Kampfbetontes Spiel zwischen Deutschland und England: Immerhin setzt sich die Serie der DFB-Elf fort. Kampfbetontes Spiel zwischen Deutschland und England: Immerhin setzt sich die Serie der DFB-Elf fort. © Getty
Kampfbetontes Spiel zwischen Deutschland und England: Immerhin setzt sich die Serie der DFB-Elf fort.

Nullnummer statt Klassiker: Deutschland nur Remis gegen England

Es war nicht das erhoffte Topspiel: Deutschland und England trennen sich in einer wenig aufregenden Partie ohne große Höhepunkte im Londoner Wembleystadion mit 0:0. Dafür setzt sich die Serie der DFB-Elf fort: Seit 42 Jahren ist Deutschland auf englischem Boden unbesiegt.

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England gegen Deutschland. London. Wembley-Stadion. Flutlicht. Bereits die Ankündigung implizierte eigentlich, dass das Aufeinandertreffen der ewigen Rivalen kein normales Spiel sein kann. Egal, ob an einer Welt- oder Europameisterschaft, in einer Qualifikationsrunde oder eben in einem Testspiel im November – einfach niemals.

Dass dies an diesem Abend auch so blieb, hatte aber vor allem damit zu tun, dass an diesem Wochenende auf der Insel der so genannte „Remembrance Day“, der Kriegstotengedenktag abgehalten wird. Seit geraumer Zeit werden überall Erinnerungs-Mohnblüten („Poppies“) verteilt, welche sich die Menschen in Gedenken an die vielen unschuldigen Opfer des ersten und zweiten Weltkriegs ans Revers heften – gestern trugen beide Mannschaften Armbinden mit diesem Symbol. Zudem wurden vor dem Spiel Kränze im Mittelkreis niedergelegt und es gab eine sehr emotionale Schweigeminute.

Deutschland in der Einzelkritik: Die Noten gegen England

Vier Premier-League-Spieler in der deutschen Startelf

Danach ging es zwar sofort lebhaft los, doch alles in allem dürfte die Begegnung es nicht mal annähernd in die Top-10 der bisherigen Duelle schaffen. Nach knapp zwei Minuten versuchte Timo Werner eine verunglückte Rückgabe von Harry Maguire zu erreichen und prallte dabei heftig mit Englands Ersatztorwart Jordan Pickford zusammen. Erneut eine Schrecksekunde für den Leipzig-Stürmer, der in den letzten Monaten schon so viel einstecken musste. Nach längerer Behandlungszeit kam Werner aber wieder zurück und hatte anschließend nahezu bei jeder gefährlichen deutschen Aktion seine Füße im Spiel. Allerdings scheiterte er auch gleich zweimal in aussichtsreicher Position am starken englischen Keeper Pickford (22./39.).

Auf der anderen Seite parierte auch Marc-André ter Stegen brillant bei der besten englischen Chance, einem Kopfball von Jamie Vardy (49.).

In Deutschlands Startelf standen erstmals in der DFB-Historie vier „Engländer“, also vier Akteure, die in der Premier League ihre Pfund verdienen: Mesut Özil (Arsenal), Rückkehrer Ilkay Gündogan (Manchester City), Antonio Rüdiger (FC Chelsea) und Leroy Sané, der in der 20. Minute nochmals Erinnerungen an die Vergangenheit weckte. Der Lockenkopf von Manchester City setzte einen herrlichen Schlenzer an die Unterkante der Latte – von dort sprang der Ball vor der Torlinie wieder raus. Da war doch was? Richtig, Wembley-Tor 1966. Und eine ähnliche Szene mit positivem Ausgang für Deutschland beim WM-Achtelfinale 2010 in Südafrika (4:1).

Die Aufstellung: So spielt Deutschland gegen England

Deutschland hat seit 1975 nicht mehr in England verloren

Doch so emotional wie damals wurde es gestern nicht mehr. Noch am ehesten, als in der Pause die englischen U 17-Weltmeister geehrt wurden. Der DFB und der englische Verband FA stellen derzeit übrigens sechs von neun Titelträgern im Männerfußball.

In Russland könnten die beiden Teams wieder aufeinandertreffen. Deutschland qualifizierte sich mit perfekten 30 Punkten aus zehn Spielen. England blieb ebenfalls ungeschlagen, spielte allerdings zweimal Unentschieden. Deutschland stellte den erfolgreichsten Angriff (43 Treffer), England die beste Abwehr Europas (nur drei Gegentore).

Sollte es bei der Endrunde im nächsten Jahr tatsächlich zu einem erneuten Duell kommen, dürften die Truppe von Gareth Southgate sehr froh darüber sein, dass dieses nicht auf der Insel stattfindet. Denn dort hat Deutschland seit 1975 (!) nicht mehr verloren. Nach der gestrigen Nullnummer beim Klassiker sind es in London sieben Spiele ohne DFB-Niederlage.

Jogi Löw verpasste es übrigens am gestrigen Abend, seiner langen Rekordliste eine weitere Bestmarke hinzuzufügen: Noch nie gelang es einem Bundestrainer, drei Siege im legendären Wembley-Stadion zu feiern. Unter Löw gewann Deutschland bereits 2007 (2:1) und 2013 mit 1:0.

Wer Löw kennt weiß, dass ihn solche Nebensächlichkeiten ohnehin kaum interessieren. Wichtiger für ihn ist, dass er weitere Erkenntnisse für die WM gewonnen hat. Am Dienstag wird er dies erneut tun – beim letzten Länderspiel des Jahres gegen Frankreich in Köln.

Deutschland (Herren) England (Herren) Fussball Deutschland/Laenderspiele RedaktionsNetzwerk Deutschland

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