11. Juli 2018 / 21:53 Uhr

Pansdorfs Helge Thomsen im Interview mit dem Sportbuzzer

Pansdorfs Helge Thomsen im Interview mit dem Sportbuzzer

Volker A. Giering
Helge Thomsen nimmt nach sechs Jahren wieder einen Trainerposten in Pansdorf an.
Helge Thomsen nimmt nach sechs Jahren wieder einen Trainerposten in Pansdorf an. © Agentur 54° - Felix König
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Der 35-Jährige spricht auch über seine Zeit bei der SVG Pönitz.

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Helge Thomsen ist nach sechs Jahren an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt und hat zum 1. Juli den Trainerposten beim Landesligisten TSV Pansdorf übernommen. Der LN-Sportbuzzer sprach mit dem 35-Jährigen über die Ziele mit den Ostholsteinern und was er aus seiner letzten Station bei der SVG Pönitz gelernt hat.

Sportbuzzer: Hallo Helge, Du hast ein Jahr Pause gemacht. Tat die Auszeit gut?

Helge Thomsen: Moin! Ja, die Auszeit tat nach sehr intensiven Jahren bei der SVG gut. Mal ein Jahr ohne direkte Verpflichtungen an den Wochenenden war schon sehr angenehm.

Sportbuzzer: Wie bist Du in Pansdorf aufgenommen worden? Gab es Vorbehalte, nachdem Du damals mehrere Spieler vom TSV mit nach Pönitz genommen hast.

Thomsen: Dass ich bereits die letzten zwei Jahre in der Altherren des TSV gespielt habe, hat die Aufnahme sicher erleichtert. Kleine vereinzelte Vorbehalte, auch aufgrund der Rivalität der letzten Jahre gab es sicherlich. Jedoch hat sich dieses in persönlichen Gesprächen relativ schnell erledigt gehabt. Aktuell spüre ich eine große Vorfreude im Verein auf die neue Saison in der Landesliga.

Sportbuzzer: Die Landesliga Holstein wird stärker als im Vorjahr eingeschätzt. Pansdorf konnte die Klasse mit einem Kraftakt am Ende halten. Wie sehen die Ziele in dieser Saison aus?

Thomsen: Ich muss ehrlich gestehen, dass die Kieler Truppen für mich Neuland sind und ich das Leistungsvermögen dort nicht beurteilen kann. Mit der Reserve vom VfB verlässt das Top-Team die Liga. Dafür sind mit Dornbreite und Wankendorf zwei Absteiger dazugekommen. Der 1. FC Phönix Lübeck, Oldenburger SV und GW Siebenbäumen haben personell aufgerüstet. Ich denke, dass die Liga in der Spitze auf jeden Fall stärker und ausgeglichener wird. Für uns gibt es nur ein klares Ziel und das heißt Klassenerhalt. Hier muss keiner so vermessen sein und von mehr träumen oder reden. Die Realität ist, dass wir mit unseren begrenzten Mitteln einen erneuten Kraftakt benötigen, um möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.

Sportbuzzer: Wer sind die Titelfavoriten?

Thomsen: Phönix Lübeck ist für mich der Top-Favorit der Liga. Zum weiteren Favoritenkreis zähle ich Dornbreite, Oldenburg und Siebenbäumen. Den Absteiger aus Wankendorf kann ich nicht einschätzen.

Sportbuzzer: Viele schwärmen vom Umfeld am Techauer Weg. Was macht für Dich den Klub aus?

Thomsen: Also das Umfeld, gerade mit der Liga-Kabine, den zwei Plätzen und dem Vereinsheim ist schon top. Wir hoffen nun noch, dass die Gemeinde es hinbekommt, den Rasenplatz in einen Landesliga-tauglichen Zustand zu verwandeln. Gemeinsam haben wir die fußballfreie Zeit genutzt und die Kabine etwas auf Vordermann gebracht und renoviert. Dieser Spirit ist auch das, was den Verein auszeichnet. Jeder hilft, wo er kann und der Teamgedanke wird groß geschrieben. Dazu kommt eine große Portion Stolz im Verein, sich mit sehr geringen Mitteln in der Landesliga beweisen zu können. Es ist inzwischen ja kein Geheimnis mehr, dass der Verein komplett ohne finanzielle Entschädigungen für Spieler arbeitet.

Sportbuzzer: Mit dem Pansdorfer Ur-Gestein Carsten „Otto“ Henck hast Du einen erfahrenen Co-Trainer an Deiner Seite. Was kannst Du von ihm lernen?

Thomsen: Ich hatte „Otto“ selbst als Jugendtrainer beim TSV und denke, dass wir uns perfekt ergänzen können. Die „alten Werte“ sind im Amateurfußball in den letzten Jahren etwas verloren gegangen und ich bin mir sicher, dass „Otto“ genau die richtige Ergänzung ist, um hier etwas zu bewegen bzw. zu verändern. Als Liga-Trainer waren die Truppen von „Otto“ immer beeindruckend stark im Ausdauer- und Kraftbereich. Es ist völlig klar, dass ich auf dieses Know-How setze und hier von ihm lernen will. Dass Ulf Müller uns zusätzlich noch als zweiter Co-Trainer unterstützen wird, erleichtert uns die Arbeit ungemein.

Sportbuzzer: Die fünf Jahre in Pönitz waren eine intensive Zeit. Ihr seid bis in die Verbandsliga aufgestiegen. Was hast Du aus dieser Zeit gelernt?

Thomsen: Die Jahre waren wirklich eine intensive, aber auch sehr schöne Zeit. Ich habe in Pönitz neue Freundschaften schließen können und mich sicher auch als Trainer sehr weiterentwickeln können. Für das bedingungslose Vertrauen und die tolle Unterstützung bin ich sehr dankbar. Sportlich gesehen habe ich aus dem Abstiegsjahr sehr viel lernen können, wovon ich sicher zukünftig profitieren werde.

Sportbuzzer: Und was würdest Du beim nächsten Mal anders machen?

Thomsen: Ich denke, dass wir mit der kleinen SVG in den Jahren schon vieles richtig gemacht haben! „Flambo“ (Stephan Flemming, die Red.) und ich sind dort angetreten mit der
Vision „Verbandsliga“. Dieses haben wir alle gemeinsam geschafft, worauf der Verein stolz sein kann. Die damaligen Auseinandersetzungen mit dem NTSV Strand 08 würde ich rückblickend betrachtet sicher anders angehen. Wobei auch oftmals nur die halbe Wahrheit berichtet wurde.

Sportbuzzer: Danke Helge für das offene Gespräch und alles Gute für die Zukunft!

Steckbrief:

Helge Thomsen, geb. am 15.05.1983 in Mölln.

Familienstand: ledig.

Beruf: Kaufmännischer Angestellter im Vertrieb.

Trainerstationen:

ab 1. Juli TSV Pansdorf

1. Juli 2012 bis 30. Juni 2017 SVG Pönitz

1. Juli 2010 bis 30. Juni 2012TSV Pansdorf II

1. Juli 2008 bis 30. Juni 2010 TSV Pansdorf U19

1. Juli 2006 bis 30. Juni 2008 TSV Pansdorf U17

Stationen als Spieler:
1. Juli 1988 bis 30. Juni 2010  TSV Pansdorf

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