Radefelder SV - SV Zwochau (9-2) (Alexander Prautzsch) (5) Das Nachbarschaftsduell zwischen Zwochau und Radefeld wird sicherlich die ganze Gemeinde elektrisieren. ©
Radefelder SV - SV Zwochau (9-2) (Alexander Prautzsch) (5)

Nordsachsenliga: SV Zwochau setzt auf Routiniers

Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt ... sind die Fußballer des SV Zwochau qualitativ gaaanz gut bestückt.

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Zwochau. „Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser, als man glaubt.“ Diese ewigen Zeilen, mit denen Nuschelbacke Herbert Grönemeyer dereinst seine Heimatstadt Bochum besang, seien ausnahmsweise für den SV Zwochau entliehen. Dort mag zwar nicht die Sonne verstauben, einen westlich gelegeneren Verein findet man aber in der Nordsachsenliga nicht. Und damit auch keinen, der pro Saison mehr Kilometer machen muss. Abgesehen vielleicht von Mügeln/Ablaß, tief im Osten. Aber bekanntlich ist der Weg ja das Ziel.

Gründling und Fertsch neu im Team

Reisemuffel darf man in Zwochau also nicht sein, aber offenbar wissen die Jungs, worauf sie sich einlassen. Die Mannschaft ist bis auf kleine Änderungen zusammen geblieben, hat mit dem erfahrenen Torwart Martin Gründling und René Fertsch (beide 33) zwei potenzielle Stammspieler hinzu gewonnen. „Qualitativ sind wir gut bestückt“, sagt Trainer Enrico Stößel, der sich freilich etwas „Verstärkung aus der Jugend“ gewünscht hätte. Die meisten Leistungsträger sind inzwischen um die 30, eines Tages wird der Umbruch kommen müssen. Noch aber darf man vom besten Fußballeralter sprechen.

Eine derart eingespielte Truppe verlässt sich bekanntlich gern mal auf ihre Routine. In den vergangenen Wochen jedenfalls schienen die Zügel merklich zu schleifen. „Die Vorbereitung war relativ durchwachsen, zumindest was die Ergebnisse angeht. Die Trainingsbeteiligung war meistens ziemlich gut. Deswegen sollte es jetzt langsam vorangehen“, berichtet Stößel.

Vielleicht hängen die Jungs von der Mühle noch ein wenig in der vergangenen Rückrunde fest, als plötzlich nicht mehr viel ging. Der souveräne Vorjahresaufsteiger hatte die Nordsachsenliga mit einer prächtigen Hinserie überrumpelt, entspannte sich dann aber auf dem eigenen Lorbeer. Das fand nicht nur der Trainer bedenklich: „Ärgerlich, dass wir hinten raus noch so abrutschen. Du Luft war irgendwie raus. Vielleicht waren wir zu zeitig in ruhigem Fahrwasser“, mutmaßt Stößel. „Das rechtfertigt aber nicht die Konzentrationsfehler in einigen Spielen. Schade, es wäre mehr drin gewesen.“ So wurde aus dem zur Saison-Halbzeit ausgegeben fünften Platz am Ende nur der Zehnte.

Starke Leistung gegen Meister

Was die Zwochauer wirklich auf der Pfanne haben, bewiesen sie gegen SV Süptitz. Den späteren Meister hatte die Mannschaft am Rande der Niederlage. Eine kämpferisch wie taktisch hervorragende Leistung mündete immerhin in einem 2:2-Unentschieden. Einer von nur fünf Süptitzer Punktverlusten der gesamten Spielzeit. Probleme bekamen die Mühlmänner immer dann, wenn die Gegner tief standen und mit langen Bällen operierten. „Wir müssen uns besser auf diese Spielweise einstellen und vor allem vorn unsere Chancen nutzen“, moniert Stößel. Auch er weiß, dass das Tabellen-Mittelfeld der Nordsachsenliga 2017/18 wohl so umkämpft sein wird wie nie zuvor. „Die Mannschaften werden enger zusammenrücken. Es wird definitiv schwieriger werden.“ Andererseits: Solange die Sonne nicht verstaubt, könnte es in Zwochau besser laufen, viel besser, als man glaubt...

Höchster Sieg: Am 30. Oktober 2016 gegen den SV Strelln/Schöna (9:0)
Höchste Niederlage: Am 11. Juni 2017 beim Radefelder SV (2:9)
Beste Torschützen: Sascha Jericke (15), Paul Hecht, Marco Schädlich (beide 8)
Tabelle: Platz 10, 61:58 Tore, 34 Punkte
Zugänge: Martin Gründling (Radefelder SV), René Fertsch (Rotation Leipzig)
Abgänge: Patrick Kottek (SG Zschortau), Tino Abitzsch (beruflich)

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