Die Optik-Defensive um Torwart Bjarne Rogall hatte mit den Gästen aus Berlin mehr zu tun als ihr lieb war. Die Optik-Defensive um Torwart Bjarne Rogall hatte mit den Gästen aus Berlin mehr zu tun als ihr lieb war. © Christoph Laak
Die Optik-Defensive um Torwart Bjarne Rogall hatte mit den Gästen aus Berlin mehr zu tun als ihr lieb war.

NOFV-Oberliga Nord: FSV Optik Rathenow müht sich zum klaren Sieg (mit Bildergalerie)

NOFV-Oberliga Nord: Rathenower schlagen den FC Hertha 03 Zehlendorf mit 4:1.

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Der FSV Optik Rathenow bleibt auch im 33. Punktspiel in Folge ungeschlagen. In einer über weite Strecken gutklassigen Fußball-Oberligapartie gelang gegen Hertha 03 Zehlendorf ein klarer, dem Spielverlauf nach allerdings zu hoher 4:1-Sieg. Dabei erwies sich DJ Wolfgang, bei Heimspielen für die Beschallung verantwortlich, als Hellseher. „Murat, drei Tore heute“, gab er Rathenows Nummer 7 beim Auflaufen mit auf den Weg.

Nur eine Umstellung gab es zur Vorwoche. Die sollte sich letztlich aber als mitentscheidend erweisen. Murat Turhan kehrte ins Sturmzentrum zurück. Nach 90 Minuten standen für den langen Stürmer drei Treffer und eine Torvorlage zu Buche.

Los ging es mit viel Engagement, Zweikampfstärke und Spielwitz – bei Zehlendorf. Die Gäste übernahmen sofort die Initiative auf dem Platz. Selbstbewusste Rathenower ließen sie gewähren und warteten auf ihre erste Gelegenheit. Die kam in Form eines Eckballs. Murat Turhan stieg, fast unbedrängt, hoch und köpfte zum 1:0 ein. Keine 60 Sekunden später zeigte Geburtstagskind Bjarne Rogall eine tolle Parade gegen den frei vor ihm auftauchenden Niclas Warwel. Und die Hauptstädter blieben am Drücker. In der 12. Minute belohnten sie sich scheinbar mit dem Ausgleich. Beim Abschluss war jedoch die Fahne des Assistenten längst oben. Der FSV Optik setzte auf Konter und war erfolgreich. Ein Pass von Marc Langner in die Schnittstelle der Dreierkette, Murat Turhan mit perfekter Ballannahme, Drehung und Schuss.

Drei Tore in vier Minuten

Das 2:0 hielt nicht lange. Benjamin Wilcke brachte fast an der Strafraumgrenze Faton Ademi zu Fall. Es sah von außen gar nicht nach Foul aus, da allerdings jegliche Proteste seitens der Gastgeber ausblieben, dürfte Schiedsrichter Matthias Lämmchen richtig entschieden haben. Der Ex-Rathenower Sebastian Huke verwandelte für die Berliner sicher. Irgendwie war diese Phase kurz nach der 30. Minute nicht die Zeit der Abwehrreihen. Wiederum vergingen keine 120 Sekunden, bis der Ball erneut im Netz lag. Murat Turhan steckte schön durch für Süleyman Kapan, der direkt abzog und ins rechte untere Eck traf. Kapan war es dann auch, der unmittelbar vor und nach der Pause für die endgültige Entscheidung hätte sorgen können. Aber erst parierte Philip Sprint mit einer spektakulären Flugeinlage, dann endete sein tolles Solo am Pfosten.

Mit dem festen Willen, noch etwas zu reißen, kamen hochmotivierte Gäste aus der Kabine. Bjarne Rogall bekam ordentlich zu tun. Und kam er mal allein nicht klar, hatte er Helfer. Der wieder ganz starke Julian Ringhof klärte einmal auf der Linie, dann gab es noch ein Geburtstagsgeschenk aller Fußballgötter. Faton Ademi hatte einen völlig missratenen Rückpass erlaufen, Optik-Keeper Rogall bereits ausgespielt und dann das Leder nicht ins leere Tor bekommen. Das gab dann vielleicht doch einen kleinen Knacks bei der kleinen Hertha. Danach war es eher wieder wie vor der Pause. Also zwar viel Ballbesitz der Gäste, aber Torgefahr mehr bei den Gegenstößen der Gastgeber. Cüneyt Top und Jerome Leroy kamen nicht durch. Kevin Adewumi zwar auch nicht, er wurde aber von Panagiotis Vassiliadis regelwidrig gehindert. Gleiche Stelle, gleiche Entscheidung. Nun mit heftigsten Reklamationen, das änderte jedoch nichts an der Entscheidung des Referees: Elfmeter. Murat Turhan trat erneut an, wollte es sehr genau machen. Beinahe zu genau, doch wenn du oben stehst und ohnehin schon führst, geht der Ball vom Innenpfosten auch ins Netz. Mit dem 4:1 war natürlich der Deckel auf dieser Partie drauf, auch wenn Darius Niroumand kurz vor dem Schlusspfiff noch eine Direktabnahme an den Pfosten ballerte.

Abgezockte Rathenower holen sich den klaren Heimsieg.

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