08. Februar 2018 / 20:09 Uhr

Oberliga-Rückrundenstart ohne den FC Anker Wismar

Oberliga-Rückrundenstart ohne den FC Anker Wismar

Andreas Kirsch
Der FC Anker Wismar hat sich in der Winterpause nach dem Weggang von Stürmer André Wenzel mit Tshomba Luvumbu Oliveira (r.) vom Regionalligisten VFB Oldenburg verstärkt. Oliveira ist für das offensive Mittelfeld vorgesehen und hat in den Testspielen einige Tore erzielt.
Der FC Anker Wismar hat sich in der Winterpause nach dem Weggang von Stürmer André Wenzel mit Tshomba Luvumbu Oliveira (r.) vom Regionalligisten VFB Oldenburg verstärkt. Oliveira ist für das offensive Mittelfeld vorgesehen und hat in den Testspielen einige Tore erzielt. © Daniel Koch
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Heimspiel gegen den FC Strausberg fällt wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus / Tshomba Oliveira vom Regionalligisten VfB Oldenburg verstärkt das Team.

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Wismar. Eigentlich beginnen die die Punktspiele der Oberliga Nordost Nord an diesem Wochenende, doch die Partie des FC Anker Wismar gegen den FC Strausberg wird morgen auf dem Jahnplatz nicht angepfiffen. „Das Punktspiel gegen die Elf aus Ostbrandenburg kann auf Grund der aktuellen Platzverhältnisse leider nicht ausgetragen werden. Wir haben bereits am Mittwoch zusammen mit dem Amt für Sportstätten eine Besichtigung vorgenommen und festgestellt, dass eine Austragung des Spiels nicht in Frage kommt. Die Witterungsverhältnisse sollen sich bis zum Wochenende nicht ändern“, so Philipp Unversucht, Mannschaftskapitän und Leiter der Geschäftsstelle des FC Anker Wismar. Auch im Kurt-Bürger-Stadion ist der Platz nicht bespielbar. Unabhängig davon hat der Vorstand des FC Anker beschlossen, sämtliche Oberligapunktspiele in dieser Saison nicht mehr im Stadion, sondern auf dem Jahnplatz auszutragen. „Das Stadion wird demnächst saniert und der Rasenplatz ist im Winter aufgrund der Nässe nicht bespielbar“, macht Unversucht weiter darauf aufmerksam.

Inzwischen entwickeln sich die Punktspiel-Begegnungen zwischen dem FC Anker Wismar und dem FC Strausberg langsam zu einer unendlichen Geschichte. Am Freitag, dem 18. August 2017, reiste das Anker-Team um Trainer Christiano Dinalo Adigo zum ersten Mal nach Strausberg. Doch nach der Führung durch einen Treffer von Sebastian Schiewe musste die Partie auf Grund eines starken Gewitters und von folgenden sinnflutartigen Niederschlägen abgebrochen werden. So mussten die Hansestädter am 12. November noch einmal nach Strausberg reisen und kamen mit einem 1:1 zurück nach Wismar.

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Nun muss auch das Spiel in Wismar ausfallen. Allerdings haben die Strausberger das Glück, nicht umsonst nach Wismar zu kommen und können so die doppelten Reisekosten sparen. Einen offiziellen Termin für die Neuansetzung gibt es zwar noch nicht, aber es läuft alles auf das Wochenende 24./25. März hinaus. An diesem Wochenende wird der Landespokal gespielt und da beide Teams ausgeschieden sind, sollte Staffelleiter Ulf Kuchel (Rostock) diesen Termin als verbindlich erklären.

Nächstes Spiel bei SC Staaken

„Natürlich hätten wir gerne gespielt, vor allem weil wir mit einem Heimspiel gestartet wären. Aber letztlich geht die Gesundheit der Spieler vor. Jetzt starten wir am nächsten Freitag beim Neuling SC Staaken und wollen dort unsere gute Serie fortsetzen“, meint Anker-Trainer Adigo. Nach der Hinrunde steht seine Mannschaft auf einem sehr guten sechsten Tabellenplatz mit nur wenigen Punkten Rückstand auf die vor Anker liegenden Teams von Lichtenberg 47, Tennis Borussia, Brandenburger SC Süd und Hertha Zehlendorf. Allerdings wird es nicht einfach, den Platz fünf aus der Vorsaison zu wiederholen. „Aus unserem ohnehin schon sehr kleinen Kader haben sich zwei Spieler nach der Hinrunde verabschiedet. Mit unserem kleinen Etat haben wir nicht die Möglichkeiten wie Tennis Borussia Berlin, Optik Rathenow oder auch Lichtenberg 47 neue Spieler zu verpflichten. Aber das Team will sich natürlich auch selbst beweisen und alles versuchen, um in der Tabelle noch weiter nach oben zu klettern“, so Adigo weiter.

Tennis Borussia Berlin, Optik Rathenow und auch Lichtenberg 47 sieht der Anker-Trainer als große Aufstiegsfavoriten an. Zwar hat das Rathenower Team um Trainerlegende Ingo Kahlisch augenblicklich sechs Zähler Vorsprung auf die Verfolger Tennis Borussia Berlin und Lichtenberg 47, aber Tennis hat in der Winterpause noch einmal kräftig zugelegt.

Ein Neuzugang und zwei Abgänge beim FC Anker


Den Wismarer Verein verlassen hat Torhüter Mauritz Missner. Der 20-Jährige hat sich der TSG Sprockhövel (Oberliga Westfalen) angeschlossen. Den Verein ebenfalls verlassen hat auch Stürmer André Wenzel. Er arbeitet als Geschäftsführer in einer Wismarer Firma und musste sein Engagement beim FC Anker auf Grund der beruflichen Verpflichtungen aufgeben. Wenzel hat sich dem Verbandsligisten TSV Bützow angeschlossen.

Als einzige Neuverpflichtung können die Hansestädter Tshomba Luvumbu Oliveira präsentieren. Der am 9. August 1995 in Frankreich geborene Mittelfeldspieler ist 176 cm groß und soll das offensive Mittelfeld bei der Wismarer Elf verstärken. Oliveira ist vom niedersächsischen Regionalligisten VfB Oldenburg an die Ostsee gewechselt. Seine ersten Treffer hat der Neuzugang bei Testspielen der Hansestädter beim Eichholzer SV (Verbandsliga SH) erzielt, als er beim 5:0-Sieg der Anker-Elf das Führungstor erzielte. Auch gegen den MSV Pampow war der gebürtige Franzose erfolgreich.

Spannender Abstiegskampf

Grün-Weiß Brieselang, der FC Mecklenburg Schwerin, der Charlottenburger FC Hertha 06 und der 1. FC Frankfurt werden nach dem derzeitigen Stand die Oberliga Nord verlassen müssen. Das Szenario wird aber nur eintreten, wenn Regionalliga-Nordost Tabellenführer Energie Cottbus nicht in die dritte Liga aufsteigen sollte. Es kann sogar noch den Dreizehnten treffen. Und dann müsste auch aktuell der SV Victoria Seelow runter. Die schönen Nichtabstiegszeiten in der Oberliga Nord gehören ein für allemal der Vergangenheit an. Traf es in der Oberliga-Nord-Saison 2015/16 noch den BSV Hürtürkel, so gab es in der darauffolgenden Saison 2016/17 gar keinen sportlichen Absteiger. Der SV Germania Schöneiche zog kurz vor Saisonende als Tabellenvorletzter sein Team aus der Oberliga zurück. Das nutzte der schon als Absteiger feststehende Tabellenletzte 1. FC Frankurt aus.

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