte schon Gegenspieler von ganz anderem Kaliber. "Er hat gegen Ciro Immobile fast jeden Zweikampf gewonnen" - wer so etwas zu hören bekommt, glaubt vielleicht es sei die Rede von Jerome Boateng oder Per Mertesacker, aber nein, Noah Plume ist gemeint. Benbennek ehrte seinen jungen Spieler mit diesen Worten, als der beim "geheimen" Testspiel gegen den BVB für den TSV Havelse am Ball war und dafür sorgte, dass der italienische Nationalspieler das Spielgerät kaum am Fuß hatte. "Immobile kam häufig von rechts rein, deshalb lag er in meinem Verantwortungsbereich. Ich habe nicht anders verteidigt als sonst. Wenn man immer mit voller Konzentration bei der Sache ist, gewinnt man auch die Zweikämpfe", so Plume ganz bescheiden. Mit seinen 1,83 Meter fehlt ihm zwar ein wenig die Größe für einen Innenverteidiger, aber mit Cleverness, Selbstvertrauen und Timing beim Kopfball wiegt Plume seine Defizite mehr als auf.

96 klopfte an, doch Schule ging vor

Es hätte vielleicht nicht viel gefehlt und Noah Plume würde heute mehrmals im Jahr gegen Nationalspieler seinen Mann stehen. 2006 zog es ihn von Poggenhagen zu Hannover 96. Bei einer Hallenmeisterschaft wurde das junge Talent von den Roten angeworben und setzte sich bei einem Probetraining durch. Doch warum führte ihn sein Weg schon 2010 wieder weg vom Bundesligisten? Plume setzte andere Prioritäten: "Es wurde irgendwann einfach zu schwierig, die Schule und den Fußball unter einen Hut zu bringen. Ich wohnte ja immer noch in Poggenhagen und hatte einen weiten Weg zum Training. Deshalb bin ich gewechselt. Ich sehe das bis heute nicht als Fehler an." Havelse war eine gute Alternative und der damalige U15-Trainer Jan-Klaas Alexander nahm Plume beim TSV auf.

Im Januar ins Herren-Trainingslager

In der ersten Herren von Havelse hat Plume mittlerweile Lunte gerochen und möchte auch über sein Vertragsende 2015 hinweg möglichst bleiben. "Natürlich ist die Regionalliga mein Ziel. Ich möchte weiter in der ersten Herren trainieren und spielen", so der junge Mann selbsbewusst. Diesem Ziel scheint Plume schon sehr nahe gekommen zu sein: Im Januar fährt er mit der Regionalligamannschaft ins Trainingslager.
Wer auf dem Platz einem 18-Millionen-Mann die Lust am Fußball nehmen kann, muss vor dem Abenteuer Regionalliga nicht zurückschrecken.

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