28. Mai 2017 / 20:15 Uhr

Oberliga Süd: BSC Süd 05 agiert 90 Minuten in doppelter Unterzahl

Oberliga Süd: BSC Süd 05 agiert 90 Minuten in doppelter Unterzahl

Redaktion Sportbuzzer
Conny Wieland stand mit 41 Jahren noch einmal zwischen den Pfosten.
Conny Wieland stand mit 41 Jahren noch einmal zwischen den Pfosten. © Marcus Alert
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Oberliga Süd: Der 41-jährige Torhüter Conny Wieland gibt beim FSV Barleben unfreiwillig sein Comeback.

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Der BSC Süd 05 hat am Sonntag sein Oberliga-Spiel in Barleben zwar mit 0:5 (0:1) verloren, doch trotzdem über 90 Minuten hervorragend gekämpft. Denn dadurch, dass alle Berliner Spieler inklusive Trainer Özkan Gümüs im Stau standen, konnte der BSC Süd 05 nur neun Spieler aufbieten. Darunter waren die angeschlagenen René Görisch, Chris Blankenburg, Maximilian Ladewig und der Japaner Soga sowie der junge Lion Ebert. Und im Tor stand Conny Wieland. Der 41-jährige Co-Trainer kam so noch einmal zu einem Oberligaeinsatz. „Er hat hervorragend gehalten“, lobte Mannschaftsleiter Dieter Seewald, der dieses Mal als Trainer fungierte. Er holte sich Süd-Chronist Torsten Rotter an seine Seite, damit er nicht ganz alleine auf der Bank Platz nehmen musste. Die einfache Taktik, hinten dicht machen, hatte zuvor Trainer Özkan Gümüs per Handy verkündet.

Auch eine Absage der Begegnung war kurzzeitig natürlich ein Thema, doch geht es für die Brandenburger letztlich um nichts mehr. „Das Spiel wäre wohl unter der Woche, also am kommenden Mittwoch, neu angesetzt worden“, so Dieter Seewald. Insgeheim hatte man ja auch noch gehofft, dass die acht Spieler wenigstens zur 2. Halbzeit zur Verfügung stehen würden. Doch nachdem sich der Stau bei Michendorf aufgelöst hatte, stand man dann bei Möser im nächsten Stau. Gegen 15.30 Uhr drehte der Kleinbus mit Fabien Thokomeni, Kemal Atici, Maximilian Gerlach, Johannes Brückner, Lukas Kohlmann, Alexander Eirich, Tom Mauersberger und Hafiz El-Ali dann um und kehrte nach Berlin zurück.

Fairplay-Gedanke kam nicht auf

Die in doppelter Unterzahl agierenden Gäste waren bei den tropischen Temperaturen natürlich vor allem in der Defensive beschäftigt. Entlastungsangriffe fanden so gut wie nicht statt. Gefährlich wurde es für den FSV Barleben eigentlich nur bei Standards. In der 53. Minute brachte Marko Görisch das FSV-Gehäuse bei einem Freistoß in Gefahr und nur acht Minuten später jagte René Görisch das Leder nach einer Eckenvariante über die Querlatte. Bis zur Pause lag der BSC Süd 05 nur mit 0:1 (19.) zurück. Gut eine Stunde lang konnte man sogar noch auf einen Punkt gegen keineswegs übermächtige Barleber hoffen. Doch die trafen dann in der 58., 64., 72. und 80. Minute gegen nachlassende Brandenburger zum 5:0-Endstand.

„Mit voller Truppe hätten wir hier sicherlich etwas geholt“, war Dieter Seewald nach dem Abpfiff überzeugt. Bäume habe der FSV Barleben sicherlich nicht ausgerissen. Doch bei Süd habe nach einer Stunde am Ende einer langen Saison und den tropischen Temperaturen natürlich mehr und mehr die Kraft nachgelassen.

Laut Dieter Seewald gab es von Seiten des FSV Barleben am Sonntag kein Zeichen, vielleicht auch nur mit neun Spielern anzutreten. Angesichts der Tabellensituation hätte dem FSV das sicherlich nicht weh getan. In unteren Ligen ist dieser Fairplay-Gedanke durchaus verbreitet, zumindest dann, wenn der in Unterzahl angereiste Gegner nichts für die Situation kann. Der BSC Süd 05 rutschte durch diese Niederlage auf Platz 13 der Tabelle der Oberliga Süd. Am kommenden Sonnabend wird der letzte Spieltag zeitgleich um 14 Uhr auf allen Plätzen angepfiffen. Die Gümüs-Truppe erwartet zum Abschluss das Team aus Plauen. Chemie Leipzig sollte sich den Staffelsieg im Heimspiel gegen Schott Jena sichern.  Nach Relegation sieht es für Halberstadt aus. Das Team fährt nach Merseburg und kann nur noch bei einem Unentschieden der Leipziger direkt aufsteigen.

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