13. Juni 2018 / 08:33 Uhr

Otterwischer SV feiert ausgelassen Titel und Aufstieg

Otterwischer SV feiert ausgelassen Titel und Aufstieg

Wilko Finke
Meister der Kreisliga A Nord: Nach dem Abpfiff gibt es bei den Spielern des Otterwischer SV kein Halten mehr.
Meister der Kreisliga A Nord: Nach dem Abpfiff gibt es bei den Spielern des Otterwischer SV kein Halten mehr. © hanni
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Kreisliga A (Nord): Positionskämpfe um Platz drei am letzten Spieltag

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Der Otterwischer SV packte die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A der Männer in Sack und Tüten. Nach dem 3:0 gegen den FSV Brandis kann er nicht mehr eingeholt werden und beendete die Saison auch noch als Aufsteiger in die Kreisoberliga. Ihre schlechte Chancenverwertung sei ein Grund, warum es letztlich nicht zum Titel reichte, übten die Polenzer ein wenig Selbstkritik. Platz zwei kann ihnen nicht mehr genommen werden.

Um Platz drei gibt es noch mächtiges Gedränge. Der SV Klinga-Ammelshain (33 Punkte/bei der SG Fuchshain/Großpösna), die SG Bad Lausick/Hainichen (32/Heimspiel gegen FA Wurzen II) und der FSV Großbothen (in Brandis) haben noch Chancen auf Bronze. Am kommenden Sonntag finden alle Partien des letzten Spieltages zeitgleich um 13 Uhr statt. Nach aktuellem Stand – Mannschaftsmeldung für 2018/19 – steigen die jeweiligen Tabellenletzten (Nord, West, Süd) und der quotientenschlechteste Vorletzte ab.

Otterwischer SV – FSV Brandis 3:0

Dass die OSV-Elf im Heimspiel vor stattlicher Kulisse alles klar machen wollte, versteht sich von selbst. Denn vor eigenem Publikum zu feiern, ist der Wunsch fast aller Mannschaften. Im Falle einer Niederlage gegen Brandis hätte der Staffelleiter kommendes Wochenende den Pott unter Ausschluss der Öffentlichkeit überreichen müssen, weil rechnerisch der SC Polenz auch noch Meister hätte werden können. Dem Platzbesitzer merkte man sofort an, dass er schnell für klare Verhältnisse sorgen wollte.

Er spielte konzentriert und Chancen (Christian Liedtke, Herfurth) ließen nicht lange auf sich warten. Aber genutzt wurden sie vorerst nicht. Es dauerte bis zur 22. Minute, ehe Christian Liedtke den OSV 1:0 in Führung schoss. Die Gäste versuchten aus einer verstärkten Deckung mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Klare Chancen wurden im ersten Abschnitt mit dieser Spielweise nicht herausgearbeitet. Die Heimelf vergab noch einen Elfmeter (Herfurth drüber). Das Kunststück schaffte nach Wiederanpfiff auch Brandis, als der Ball vom Punkt neben das OSV-Tor befördert wurde.

Die Heimelf begriff aber sofort, dass vor der Meisterfeier noch etwas getan werden muss, damit sie überhaupt stattfindet. Mit dem sehenswert herauskombinierten Treffer zum 2:0 (72.) – Philip Koslowski spielte diagonal zu Tobias König, dieser flankte auf Christian Liedtke, der einköpfte – war der Weg geebnet. Auch über rechts wurde das 3:0 vorbereitet. Diesmal flankte der Torschütze zum 2:0 auf Robin Marz, der sich die Chance nicht entgehen ließ.

SV Machern – SG Bad Lausick/Hainichen 0:1

Der erste gefährliche Angriff der Spielgemeinschaft brachte in der 14. Minute die Führung. Nach Einwurf von Creuzburg an der Mittelinie schickte Fliegner Mitspieler Lungwitz auf die Reise und dieser brachte eine scharfe flache Hereingabe, welche Julien Peter zum 0:1 verwandelte. Durch den frühen Vorsprung ergaben sich Räume für die Gäste. Aber auch die Heimelf kam zu Chancen (Querbalken, zwei Paraden Kochran).

