10. Juli 2018 / 20:44 Uhr

Özil-Debatte: Zentralrat der Muslime fordert Rücktritt von Grindel und Bierhoff

Özil-Debatte: Zentralrat der Muslime fordert Rücktritt von Grindel und Bierhoff

Redaktion Sportbuzzer
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Wegen Mesut Özil fordert Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime den Rücktritt von Reinhard Grindel und Oliver Bierhoff.
Wegen Mesut Özil fordert Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime den Rücktritt von Reinhard Grindel und Oliver Bierhoff. © imago/Sven Simon
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Die Äußerungen über Mesut Özil haben für DFB-Präsident Reinhard Grindel und DFB-Manager Oliver Bierhoff offenbar ein Nachspiel. Aiman Mazyek fordert als Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland den Rücktritt der Fußball-Bosse.

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Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland hat nach den umstrittenen Äußerungen über Mesut Özil den Rücktritt von DFB-Teammanager Oliver Bierhoff und Verbandschef Reinhard Grindel gefordert. „Rohes Spiel wird im Sport mit einer Roten Karte bestraft“, wird Aiman Mazyek in einem Onlinebericht des amerikanischen Senders ESPN zitiert. „Bierhoff und Grindel müssen zurücktreten, wenn sie in ihrer langen Karriere nichts anderes gelernt haben als: ‚Du verlierst als Özil‘ anstelle von ‚Du verlierst als Mannschaft‘“, sagte Mazyek.

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Nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft hatte Bierhoff in der vergangenen Woche angedeutet, dass man vor dem Turnier in Russland die Nominierung Özils hätte überdenken müssen. Anschließend hatte er betont, er sei mit dieser Aussage missverstanden worden.

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Haben Grindel und Bierhoff Özil zum Sündenbock gemacht?

DFB-Präsident Grindel hatte am Montag in einem Interview eine Erklärung Özils zu den umstrittenen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gefordert und zumindest indirekt diese Erklärung zur Bedingung einer Fortsetzung von Özils Karriere im DFB-Trikot gemacht. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Ilkay Gündogan hat sich Özil noch nicht zu den Aufnahmen im Mai in London geäußert.

Aiman Mazyek ist seit 2010 Vorsitzender des Zentralrats der Muslime.
Aiman Mazyek ist seit 2010 Vorsitzender des Zentralrats der Muslime. © epa/Shutterstock

 „Es stimmt, dass sich Mesut bisher nicht geäußert hat. Das hat viele Fans enttäuscht, weil sie Fragen haben und eine Antwort erwarten. Diese Antwort erwarten sie zu Recht. Deshalb ist für mich völlig klar, dass sich Mesut, wenn er aus dem Urlaub zurückkehrt, auch in seinem eigenen Interesse öffentlich äußern sollte“, sagte Grindel in einem Interview des Kicker.

Bierhoff und Grindel werden für ihre Aussagen kritisiert, da sie Özil damit zum Sündenbock für das deutsche WM-Scheitern machten. Grindel hatte Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw die Aufarbeitung für das Vorrunden-Aus in Russland übertragen. Bis Ende August sollen Entscheidungen über personelle und strukturelle Veränderungen fallen.


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