Der Torschütze des Goldenen Tores Jerome Leroy setzt sich hier gegen zwei Staakener durch. Der Torschütze des Goldenen Tores Jerome Leroy setzt sich hier gegen zwei Staakener durch. © Nico Roesenberger
Der Torschütze des Goldenen Tores Jerome Leroy setzt sich hier gegen zwei Staakener durch.

NOFV-Oberliga Nord: Goldener Treffer durch Optik Rathenows Jerome Leroy - Staakens Vereinsführung kritisiert Beleidigungen

NOFV-Oberliga Nord: Optik Rathenow überzeugt gegen Aufsteiger Staaken zwar nicht, gewinnt aber trotzdem.

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Ingo Kahlisch wusste, nach zuletzt vielen guten Leistungen, stimmte bei Optik diesmal nur das Ergebnis. Mit viel Kampf und Krampf und nur wenigen spielerischen Highlights gab es dennoch durch den 1:0-Erfolg über Staaken drei Punkte in der Fußball-Oberliga.

Der Aufsteiger erwies sich nicht nur als der erwartet unbequeme, sondern zumindest in der Defensive auch als richtig starker Gegner. Vor allem die Innenverteidigung stand sicher. Wurde es schnell über außen, wurde es sofort brenzlig, aber das klappte am Samstag nur selten. In der Anfangsphase bekamen die 400 Zuschauer, darunter auch ein Fanclub aus der Hauptstadt, überhaupt keine Strafraumaktionen zu sehen. Erst nach zehn Minuten kam einmal eine wirklich gefährliche Flanke. Lampert klärte zwar resolut, nur die Sportart war verkehrt. Lampert boxte den Ball förmlich aus der Gefahrenzone. Was Schiedsrichter Matthias Bastian bewog, hier nicht auf Elfmeter zu entscheiden, blieb unklar. Eventuell wäre das die Führung geworden, am Spielverlauf änderte es jedoch nichts.

Jerome Leroy aus Nahdistanz erfolgreich

Gut gestaffelt und in den Zweikämpfen präsent, ließ der Sportclub den Gastgebern keinen Raum für Kombinationen. Gegen die groß gewachsenen Abwehrrecken hatte es auch Murat Turhan schwer. Als sich dann Cüneyt Top einmal gut durchsetzte, versprang dem Torjäger zu allem Überfluss das Leder. Besser machte er es in der 32. Minute. Turhans starke Ballbehauptung nutzte Jerome Leroy aus Nahdistanz zum 1:0. Mehr passierte nicht mehr bis zur Pause. Denn so geschickt die Hauptstädter verteidigten, offensiv fand Staaken in der ersten Halbzeit schlicht nicht statt.

Nach dem Wechsel dauerte es wieder eine Weile bis zur ersten gefährlichen Szene. Emre Turan probierte es nach Freistoß von Leroy direkt, verzog aber deutlich. 65 Minuten waren schon vorbei, da kam der Neuling vor das Tor von Bjarne Rogall. Fabian Engel, in der Vorwoche Torschütze gegen Lichtenberg, verpasste freistehend eine Eingabe. Also keine Gefahr, aber offensichtlich ein Weckruf. Die restliche Spielzeit entschädigte für so manche unkoordinierte Aktion zuvor. Nun, da die Blauen hinten aufmachten, ergaben sich Möglichkeiten. Mal aus dem Spiel, mal, bei nun vermehrt auch auf harte Zweikämpfende setzende Gäste, aus Standards. Fouls passieren nun mal im Fußball und einige Tribünenbesucher sollten sich da selbstkritisch hinterfragen. Die zu Recht von Staakens Vereinsführung kritisierten Beleidigungen gegen einzelne Gästeakteure haben auf keinem Sportplatz Berechtigung.

Murat Turhan scheiterte nach einem Solo an Lukas Hesse, gegen den nachsetzenden Jerome Leroy klärte Voigt auf der Linie. Dann versuchte Turhan den weit vor dem Tor stehenden Hesse zu überlupfen, der Keeper ahnte dies aber wohl. Die vielleicht schönste Szene war ein tolles Solo des eingewechselten Nii Weber. Da war der Torhüter geschlagen, doch der Ball landete am Pfosten, den Nachschuss von Leroy parierte Hesse sensationell. Als Optik nach einer grenzwertigen Attacke im Strafraum gegen Benjamin Wilcke zum zweiten Mal vergeblich Strafstoß forderte, lief Hatzipanagiotou im Konter frei durch. Zum Glück für Rathenow versagten ihm die Nerven. So blieb es schließlich beim zweifellos verdienten, aber nicht souveränen 1:0-Erfolg.

Trainerstimmen zum Spiel

Jeffrey Seitz: „Im großen und ganzen bin ich mit der Art und Weise, wie wir heute hier Fußball gespielt haben, zufrieden. Hätte mir vorher einer gesagt, dass wir hier nur 0:1 verlieren... Wir haben ja momentan eine schwierige Personallage, dafür war es ordentlich. Leider haben wir aber trotzdem wieder verloren. Der Grund ist klar, wir sind nämlich nicht gut nach vorne gekommen. Es gab von uns viele Balleroberungen, aber kaum Torabschlüsse.“

Ingo Kahlisch: „Wir haben 1:0 gewonnen, das ist das Wichtigste. Es ist schwer, immer wieder zu philosophieren. Wir haben schon eine ordentliche Mannschaft, aber auch die wird nicht immer 100 Prozent bringen. Ich war heute mit vielen Sachen nicht einverstanden, aber wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen. Über einiges werden wir am Montag im Kreise der Mannschaft in Ruhe reden.“

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