10. Oktober 2018 / 15:30 Uhr

Er ackert - und trifft: Patrik Müller tritt in die großen Fußstapfen von Robert Just

Er ackert - und trifft: Patrik Müller tritt in die großen Fußstapfen von Robert Just

Jens Niggemeyer
Zweikampf an der Außenlinie zwischen Barsinghausens Patrik Müller (links) und Luthes Markus Stockum.
Zweikampf an der Außenlinie zwischen Barsinghausens Patrik Müller (links) und Luthes Markus Stockum. © Mirko Haendel
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"Wie er gegen den Ball arbeitet, ist der Hammer." Dennis Herrmann, Trainer des TSV Barsinghausen, ist voll des Lobes für Patrik Müller. Aber nicht nur, weil der 25-Jährige auf dem Feld ackert wie bekloppt, sondern auch das macht, was Stürmer machen sollen: Er knipst!

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In den vergangenen vier Spielzeiten hat sich beim TSV Barsinghausen – ob in der Bezirks- oder in der Landesliga – in puncto Treffsicherheit vor allem einer hervorgetan: Robert Just. Insgesamt 90 Liga-Tore steuerte der Knippser vom Dienst bei. Und selbst in dieser Saison, in der er nach nur zwei Spieltagen überraschend zum Oberligisten 1. FC Wunstorf wechselte, rangiert Just mit fünf Treffern in der vereinsinternen Rangliste noch an dritter Stelle. „An seine Torquote kommt keiner ran“, sagt Coach Dennis Herrmann. „Das ist halt seine absolute Stärke.“

Aufgabenteilung nach Justs Abgang

Nach dem Abgang von Just müssen nun andere in die Bresche springen. „Das verteilt sich inzwischen auf mehrerer Schultern“, betont der TSV-Trainer. Die erfolgreichsten Torschützen beim aktuellen Tabellenführer der Bezirksliga 3 (28 Punkte/38:13 Tore) sind derzeit Patrik Müller (7) sowie Tobias Kienlin und Alexander Wissel (beide 6). Müller ist dabei aktuell der, der auf dem Platz in der Regel die Position des abgewanderten Just übernimmt.

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Und diese Aufgabe erledige er nach Meinung des Trainers richtig gut. Der 25-Jährige komme, anders als sein Vorgänger, eher über die Dynamik und die Wucht. „Patrik ist extrem stark, wenn er mit Tempo auf die Abwehr zuläuft, verfügt über ein enormes Durchsetzungsvermögen und eine solide Technik, und er haut sich da vorne kompromisslos rein, ist auch in der Luft bei Kopfbällen gefährlich.“

"Wie er gegen den Ball arbeitet, ist der Hammer."

Es gibt aber noch etwas, was Müller so wertvoll sein lässt: „Er hat einen unfassbar großen Einsatzwillen. Wie er gegen den Ball arbeitet, ist der Hammer. Und das tut unserem Spiel natürlich gut“, lobt Herrmann.

Nach seinem Treffer zum 4:0 dreht Barsinghausens Patrik Müller (Mitte) jubelnd ab.
Nach seinem Treffer zum 4:0 dreht Barsinghausens Patrik Müller (Mitte) jubelnd ab. © Mirko Haendel

Müller selbst weiß um die großen Fußstapfen. „Einen Vergleich mit Robert will ich gar nicht ziehen. Sein Abgang hat ein Riesenloch hinterlassen.“ Er selbst sehe sich im 4-3-3 ohnehin eher als Rechtsaußen. „Das macht mir etwas mehr Spaß. Eigentlich spiele ich ja nur im Zentrum, weil Tobias Zak zuletzt ausgefallen ist.“ Doch mit seiner Laufstärke, seiner Schnelligkeit, seinem Willen und seinem Zug zum Tor komme er in der Sturmmitte schon klar. „Ich müsste allerdings etwas abgeklärter beim Abschluss werden“, weiß er um sein wohl größtes Defizit.

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Insgesamt habe sich das Spiel durch den Verlust von Just verändert. „Die Bälle werden nicht mehr so schnell und instinktiv ins Sturmzentrum gespielt, weil man weiß, dass da einer wie Robert Just steht, der schon irgendwas damit anfangen wird“, sagt der Trainer. Die Angriffe würden inzwischen besser vorbereitet und häufiger zu Ende gespielt. „Die Jungs schauen mehr, spielen gezielter und kombinieren auch vielmehr bis zur Grundlinie durch.“

Herrmann fordert noch mehr Kreativität

Der letzte Pass oder die finale Flanke allerdings könnte noch genauer kommen, moniert der Coach. „Daran arbeiten wir.“ Auch würde er sich noch mehr Kombinationsspiel am Strafraum wünschen, noch mehr Doppelpässe, noch mehr Schnittstellenpässe, „einfach noch mehr Kreativität und noch mehr bessere Entscheidungen im letzten Drittel“.

Auch Müller weist auf die veränderte Spielweise hin: „Robert ist ein Typ, der im Strafraum immer richtig steht, stets brandgefährlich ist, aber weniger Wege macht.“ Zak und er kämen er über die Physis und das Läuferische. „Wir binden und beackern die Abwehrspieler eben anders.“

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Positiv sei jedoch, dass die Mannschaft noch immer viele Chancen kreiere und viele Tore schieße, betont der Coach. „Auch wenn unsere Chancenverwertung schlechter geworden ist, weil Robert fehlt.“ Er traue allerdings Spielern wie Müller, Kienlin, Marvin Körber und den bislang aus Verletzungs- und Krankheitsgründen oft fehlenden Robin Abram und Tobias Zak durchaus passable Trefferquoten zu. „Patrik fehlte bislang manchmal auch ein wenig das Matchglück. Und er muss vor dem Tor noch etwas ruhiger werden. Aber das wird noch.“

"Wir haben einen richtig geilen Kader."

Nach Meinung Müllers ist in diesem Jahr einiges möglich – individuell und als Team: „Ich fühle mich super, bin voll im Saft. Und wir haben einen richtig geilen Kader“, sagt der Barsinghäuser Goalgetter. „Eine tolle Mischung aus jungen Spielern und alten Indianern, die alle Bock auf Fußball haben. Es macht einfach einen Riesenspaß.“

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