28. Dezember 2018 / 12:49 Uhr

Noch 100 Tage! Trainer Pingpank: "Wer ums Meer kommt, der schafft auch den Marathon"

Noch 100 Tage! Trainer Pingpank: "Wer ums Meer kommt, der schafft auch den Marathon"

Norbert Fettback
Markus Pingpank gibt vor der Trainingseinheit letzte Instruktionen.
Markus Pingpank gibt vor der Trainingseinheit letzte Instruktionen. © Norbert Fettback
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Den Hannover-Marathon ist Markus Pingpank zweimal gelaufen - mit mäßigem Erfolg. "Ich habe dafür zu wenig gemacht", blickt der 54-Jährige zurück. Seit 1996 gibt der frühere nationale Topläufer auf der Langstrecke seine Erfahrung weiter. Jetzt beim SPORTBUZZER Lauftreff. Für dessen Teilnehmer wird es in 100 Tagen ernst.

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In 100 Tagen ist es so weit, dann gibt es den Startschuss zum Hannover-Marathon. Wird der Trainer des SPORTBUZZER Lauftreffs allmählich nervös?

Ein wenig. Hin und wieder geht mir schon der Gedanke durch den Kopf, ob die Läuferinnen und Läufer es wirklich schaffen, so trainieren, wie es ihren Zielen für den 7. April entsprechend erforderlich ist. Der Job, die Feiertage: Da hat jeder viel um die Ohren. Und es sind ja nur noch gut drei Monate bis zum Marathon. Aber letztlich kann ich mich wohl darauf verlassen, dass der Trainingsplan für die Teilnehmer des SPORTBUZZER Lauftreffs mehr ist als ein Stück Papier.

Ende Oktober haben sich die 40 Frauen und Männer erstmals getroffen. Wie seriös lässt sich aus heutiger Sicht einschätzen, ob alle am 7. April das Ziel erreichen werden?

Schaffen können es alle, wenn jeder weiter fleißig trainiert, von Verletzungen verschont bleibt und keine körperliche Beschwerden auftreten. Wenn sich in den nächsten Wochen die Laufumfänge schrittweise auf bis mehr als 30 Kilometer erhöhen, wird es richtig ernst. Jeder erfährt dann am eigenen Leib, was Marathontraining wirklich bedeutet. Das gilt vor allem für die Läuferinnen und Läufer, die am 7. April für die 42 Kilometer um die fünf Stunden brauchen werden.

Da war er selbst im Einsatz: Markus Pingpank passiert 2008 den Aegi. Neben ihm Petra Guggisberg-Oberli aus der Schweiz, an diesem Tag die schnellste Frau beim Hannover-Marathon.
Da war er selbst im Einsatz: Markus Pingpank passiert 2008 den Aegi. Neben ihm Petra Guggisberg-Oberli aus der Schweiz, an diesem Tag die schnellste Frau beim Hannover-Marathon. © privat
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Wie ist die Stimmung im Team?

Die ist super. Das gilt auch für die Beteiligung. Wenn wir uns alle 14 Tage treffen, sind von den 40 Angemeldeten immer rund 35 da. Das Motto heißt: Nur nichts versäumen!

Worauf kommt es in den nächsten drei Monaten grundsätzlich an?

Erst mal, nicht krank zu werden. Wichtig ist auch, die langen Läufe gut zu absolvieren; auch um den Stoffwechsel zu trainieren. Die Runde um das Steinhuder Meer Anfang März ragt dabei heraus, das sind immerhin 31 Kilometer. Ich habe schon vielfach die Bestätigung erfahren: Wer ums Meer kommt, der schafft auch den Marathon.

Jeder aus dem SPORTBUZZER Lauftreff hat seinen eigenen Trainingsplan. Warum ist es so wichtig, die „Hausaufgaben“ Woche für Woche gewissenhaft zu machen?

Das Herz-Kreislauf-System muss sich an die höheren Belastungen gewöhnen, die Muskulatur ebenso. Das Gros der Teilnehmer ist zwischen 45 und 50 Jahre alt, da schüttelt man einen Marathon nicht mal so aus den Beinen wie vielleicht ein 25-Jähriger. Auch die Psyche zählt: Wenn ich mich an den Plan halte, dann regt sich das schlechte Gewissen nicht.

Mehr über den Lauftreff

Neben marathonerfahrenen Läuferinnen und Läufern sind etliche Neusteiger beim SPORTBUZZER Lauftreff dabei. Was müssen sie vor allem beherzigen?

Unter der Woche regelmäßig zehn Kilometer zu laufen, das reicht nicht aus. Das ist Gesundheitssport. Im Training am Stück über zwei Stunden zu bewältigen, bedeutet schon eine Herausforderung. Und der muss man sich in nächster Zeit an jedem Wochenende stellen, wenn man das ambitionierte Ziel Marathon verwirklichen will.

Wie wichtig ist bei den gemeinsamen Trainingsläufen die Unterstützung durch die Gruppenleiter?

Im SPORTBUZZER Lauftreff wird in unterschiedlichen Tempobereichen trainiert, da ist die Erfahrung der Gruppenleiter unverzichtbar. Und davon bringen sie als aktive Sportler jede Menge mit. Ihr Engagement verdient ein dickes Lob.

Sportliche Familie: Trainer Markus Pingpank (rechts) wird beim Sportbuzzer-Lauftreff von seiner Frau Silke (Zweite von links) sowie Tochter Svenja und Sohn Maximilian unterstützt.
Sportliche Familie: Trainer Markus Pingpank (rechts) wird beim Sportbuzzer-Lauftreff von seiner Frau Silke (Zweite von links) sowie Tochter Svenja und Sohn Maximilian unterstützt. © Norbert Fettback

Könnte denn theoretisch im Januar noch jemand damit anfangen, sich auf den Marathon am 7. April 2019 vorzubereiten und diesen dann erfolgreich zu Ende bringen?

Abhängig von der jeweiligen Physis und der sportlichen „Vorgeschichte“ kann man das als bereits gut Trainierter in drei Monaten durchaus hinbekommen. Einem, der unter die Rubrik Bewegungsmuffel fällt, würde ich davon dringend abraten.

Die Sportler vom SPORTBUZZER Lauftreff werden beim Silvesterlauf am Maschsee starten. Haben sechs Kilometer überhaupt einen Effekt, wenn man drei Monate später 42 Kilometer laufen möchte?

Ob jemand die Runde um den See schafft und in welcher Zeit wird für den Marathon nicht ausschlaggebend sein. Aber jeder kann auf diese Weise überprüfen, wie die aktuelle Verfassung zu den Werten vom Leistungstest passt, wie er also in der Vorbereitung dasteht. Der Silvesterlauf vermittelt auch viel an Gefühl, das man für einen erfolgreichen Wettkampf braucht.

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