20. Mai 2016 / 19:19 Uhr

NOFV: Lok erhält drei Punkte für abgesagtes Spiel

NOFV: Lok erhält drei Punkte für abgesagtes Spiel

Clemens Haug
Djamal Ziane und Markus Krug von Lok (Archivbild)
Djamal Ziane und Markus Krug von Lok (Archivbild) © Christian Modla
Anzeige

Schott Jena prüft Einspruch, für sicheren Aufstieg braucht Leipzig Sieg gegen Bernburg.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Leipzig. Für die von Schott Jena abgesagte Oberliga-Partie könnten Lok Leipzig drei Punkte zugesprochen werden. Beide Vereine bestätigten am Freitagabend eine entsprechende Entscheidung vom Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes, wonach das Spiel am grünen Tisch mit 2:0 für die Probstheidaer gewertet wird. Das Urteil wird allerdings erst Anfang kommender Woche rechtskräftig, wenn die Einspruchsfrist endet. Dass es einen Widerspruch geben wird, ist indes wahrscheinlich.

Jörg Triller, Vorstandsmitglied bei SV Schott Jena, sagte gegenüber dem Sportbuzzer, die Oberliga-Mannschaft wäre gerne gegen Lok angetreten. Man könne aber auch mit einer Niederlage per Gerichtsurteil leben. Womit der Verein ein Problem habe, seien die rund 2000 Euro Geldstrafe, die mit der Entscheidung verbunden sind. Das treffe den SV Schott zu hart.

Jena hatte die für das vergangene Pfingstwochenende angesetzte Partie aus Sicherheitsgründen abgesagt. Zu dem Spiel, bei dem Lok Leipzig auswärts seinen Aufstieg in die Regionalliga Nord-Ost klar machen wollte, wurden rund 3000 Fans der Probstheidaer erwartet. Im Gästeblock von Schott gibt es allerdings nur 1200 Plätze. „Die Polizei sagte uns, es müssen alle Gästefans ins Stadion, wir könnten keinen vor der Tür lassen“, beschreibt Triller die Situation. Dadurch wäre es nicht möglich gewesen, die Fans beider Mannschaften voneinander zu trennen. Schott befürchtete bei einer Eskalation unter den Zuschauern Schäden am eigenen Stadion.

„Wir sind ein kleiner Amateurverein und haben uns alle Mühe gegeben, die Partie möglich zu machen. Aber unter diesen Bedingungen konnten wir das nicht“, sagte Triller. Werde das Urteil nach einer Revision überarbeitet und eine Wiederholungspartie unter veränderten Rahmenbedingungen angesetzt, etwa in einem anderen Stadion, würde Schott gerne antreten.

Für Lok Leipzig bedeutet die mögliche Revision, dass die Samstagspartie in Bernburg gegen den TV Askania weiterhin entscheidend für den Sieg in der Oberliga ist. Präsidiumsmitglied Alexander Voigt äußerte Verständnis für die Situation von Schott Jena und betonte gegenüber dem Sportbuzzer: „Der Aufstieg passiert auf dem Platz, nicht auf dem Papier. Wir haben die Chance, das in Bernburg perfekt zu machen. Das Urteil verringert deshalb nicht unsere Motivation.“

Anstoß ist am Sonnabend um 14 Uhr im Stadion Bernburg.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt