Fulminantes Länderspieldebüt: Pauline Bremer. © EF

Pauline Bremer, das Supertalent

18-jährige Göttingerin nach ihrem Länderspieldebüt: Treffer "wäre wohl zu schön gewesen"

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Göttingen/Mannheim. Göttingen hat eine Nationalspielerin – und was für eine: Pauline Bremer, die für den Tabellenführer der Frauenfußball-Bundesliga Turbine Potsdam spielt, sorgte bei ihrem Länderspieldebüt gegen Slowenien für Aufsehen. Bundestrainerin Silvia Neid fand den Auftritt des neuen deutschen Supertalents „einfach klasse“, wie sie im Fernsehinterview nach der Partie verdeutlichte.
Die ehemalige SVG-Juniorin war im WM-Qualifikationsspiel in Mannheim vor 7122 Zuschauern in der 60. Minute eingewechselt worden und fügte sich an ihrem 18. Geburtstag gleich gut in das Angriffsspiel des Gastgebers ein. Nach ihrer Hereinnahme erhöhte Deutschland noch von 2:0 auf 4:0, ein Tor blieb der Debütantin aber trotz einiger Chancen verwehrt. „Das hat mich schon geärgert, wäre aber wohl zu schön gewesen“, sagte Bremer am gestrigen Freitag im Telefonat mit dem Tageblatt. Am späten Freitagvormittag befand sich die Fußballerin bereits auf dem Weg zurück nach Potsdam, wo Turbine am Sonntag die TSG Hoffenheim empfängt.
Selbst Optimisten hatten lediglich einen Kurzeinsatz erwartet, doch bereits in der 60. Minute kam Bremer zum Zug –  Neid, die das Talent im Training über den grünen Klee gelobt hatte, warf die Göttingerin beim Stand von 2:0 ins kalte Wasser. Die Fernsehkameras fingen eine befreit lachende Spielerin und – eine Seltenheit – eine lächelnde Bundestrainerin ein. „Ich habe mich sehr gefreut über die Einwechslung“, sagte die 18-Jährige am Tag danach. Zugejubelt wurde ihr unter anderem von den Eltern, ihrer Patentante und ihrer Schwester Viola.
„Am Anfang war ich ein wenig aufgeregt, aber dann hat es sehr viel Spaß gemacht“, berichtete Bremer, die sich vom ersten Moment an von ihren prominenten Mitspielerinnen gut aufgenommen fühlte. Die ehemalige SVGerin überzeugte mit einem fulminantem Antritt und war stets torgefährlich, Neid schwärmte später von ihrer schnellen Ballmitnahme. Ein Torerfolg wollte Bremer aber nicht gelingen. Am nächsten kam sie diesem mit einem Schuss ans Außennetz.
Der Verdruss darüber war allerdings nicht mehr so groß, als auf der Fahrt nach Göttingen, wo sie übernachtete, der Geburtstagskuchen angeschnitten wurde. Auch wenn in diesem Jahr erst noch die WM der U-20-Juniorinnen in Kanada ansteht, scheint nach diesem Auftritt klar zu sein: Pauline Bremer gehört im deutschen Frauenfußball die Zukunft.

Region/Göttingen-Eichsfeld

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