Der FC Bayern München hat reagiert: Carlo Ancelotti ist nicht mehr Trainer des Rekordmeisters. Der Italiener wurde am Donnerstag beurlaubt. Der FC Bayern München hat reagiert: Carlo Ancelotti ist nicht mehr Trainer des Rekordmeisters. Der Italiener wurde am Donnerstag beurlaubt. © imago
Der FC Bayern München hat reagiert: Carlo Ancelotti ist nicht mehr Trainer des Rekordmeisters. Der Italiener wurde am Donnerstag beurlaubt.

Offiziell: Carlo Ancelotti beim FC Bayern entlassen - Sagnol übernimmt

Der FC Bayern München hat seinen Trainer Carlo Ancelotti entlassen. Das bestätigte der Klub am Donnerstag auf seiner offiziellen Homepage. Zusammen mit dem Italiener wird auch dessen Trainer-Team freigestellt. Nachfolger wird zunächst Willy Sagnol.

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Der FC Bayern München hat sich von Trainer Carlo Ancelotti getrennt. Das teilte der deutsche Fußball-Meister am Donnerstag einen Tag nach der 0:3-Niederlage in der Champions League bei Paris St. Germain mit. «Die Leistungen unserer Mannschaft seit Saisonbeginn entsprachen nicht den Erwartungen, die wir an sie stellen. Das Spiel in Paris hat deutlich gezeigt, dass wir Konsequenzen ziehen mussten», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Vorerst wird der bisherige Co-Trainer Willy Sagnol das Team übernehmen. Der 40-Jährige wird auch am Sonntag in der Bundesliga bei Hertha BSC als Interimscoach auf der Bank sitzen.

Neben Cheftrainer Carlo Ancelotti wurde auch das italienische Betreuerteam mit Davide Ancelotti, Giovanni Mauri, Francesco Mauri und Mino Fulco freigestellt.

Die möglichen Ancelotti-Nachfolger beim FC Bayern

Zweite Trainer-Entlassung in dieser Saison

Der 58 Jahre alte Italiener hatte den Rekordmeister zu Beginn der Saison 2016/2017 als Nachfolger von Pep Guardiola übernommen. In der vergangenen Spielzeit wurde er mit den Bayern deutscher Meister, scheiterte in der Champions League im Viertelfinale an Real Madrid und im DFB-Pokal im Halbfinale an Borussia Dortmund.

In der Bundesliga liegen die Münchner aktuell nach sechs Spieltagen drei Punkte hinter dem Tabellenführer aus Dortmund. Nach der Beurlaubung von Andries Jonker beim VfL Wolfsburg ist dies die zweite Trainertrennung dieser Bundesliga-Saison.

Rummenigge bedankt sich bei Ancelotti

Bei der höchsten Vorrundenniederlage in 21 Jahren Champions League hatte Ancelotti am Mittwochabend mit seiner Aufstellung für Verwunderung gesorgt. Weltmeister Mats Hummels und der Franzose Franck Ribéry saßen 90 Minuten auf der Bank, Jérome Boateng nur auf der Tribüne. Arjen Robben wurde erst eingewechselt, als die Partie nach Toren von Dani Alves (2.), Edinson Cavani (31.) und Neymar (63.) schon entschieden war. «Ich denke, das, was wir heute Abend gesehen haben, war nicht Bayern München», hatte Rummenigge bereits nach der Partie beim vereinsinternen Bankett im Teamhotel gesagt und angekündigt, «in Klartextform Konsequenzen» ziehen zu müssen.

Am Donnerstag bedankte sich Rummenigge für die Zusammenarbeit und äußerte Bedauern über "die Entwicklung, die sie genommen hat". "Carlo ist mein Freund und wird es bleiben, aber wir mussten hier eine professionelle Entscheidung im Sinne des FC Bayern treffen", wurde Rummenigge zitiert und betonte: "Ich erwarte jetzt von der Mannschaft eine positive Entwicklung und absoluten Leistungswillen, damit wir unsere Ziele für diese Saison erreichen."

Die Pressemeldung des FC Bayern München im Wortlaut:

Als Folge einer internen Analyse nach der 0:3-Niederlage im Champions-League-Gruppenspiel bei Paris Saint-Germain hat der FC Bayern München Cheftrainer Carlo Ancelotti (58) freigestellt.

„Die Leistungen unserer Mannschaft seit Saisonbeginn entsprachen nicht den Erwartungen, die wir an sie stellen. Das Spiel in Paris hat deutlich gezeigt, dass wir Konsequenzen ziehen mussten. Das haben Hasan Salihamidžić und ich Carlo heute in einem offenen und seriösen Gespräch erklärt und ihm unsere Entscheidung mitgeteilt“, so Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG. „Ich darf mich bei Carlo für die Zusammenarbeit bedanken und bedauere die Entwicklung, die sie genommen hat. Carlo ist mein Freund und wird es bleiben, aber wir mussten hier eine professionelle Entscheidung im Sinne des FC Bayern treffen. Ich erwarte jetzt von der Mannschaft eine positive Entwicklung und absoluten Leistungswillen, damit wir unsere Ziele für diese Saison erreichen.“

Auch das italienische Betreuerteam von Carlo Ancelotti - Davide Ancelotti, Giovanni Mauri, Francesco Mauri und Mino Fulco - hat der FC Bayern München heute freigestellt. Die Trainingsleitung übernimmt bis auf weiteres Assistenz-Coach Willy Sagnol (40). Sagnol wird am Sonntag beim Spiel bei Hertha BSC als Interimstrainer auf der Bank sitzen.

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