08. September 2018 / 18:58 Uhr

NBA-Star behauptet: Deshalb mussten Gündogan und Özil die Erdogan-Fotos machen

NBA-Star behauptet: Deshalb mussten Gündogan und Özil die Erdogan-Fotos machen

Redaktion Sportbuzzer
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NBA-Star Enes Kanter glaubt zu wissen, aus welchem Grund sich Ilkay Gündogan und Mesut Özil mit Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdogan ablichten ließen.
NBA-Star Enes Kanter glaubt zu wissen, aus welchem Grund sich Ilkay Gündogan und Mesut Özil mit Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdogan ablichten ließen. © dpa/imago
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Werden die Hintergründe zu den Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nun klarer? Im Gespräch mit der „Daily Mail“ hat NBA-Profi Enes Kanter mögliche Auswirkungen bei einem Verzicht auf die Bilder erklärt.

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Sie sorgten für einen der größten DFB-Skandale der jüngeren Vergangenheit: Mesut Özil und Ilkay Gündogan ließen sich kurz vor der WM 2018 mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan ablichten. Die Fotos sorgten für eine politische Krise beim DFB – und für Unmut bei den Fans. Özil und Gündogan wurden von einigen deutschen Anhängern kurz nach Veröffentlichung der Bilder und werden teilweise noch heute ausgepfiffen. Weltmeister Özil trat nach der misslungenen WM 2018 zurück, beklagte sich über mangelhafte Rückendeckung seitens des DFB und warf dem Verband sogar Rassismus vor. Sein Draht zu Bundestrainer Joachim Löw ist abgerissen.

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Jetzt hat sich der türkischstämmige Basketballspieler Enes Kanter von den New York Knicks zum brisanten Fall geäußert. Der NBA-Star erläuterte im Gespräch mit der englischen Daily Mail mögliche Hintergründe der Erdogan-Fotosessions mit Superstars. Kanter: „Erdogan lässt gern Fotos von sich mit Stars schießen, um den anderen Türken zu zeigen, dass er die Unterstützung berühmter Personen genießt. Ich weiß nicht, ob Özil oder Gündogan wirklich Erdogan mögen oder nicht. Ich weiß aber, dass Erdogan unschuldige Menschen einsperren lässt, um seine Macht zu untermauern.“

Kanter: „Özil und Gündogan würde das gleiche Schicksal ereilen wie mich“

Kanter ist zurzeit staatenlos. Ihm wurde nach seinen Sympathiebekundungen zur in der Türkei verbotenen Gülen-Bewegung und Aussagen über Erdogan („Der Hitler unseres Jahrhunderts“) die türkische Staatsbürgerschaft entzogen. Laut seinen Aussagen sei sein in der Türkei lebender Vater daraufhin zweimal verhaftet worden, bis er sich von seinem Sohn lossagte. Er selbst wird aktuell per Haftbefehl gesucht – und reist deshalb nicht aus den USA aus.

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Zudem sollen seine Sponsoren unter Druck gesetzt worden sein: „Ein Vertreter von Nike sagte mir, dass sie weitreichende Geschäftsbeziehungen in der Türkei verlieren würden, wenn sie mich sponsern würden“, so Kanter. Er glaubt, dass sich auch aufgrund der Sponsorenverträge viele türkischstämmige Athleten nicht negativ über die türkische Politik äußern.

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Tatsächlich haben die beiden deutschen Staatsbürger Özil und Gündogan immer noch viele Verwandte in der Türkei. Wollten sie sie mit den Fotos schützen? Kanter glaubt das: „Wenn Özil und Gündogan eine andere Sicht der Dinge präsentieren würden als die gerade vorherrschende öffentliche Meinung in der Türkei – sie würde das gleiche Schicksal ereilen wie mich.“


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