06. März 2018 / 17:15 Uhr

Novum in der Bundesliga: Fanclub von RB Leipzig betreibt Stadion-Kapelle

Novum in der Bundesliga: Fanclub von RB Leipzig betreibt Stadion-Kapelle

Anne Grimm
RB Leipzigs christlicher Fanclub „Holy Bulls“ betreibt im Stadion eine eigene Kapelle. 
RB Leipzigs christlicher Fanclub „Holy Bulls“ betreibt im Stadion eine eigene Kapelle.  © RB Leipzig
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Die „Holy Bulls“ von RB Leipzig sind der erste christliche Fanclub der Bundesliga, der in seinem Stadion eine eigene Kapelle betreibt. Den neuen Treffpunkt haben die Mitglieder sogar selbst saniert.

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Leipzig. Novum in der Red Bull Arena – zum Stadion gehört seit wenigen Tagen eine eigene Kapelle. Der christliche Fanclub „Holy Bulls“ hat die Räumlichkeiten in Eigeninitiative gestaltet und umgebaut. Auch bei anderen Bundesligisten wie Schalke, Frankfurt und Berlin gibt es eine Kapelle im Stadion. Das Besondere in Leipzig: Der Fanclub betreibt den Ort der Andacht selbst.

Schon seit Jahren sind die Mitglieder der „Holy Bulls“ deshalb mit RB Leipzig im Gespräch gewesen. Nachdem der Verein das Stadion gekauft hatte, wurde der Weg für die Umsetzung der Idee frei. „Es ist vor allem ein Ort, um den gegenseitigen Respekt mit Fans anderer Vereine zu pflegen“, sagt Ulrike Schmidt, Vorstandsmitglied bei den „Holy Bulls“.

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Mehrere Wochen haben etwa 30 Mitglieder die zwei Zimmer im Nordbereich des Stadions, die früher einmal Büros waren, renoviert, eine Küchenzeile eingebaut sowie einen neuen Fußboden verlegt. Der Fanclub hat die Sanierung selbst finanziert, will die Kosten durch Spenden wieder hereinholen. Am Samstag wurde die neue Kapelle vor dem Topspiel gegen Borussia Dortmund (1:1) im Beisein von RB-Boss Oliver Mintzlaff sowie den Direktoren Ulrich Wolter und Matthias Reichwald eingeweiht.

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Geöffnet wird sie erst einmal nur bei den Bundesliga-Heimspielen sein. Künftig soll es in der Stadionkapelle, in der etwa 40 Personen Platz finden, auch Fantreffen, Lesungen und Andachten geben. Den Namen der Kapelle, „Gloria“, haben die Holy Bulls in Anlehnung an die christlich-musikalische Tradition, den Begriff „Ehre“ und gemäß dem Motto des Fanclubs: Gloria – Fidelitas – Gratia ( Ehre sei Gott – Treue zum Verein – Freundschaft untereinander) ausgewählt.

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„Wir wollen dort keine Gottesdienste halten, sondern zur Besinnung kommen“, erklärt die 49-jährige Ulrike Schmidt das Ansinnen und fügt hinzu: „Uns ist das Thema Fairness im Sport sehr wichtig. Es soll unter den Fans weder verbale noch körperliche Auseinandersetzungen geben.“ Die „Holy Bulls“ sind einer von 13 christlichen Fanclubs im Profifußball, die sich unter anderem gegen Hass und Gewalt im Sport aussprechen und das kürzlich in einer gemeinsamen Erklärung dokumentierten.

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