Demokratie statt Diktatur: Die Nordkurve schweigt weiter. Demokratie statt Diktatur: Die Nordkurve schweigt weiter. © Team zur Nieden
Demokratie statt Diktatur: Die Nordkurve schweigt weiter.

Offener Brief an Martin Kind: Bringt dieser Fragenkatalog Bewegung in den Stimmungsboykott?

Die Fronten sind verhärtet, die Stimmung ist im Eimer: Hannover 96 und seine aktive Fanszene scheinen weit voneinander entfernt. Jetzt richtet der Fanbeirat mit 90 Fanclubs einen Fragenkatalog an den 96-Vorstand und Martin Kind. Ist das der Anfang vom Ende des Stimmungsboykotts?

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In Dortmund heißt die Südkurve „Die gelbe Wand“. Hannover 96 hat zurzeit im Norden nur eine stille Wand. Der Stimmungsboykott der aktiven Fanszene und der Ultras machte sich beim 0:0 gegen den 1. FC Köln wieder deutlich bemerkbar. Der Sportbuzzer fasst die wichtigsten Fragen zusammen:

Was macht die Fanszene?

Sie schreibt Martin Kind einen Brief. Der Fanbeirat mit 90 Fanclubs schickte am Montag per E-Mail einen Fragenkatalog an den 96-Boss. Der Inhalt zeigt zugleich die Gründe für den Stimmungsboykott. Die Fans wollen vom Vereinsvorsitzenden und Clubchef offene Fragen zur Abschaffung von 50+1 beantwortet haben. Kernthema ist der Rückkauf der Markenrechte. Mit diesen Rechten könnte der Verein regelmäßige Einnahmen von der Profiabteilung sichern – ein ähnliches Modell praktiziert Eintracht Frankfurt. Ob Kind die Fragen beantwortet und Kompromisse macht? Eher nicht. Am Montag erklärte Kind, er wolle sich den Fragenkatalog erstmal in Ruhe durchlesen.

Download Offener Brief von Fanclubs an den Vorstand von Hannover 96

Wie reagiert die Mannschaft auf den Boykott?

Die Spieler sind genervt – ihnen fehlt die Unterstützung massiv. Niclas Füllkrug brachte den Frust nach dem Köln-Spiel zum Ausdruck: „Die Stimmung war enttäuschend.“ Und Füllkrug ist nicht allein mit dieser Meinung.

Kreativer Boykott: Die Fanbanner beim 96-Spiel gegen den 1. FC Köln

Lenkt die Mannschaft ein?

Kapitän Philipp Tschauner hatte sich in Freiburg bereit erklärt, mit den Boykotteuren zu sprechen. Auch Füllkrug sagte: „Ich stehe zur Verfügung.“ Manager Horst Heldt bremst die Spieler aus: „Die Mannschaft muss sich neutral verhalten und auf Fußball konzentrieren. Sie ist nicht der richtige Ansprechpartner.“ Heldt hatte angekündigt, das Boykott-Problem und die Wirkung auf die Mannschaft selbst mit den Fans besprechen zu wollen.

Geht der Boykott weiter?

Zunächst ja. In Gladbach wird es am Sonnabend keine Ultra-gute Stimmung geben. Danach hätten Fanszene und Club zwei Wochen Zeit, sich auf ein Ende des Boykotts zu einigen.

Die nächsten Gegner von Hannover 96 im Überblick:

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