08. April 2014 / 20:40 Uhr

Panzenberg scheint nicht sicher genug

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Stefan Freye
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Bremer SV hat wegen der Aufstiegsspiele zur Fußball-Regionalliga Kontakt mit FC Oberneuland aufgenommen

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Aufregend geht es derzeit beim Bremer SV zu. Die Aufstiegsspiele zur Fußball-Regionalliga werfen ihre Schatten voraus – und sie erfordern mehr als die sportliche Qualifikation.

Seit der vergangenen Woche steht es fest: Weil kein Verein aus der Hamburger Oberliga die Lizenz für die Fußball-Regionalliga Nord beantragt hat, wird die Relegation zur vierthöchsten deutschen Spielklasse mit nur drei Teams ausgetragen. Die beiden Aufsteiger werden also durch die Meister aus Bremen und Schleswig-Holstein sowie den Zweiten aus Niedersachsen ermittelt. Los geht es am 31. Mai mit dem Spiel des VfB Lübeck (bereits Meister der Oberliga Schleswig-Holstein) gegen den Zweiten der Oberliga Niedersachsen, derzeit souverän angeführt vom Spitzenduo Lüneburger SK/FT Braunschweig. Der Verlierer des ersten Spiels (bei Remis das Team aus Niedersachsen) trifft am 3. Juni (19.30 Uhr) auf den Bremer Teilnehmer, und der muss am 7. Juni zum Gewinner der ersten Paarung.

Vertreten werden sollte Bremen dabei vom Bremer SV, souveräner Spitzenreiter der Bremen-Liga und zugleich einziger Bewerber aus dieser Spielklasse. „Nach wie vor steht der Vorstandsbeschluss, dass wir nur als Meister in die Relegation gehen“, sagt Präsident Peter Warnecke. Tatsächlich dürfte angesichts des Vorsprungs von 14 Zählern vor dem Zweiten FC Sparta Bremerhaven nichts mehr schiefgehen – selbst in einer bereinigten Tabelle würde der BSV noch immer acht Punkte vorn liegen.

Viel mehr Sorgen macht sich Peter Warnecke derzeit über die Austragung der Relegation. Vor rund zwei Wochen war August-Wilhelm Winsmann, Vorsitzender der Sicherheitskommission des Norddeutschen Fußballverbandes, nämlich zu Gast am Panzenberg. Nach dessen Begutachtung wurde der „zu betreibende Aufwand eine Ecke größer“, so Warnecke. Er ist sich nun nicht mehr sicher, ob der Bremer SV sein Heimspiel im eigenen Stadion austragen kann und hat deshalb schon mal Kontakt zu Hans-Georg Blanck, dem Vorsitzenden des FC Oberneuland, wegen eines Umzugs zum Vinnenweg aufgenommen. „In jeden Fall sind einige konkrete Fragen aufgetaucht, die wir dem Verband nun schicken werden“, sagt Peter Warnecke.

Ansonsten sind der Präsident und seine Mitstreiter ein Stück weiter mit den Planungen der kommenden Saison. Dabei hilft dem BSV, dass er selbst in der Regionalliga nicht auf ganz andere Spieler setzen würde. Das ist nämlich günstiger. „Die Aufwandsentschädigungen bleiben, wie sie sind“, so Warnecke. Nachdem nun auch Teile des Kabinentraktes am Panzenberg umgebaut werden, sieht der Präsident seinen Verein – abgesehen von den Sicherheitsfragen – gerüstet: „Auch die Finanzierung steht, aber es darf nichts mehr passieren.“ Die Sportliche Leitung verfolgt mit Interesse das Engagement der Funktionäre. „Wir wissen, dass sie unheimlich rotieren und Zeit investieren“, sagt Klaus Gelsdorf.

Auch der Trainer sagt, dass der BSV derzeit an einem Kader arbeitet, der sowohl in der Regionalliga als auch in der Bremen-Liga aktiv sein soll: „Für alles andere fehlen uns auch die Bordmittel.“ Allerdings möchte sich Gelsdorf noch gar nicht zu sehr mit der Relegation beschäftigen. Erst einmal ginge es nun darum, die Meisterschaft perfekt zu machen, und der Trainer verfolgt zufrieden, wie „fokussiert“ seine seit acht Spielen siegreiche Mannschaft die Aufgabe angeht. Für Gelsdorf stellt sich auch die „Trainerfrage“ derzeit nicht: „Mit dieser Thematik haben wir uns noch nicht auseinandergesetzt.“ Da er selbst nicht im Besitz der erforderlichen Lizenz ist, müsste das Team in der Regionalliga zumindest mittelfristig von einem anderen Coach betreut werden. Es gilt als offenes Geheimnis, dass in diesem Fall Andre Weise, derzeit BSV-Koordinator, den Platz auf der Bank einnehmen wird.

„Auch die Finanzierung steht, aber es darf nichts mehr passieren.“ Peter Warnecke, Vorsitzender des Bremer SV

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