Kohlmann Patrick Kohlmann steht Holstein Kiel nach langer Verletzungszeit wieder zur Verfügung. © Paesler
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Patrick Kohlmann feiert Comeback

Holstein Kiels Routinier beendet seine monatelange Leidenszeit

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Holstein Kiel II musste sich am Sonntag in der Fußball-SH-Liga mit einer Nullnummer gegen Hartenholm begnügen. Und doch gab es im Lager der Störche einen Gewinner: Patrick Kohlmann, der nach monatelanger Leidenszeit ein 60-minütiges Comeback feierte.

Die Zeit der Pein begann am 16. September vergangenen Jahres. Der Linksverteidiger des Drittliga-Teams lässt sich zur Pause der Heimpartie gegen den VfL Osnabrück (0:1) wegen Beschwerden auf der linken Seite seines Rückens auswechseln. Was er an diesem Freitagabend nicht ahnt: Es ist der Beginn eines Leidensweges der besonderen Art.

Zwei Wochen Pause hatte sich der heute 34-Jährige nach dem Osnabrück-Spiel gegönnt. War danach wieder ohne Einschränkungen in den Trainingsbetrieb eingestiegen. „Nach einem Torschuss schoss der Schmerz wieder in den Rücken, diesmal aber auf der anderen Seite“, erinnert sich der gebürtige Dortmunder. Nach einer abermaligen Erholungsphase und dem Abklingen der Beschwerden habe er, so Kohlmann, erneut die Trainingsarbeit aufgenommen. Dosiert, aber immerhin. Doch nach einer eher simplen Pass-Übung sei „Feierabend gewesen“.

Am Morgen danach habe er es nicht mehr vom Parkplatz zur Umkleidekabine geschafft. Auf halbem Weg habe sich plötzlich ein Taubheitsgefühl im Bein eingestellt. Ein typisches Symptom eines Bandscheibenvorfalls. Und nach der folgenden MRT-Untersuchung „ging dann gar nichts mehr“. Eine Wochen andauernde Phase zum November-Beginn, die Kohlmann nach eigenen Worten in eine echte Sinnkrise stürzen ließ.

„Ich habe mich in meiner Wohnung gefühlt wie im Gefängnis. Seit 2008 hatte ich nie eine längere Wettkampfpause als zwei Wochen. Jetzt war ich fast komplett bewegungsunfähig. Habe mir überlegt, ob ich mich zum Einkaufen quäle“, so der 142-fache Zweitligaspieler.

Mit Genehmigung der Störche absolvierte Kohlmann Teile seiner weiteren Reha-Maßnahmen in Dortmund in der Nähe seiner Familie. „Das hat mir sehr geholfen, vor allem in psychischer Hinsicht. Dafür bin ich Holstein sehr dankbar.“ Anfang Dezember habe er die letzte von „unzähligen Spritzen“ erhalten, habe fortan auch keine Schmerztabletten mehr schlucken müssen.

Am 30. Juni läuft sein Vertrag in Kiel aus. Geht es nach Kohlmann, soll die Partie gegen Osnabrück nicht die letzte seiner insgesamt 84 im Störche-Trikot gewesen sein. Der Sonntag könnte ein erster Schritt in eine schöne Fußball-Richtung gewesen sein.

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