Bei 34 Grad und einem betonharten Platz waren alle Spieler froh, als der Schiedsrichter zur Pause pfiff. Nach Wiederbeginn hatte die SG-Truppe Mühe, die Grundordnung herzustellen. Dies nutzten die Macherner und setzten die Gäste weiter unter Druck. Für Bad Lausick II/Hainichen gab es erst in den letzten 20 Minuten wieder Entlastung. In der 85. schickte Thomas Zschille Stephan Heinrich auf die Reise und dieser konnte nur mit einem Foul im Strafraum gestoppt werden. Doch die Chance auf das 2:0 vergab Marcel Queißer vom Elfmeterpunkt.

Der letzte Torschuss gehörte den Gästen. Nach einem Zuspiel von Creuzburg war Debütant Hans Lipfert alleine vor Strehle und hatte die Chance, sein erstes Tor beim ersten Spiel im Männerbereich zu erzielen, doch sein Schuss landete neben dem Pfosten. Diesmal wird es einen ganz besonderen Abschied geben, denn Bad Lausicks langjähriger Kapitän Ronny Schmidt, der einst diese zweite Mannschaft ins Leben gerufen hat, wird gegen Wurzen II seine aktive Karriere beenden.

Hohburger SV – SC Polenz 0:5 (0:2)

Die zu diesem Spiel ersatzgeschwächt antretende Heimmannschaft konnte in keiner Phase der Partie der überlegenen Gastmannschaft aus Polenz Paroli bieten. Bereits in der 6. Minute brachte Benedikt nach Freistoß von Aust den Ball im Tor der Gastgeber unter. Nur elf Minuten später war es Wetzig, welcher nach Freistoß von Aust die Weichen auf Sieg stellte. Da die Gäste die Vorgabe des Trainers konsequent umsetzten, gelang es, weitere Chancen herauszuspielen.

Einziges Manko war wie schon oft in der nun fast abgelaufenen Saison die Chancenverwertung. Im zweiten Durchgang änderte sich an den Vorgaben beider Trainer nichts. Hohburg igelte sich vor dem eigenen Strafraum ein und versuchte nur gelegentlich selbst gefährlich vor das Polenzer Tor zu gelangen. In der 56. Minute war es Benedikt, der nach Hereingabe von Dietrich den Schlussmann der Heimelf überwinden konnte (0:3). Nach gut einer Stunde brachte die Polenzer Bank mit einem Dreifach-Wechsel nochmals Schwung ins Spiel. Der eingewechselt Tkaczyk setzte sich an der Grundlinie gegen seinen Gegenspieler durch und bediente Aust.

Dieser brachte den Ball sicher im Hohburger Tor unter und belohnte sich für sein sehr gutes Spiel (67.) In der 79. Minute wurde der Routinier der Polenzer (Th. Wetzig) im Strafraum der Gastgeber unsanft gestoppt. Nach Rücksprache mit dem gut postiertem Linienrichter entschied der Referee auf Foulstrafstoß. Diesen verwandelte Tkaczyk zum 0:5-Endstand. Mit diesem Ergebnis sicherten sich die Gäste schon vor dem letztem Spieltag die Vizemeisterschaft. Dennoch gebührt den Gastgebern ein Kompliment: Trotz zahlreicher kurzfristiger Ausfälle von Spielern sowie des Cheftrainers gaben sie in keiner Phase des Spiels auf und kämpften mit aller gebotenen Fairness bis zum Schlusspfiff.

GW Großbothen – SSV Thallwitz-Nischwitz 0:1

Nach der Hinrunde (10 Spiele) hatte der SSV zwei Zähler zu Buche stehen. In der Rückrunde (9 Spiele) eroberte er sensationelle 18 – drei könnten noch aus dem Heimspiel gegen Hohburg dazu kommen. Das goldene Tor des Spiels in Großbothen erzielte kurz vor der Halbzeit Paul Spors. Der Heimelf gelang trotz großer Anstrengungen kein Treffer.

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