Paul Hepner hat schon 21 Saisontore erzielt. © Thomas Bork (Archiv)

Sieben Tore in einem Spiel: Paul Hepner ist nicht zu stoppen

Der TV Jahn Leveste steht zurzeit auf Tabellenplatz 4 in der Kreisliga 3. Vor allem Torjäger Paul Hepner hat einen Lauf. 

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Der TV Jahn Leveste ist wieder voll in Form. In den vergangenen neun Spielen kassierte das Team von Trainer Holger Schwabe nur eine Niederlage. Grund des Erfolgs ist zuletzt Paul Hepner. Der 30-Jährige traf für die Levester in den vergangenen fünf Partien ganze 17 Mal. Gegen den TSV Barsinghausen II (11:0) erzielte er ganze sieben Tore.

„Meine Mitspieler haben es mir aber sehr leicht gemacht. Bei mir haben einfach die Laufwege und der Abschluss gestimmt“, sagt Hepner. Nach seinem Formanstieg konnte sich der Levester in der Torjägerliste bereits ganz oben festsetzen. Mit 21 Treffern sitzt er dem aktuellen Top-Torschützen Niklas Roemgens vom SV Wilkenburg (23 Tore) dicht im Nacken. Und das, obwohl er sich eigentlich auf einer ganz anderen Position zu Hause fühlt. „Der Trainer hat mich in den letzten fünf Spielen als Mittelstürmer eingesetzt“, sagt Hepner. „Meine Lieblingsposition ist aber das offensive Mittelfeld. “ Zuvor hat Hepner bereits als Innenverteidiger, Linksverteidiger, Flügelspieler und im defensiven Mittelfeld gespielt. „Ich spiele da, wo ich gebraucht werde. Oft weiß ich vor dem Spiel noch gar nicht, auf welcher Position ich spiele“, sagt er.

​Fußballspieler und Familienvater

Hat Trainer Schwabe nun zum Ende der Spielzeit noch seinen Top-Torjäger für die neue Saison gefunden? Nicht ganz, denn Hepner überlege seit geraumer Zeit, wie seine Laufbahn im Fußball weitergehen soll. „Seit zwei Jahren will ich eigentlich aufhören mit dem Fußball“, sagt er. „Diese Saison sollte meine letzte sein. Aber wenn man 24 Jahre lang Fußball spielt, kann man sich nur schwer trennen.“ Der Grund für den Rücktritt sei seine Familie. Hepner hat zusammen mit seiner Frau einen kleinen Sohn (1 ½ Jahre), die Spiele am Wochenende belasten sein Zeitmanagement. „Wenn ich sonntags um 17 Uhr nach Hause komme und mein Sohn um 20 Uhr schlafen geht, dann habe ich einfach sehr wenig von meiner Familie“, sagt Hepner.

Die Entscheidung pro Familie und contra Fußball sei trotzdem noch längst nicht gefallen. Mehrere Optionen wolle er sich bis in den Sommer offen halten. Bei den Levestern spielt Paul zusammen mit seinem Bruder Max. „Vom Spielerischen sind wir sehr ähnlich. Auf dem Platz verstehen wir uns deshalb quasi blind“, sagt Hepner, der erst seine erste Spielzeit bei den Levestern spielt. Zuvor kickte der Familienvater beim TUS Garbsen und spielte dort sogar in der Landesliga. Weil ihn das Sportliche reizt sei sogar ein Vereinswechsel eine Option. Es soll sogar bereits ein Angebot von einem Bezirksligisten vorliegen.

Paul Hepner trifft sieben Mal gegen den TSV Barsinghausen II. © Christian Hanke (Archiv)

Es wird also doch deutlich, dass sich Hepner wohl auch nach dieser Saison in der Kreisliga 3 noch nicht vom Fußball trennen kann. Er werde weiter überlegen und zusammen mit seiner Familie eine Entscheidung treffen. Eins hatte er sich allerdings schon bei der Geburt seines Sohnes vorgenommen: „Ich habe immer gesagt, dass ich so lange spielen möchte, bis mein Junge das erste Mal im Verein gegen einen Ball tritt.“ Demnach müsste Hepner noch über zwei Jahre warten, bis sein Sohn erstmals bei den G-Junioren auf dem Platz stehen darf. Die Tendenz geht also doch dahin, dass Hepner auch in der kommenden Saison sonntags auf dem Fußballplatz stehen wird – bald vielleicht sogar am Rande des Spielfeldes als anfeuernder Familienvater.

TV Jahn Leveste (Herren) Kreisliga Kreis Hannover-Land Staffel 3 (Herren) Paul Hepner (TV Jahn Leveste) Region/Hannover

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