06. Juni 2018 / 13:15 Uhr

Özkan Altin und Rendsburger TSV gehen getrennte Wege

Özkan Altin und Rendsburger TSV gehen getrennte Wege

Wolfgang Mahnkopf
Zeigte volles Engagement als Trainer und Spieler: Özkan Altin und der Rendsburger TSV gehen getrennte Wege.
Zeigte volles Engagement als Trainer und Spieler: Özkan Altin und der Rendsburger TSV gehen getrennte Wege. © Wolfgang Mahnkopf
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Unstimmigkeiten zwischen Vereinsführung und dem 45-Jährigen sorgten für die Trennung

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Der Rendsburger TSV kommt nicht zur Ruhe. Nach einer desaströsen Saison in der Verbandsliga West mit 24 Niederlagen und dem Abstieg in die Kreisliga spielte der Verein mit dem Gedanken, sich von Özkan Altin zu trennen. Am Montagabend zog der Spielertrainer die Reißleine und verabschiedete sich per Nachricht über Whatsapp von der Mannschaft. Der Whatsapp-Gruppe teilte der 45-Jährige eine einvernehmliche Trennung mit, wie er dem KN-Sportbuzzer bekanntgab. Am späten Dienstagabend gab Abteilungsleiterin Beate Böhm eine gleichlautende Meldung an die Presse raus.

Paukenschlag für Trainer Altin

Altin berichtete, dass er nach einem Anruf von Michael Thomas Fröhlich am Montagabend keine Lust mehr verspürt habe, als Trainer des RTSV noch zu fungieren. Der Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Fußballsports im Rendsburger TSV habe ihm eröffnet, dass sich der Hauptverein und die Abteilungsleiterin mit dem Gedanken gefasst hätten, sich von ihm zu trennen. Von Fröhlich sei der Vorschlag gekommen, sich noch einmal gemeinsam an einen Tisch zu setzen und die zukünftige Zusammenarbeit zu erörtern.

Eine Stunde nach diesem Gespräch habe Altin den Sinn einer Gesprächsrunde verworfen. „Es war eine anstrengende Saison, in der es mir gelungen ist, den Überlebenskampf für den RTSV positiv zu gestalten, auch wenn wir abgestiegen sind.“ Er habe für eine Entlassung keine Basis gesehen und kein Verständnis gehabt. Altin weiter: „Vielleicht ist es ja doch sinnvoll für den RTSV, dass ein neuer Trainer frischen Wind in die Mannschaft bringt.“ Der 45-Jährige kritisiert: „Der Hauptverein hat es nicht für nötig gehalten, mich direkt anzurufen, sondern ist den Umweg über Herrn Fröhlich gegangen. Das war menschlich schwach.“ Die Formulierung „einvernehmliche Trennung“ habe er gewählt, um den RTSV zu schützen. „Ich wollte gegenüber den Spielern nicht in die Tiefe der Auseinandersetzung gehen und damit erreichen, dass sie weiter für den RTSV spielen.“

Vereinsführung ohne Reue

Beate Böhm zeigte sich überrascht, dass Altin das Angebot für eine Gesprächsrunde nicht angenommen hat. „Es gibt mehrere Punkte, die für eine Trennung gesprochen haben. Die Gründe haben in der Öffentlichkeit jedoch nichts zu suchen“, sagte die Abteilungsleiterin. Auf weitere Nachfrage des Sportbuzzer erklärte die Abteilungsleiterin: „Es ist um die zukünftige Zusammenarbeit gegangen. Wir sind uns in verschiedenen Punkten nicht einig gewesen.“

In der Pressemitteilung von Beate Böhm heißt es auch, dass sich der RTSV bei Özkan Altin für die kurzfristige Zusage zum Saisonbeginn sowie für das unermüdliche Engagement im Laufe der gesamten Saison bedankt. „Der RTSV wird die neue Saison in der Kreisliga mit neuem Trainer und verstärktem Kader angehen.“ Die Abteilungsleiterin teilt mit, dass Özgür Cavdar (Osterrönfelder TSV) Matthias Homrich (berufsbedingt) und Lasse Thielke (TSV Borgstedt) den Verein verlassen werden. Fröhlich findet es sehr schade, dass Altin nicht mehr das Gespräch gesucht habe. „Ich hätte mit ihm gerne als Trainer weitergearbeitet.“ Maßgeblich sei jedoch die Entscheidung des Hauptvereins. „Dem gegenüber verhalte ich mich loyal.“

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