USER-BEITRAG Platz drei erreicht: Daniel Bremer (am Ball) und der TSV Weyhe-Lahausen. © Udo Meissner

Nur an der Konstanz hapert es

Saison-Rückblick: TSV Weyhe-Lahausen landet auf Rang drei

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Platz drei in der Fußball-Kreisliga, das Halbfinale im Kreispokal erreicht – es gibt wahrlich schlechtere Saisonbilanzen als die jüngste des TSV Weyhe-Lahausen. Vor allem, weil es die erste Spielzeit unter dem neuen Trainer Thorsten Eppler war und weil die Lahauser zwar als solides, aber keinesfalls als Spitzenteam gestartet waren. Dass es letztlich ein deutlicher Rückstand von 16 Punkten auf Platz zwei war und damit eigentlich nie wirkliche Aufstiegschancen bestanden, bestätigt Eppler: „Wir waren über die Saison gesehen nicht konstant genug, auch wenn wir gegen die starken Mannschaften mehr als mitgehalten haben.“

Eine knappe Niederlage gegen Aufsteiger TSG Seckenhausen-Fahrenhorst sowie Erfolge gegen Okel und Bruchhausen-Vilsen sind Beispiele. So sachlich und realistisch Eppler auch ist, selbstbewusst zeigt er sich: „Wir sind völlig zurecht Dritter geworden.“ Spätestens nach den drei Siegen zum Auftakt der Rückrunde dachte Eppler an die Spitzengruppe. „Wir haben da unsere starke Hinrunde untermauert und gezeigt, dass es keine Eintagsfliege war.“ Tatsächlich waren die Lahauser von Rang elf an Spieltag zwei bis auf Platz drei am 15. Spieltag geklettert. Diesen gaben sie nur noch mal kurzzeitig ab. Interessanterweise hat der TSV in der ebenfalls formidablen Rückserie zwei Zähler weniger geholt als im Spätsommer und Herbst. Die große Stärke der Lahauser war die Ausgeglichenheit im Kader. „Wenn ich Spieler der Saison nennen sollte, müsste ich acht Namen sagen“, meint Eppler. Außerdem habe man schnell zueinander gefunden, sagt er und meint damit die Spieler, sich als neuen Coach sowie das Trainerteam mit Assistent Eckehard Zunft, Betreuerin Isabell Dreyer und Koordinator Jens Lohmann.

Die fehlende Konstanz der Lahauser wird an den Niederlagen in Brockum und Schwarme ebenso deutlich wie an nur zwei Punkten gegen ein limitiertes Team wie den TuS Wagenfeld. Realistisch und akzeptabel war für Eppler dagegen die Niederlage im Pokal. „Wir haben tolle Runden gespielt, das fing schon mit dem Auftaktsieg in Bramstedt an.“ Gegen den SV Bruchhausen-Vilsen, den sich die Lahauser in der Liga trotz dessen Laufs auf Distanz hielten, reichte es dann im Semifinale nicht. „Wir haben da einfach nicht unsere Leistung abrufen können, waren zudem in diesen Wochen personell gebeutelt“, sagt Eppler.

Die Personalsituation wird sich in der kommenden Saison verbessern. Zum Auftakttraining am vergangenen Sonnabend begrüßte Eppler mit Georg Tylla, Marcel Westphalen, Jannis Behrendt, Nico Eggers (alle vom SC Weyhe), Alexander Zabel (TSV Schwarme), Rene Liebert (SV Heiligenfelde II) und Thanassis Mylonas (JSG Stuhr-Seckenhausen) sieben Neue. Ömer Kilinc, Nic Huntemann und Nicolai Gräpler verließen den Verein. „Ich bin sehr zufrieden, jeder der Neuen bringt uns weiter“, so Eppler. Einzig auf die Torwartposition blickt der Coach leicht besorgt.

Allerdings ist das eher ein Quantitäts- denn ein Qualitätsproblem. Youngster Tom Willmann lieferte eine tolle erste Herrensaison ab. Nach dem Rückzug des ebenfalls noch jungen Nico Helmbold in die Zweite müsste sich Björn Lankenau im Falle des Vertretungsfalles die Handschuhe überziehen. Auch das wäre kein Qualitätsproblem, doch ist Oldie Lankenau eigentlich nur noch Torwarttrainer.

Eppler sieht sein Team übrigens nicht als automatischen Bezirkskandidaten und nimmt das Wort Aufstieg nicht in den Mund: „Die Kreisliga ist eher noch stärker und ausgeglichener geworden. Klar ist dennoch: Wir wollen anders als vor einem Jahr gedacht nicht Siebter werden.“ Dieses Ziel hatte der TSV Weyhe-Lahausen bekanntermaßen klar übertroffen.

Region/Bremen TSV Weyhe-Lahausen (Herren) ugccontent

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