10. Oktober 2018 / 14:30 Uhr

Pennigbüttel-Coach Meyer: "Wir gehen sportlich mit dem Gegner um"

Pennigbüttel-Coach Meyer: "Wir gehen sportlich mit dem Gegner um"

Christian Thiemann
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Pennigbütells Coach Marco Meyer ist bemüht, nach den Vorwürfen seines Trainerkollegen die Wogen zu glätten. © Hans-Henning Hasselberg
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Nach den schweren Vorwürfen der TSG Wörpedorf nach der 0:6-Niederlage gegen Komet Pennigbüttel äußert sich nun dessen Trainer Marco Meyer im Interview

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Herr Meyer, Ihr Trainerkollege Marco Miesner hat nach dem 0:6 schwere Vorwürfe in Richtung Ihrer Spieler erhoben. Wie haben Sie die Partie und das Drumherum beim Spiel gegen die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf wahrgenommen?

Marco Meyer: Also, ich habe während des Spiels wirklich nichts von diesen verbalen Geschichten mitbekommen, die von unserer Bank oder vom Platz gekommen sein sollen. Ich war zu sehr mit unserem Spiel beschäftigt, auf das ich mich fokussiert habe.

Also haben Sie auch nicht gehört, wie beispielsweise ein Fabian Kauf von der Bank aus den Gegner verhöhnt hat, dass dieser zu schlecht für die Liga sei?

Hätte ich das während des Spiels gehört, hätte ich ihn sofort gemaßregelt. So etwas gehört sich nicht und wer uns in Pennigbüttel kennt, weiß eigentlich auch, dass wir immer sportlich mit dem Gegner umgehen. Ich habe mit Fabian auch schon gesprochen und ihm mitgeteilt, dass sich so etwas nicht gehört. Allerdings muss ich auch sagen, dass ein gewisser Trashtalk beim Fußball in einem gewissen Rahmen auch dazugehört.

Das Verhöhnen vom Gegner gehört also dazu?

Das ist ja immer noch Fußball und kein Schach, wo man sich schweigend gegenüber sitzt. Da sind immer Emotionen im Spiel. Dieser Trashtalk ist ein Stück weit ganz normal, dass weiß jeder, der selbst mal Fußball gespielt hat. Und diese Emotionen wollen die Zuschauer letztlich doch auch sehen. Wenn etwas von der Bank kommt, zählt das für mich da aber nicht mit rein.

Sie meinen also eher jene Sprüche, die vom Spielfeld aus – insbesondere auch von Marvin Eberhards – Richtung Wörpedorf und Wörpedörfer Bank kamen?

Genau. Der Junge wird sieben- oder achtmal in der zweiten Halbzeit umgetreten. Dass ihm da irgendwann mal der Kragen platzt und er sich auch mal wehrt, ist doch irgendwo auch verständlich. Ich sehe das nicht so extrem, weil es aus der Emotion herauskommt.

Und wie sahen Sie die Aktion von René Thiel, der seinen Gegenspieler Julian Wacker völlig unnötig umgerannt hat?

Das geht natürlich gar nicht. Dafür hab ich ihn dann ja auch direkt runtergenommen und ihm gesagt, dass ich so etwas nicht sehen will. Mehr kann ich als Trainer in dem Moment ja auch nicht machen.

TSG Wörpedorf erhebt schwere Vorwürfe gegen Komet Pennigbüttel

Stimmt es denn, dass Thiel sich die fünfte Gelbe Karte absichtlich geholt hat, weil er nächste Woche ohnehin im Urlaub ist?

Es stimmt, dass René nicht da ist, aber ich glaube, dass diese Aktion eher zufällig war. Ich will ihm da keine Absicht unterstellen. Viel trauriger finde ich, wie der Schiedsrichter von der gegnerischen Seite an die Wand genagelt wurde, weil er Vinzenz van Koll für sein zweites Foul nicht sofort Gelb-Rot gibt.

Danach haben Sie van Koll dann ja auch direkt ausgewechselt . . .

Ja, aber der Schiedsrichter hat doch alles richtig gemacht in der Situation. Er hat unserem Spieler gesagt, dass er sich nichts mehr erlauben darf. Das Fingerspitzengefühl war gut, und mit der Auswechslung habe ich natürlich sofort darauf reagiert.

Was sagen Sie denn zu dem Vorwurf, Sie hätten die unfairste Mannschaft der Liga?

Also, wir mussten uns verbal schon deutlich schlimmere Sachen in dieser Saison gefallen lassen. Aber nicht nur deshalb sehe ich das Ganze definitiv anders. Ich will das jetzt im Nachgang auch gar nicht mehr so hochkochen. Ich hätte mir gewünscht, dass Marco Miesner nach dem Spiel direkt auf mich zugekommen wäre, dann hätten wir einiges sofort aus der Welt schaffen können. Den Weg so über die Presse zu gehen, fand ich falsch, zumal beim gemeinsamen Shakehands nach dem Spiel alles gut schien. Deshalb habe ich mich im Nachhinein dann auch sehr gewundert über seine Aussagen. Wenn es denn alles so extrem schlimm gewesen wäre, dann hätten sich ja nach Spielschluss nicht alle die Hände gegeben.

Also sagen Sie, das war alles im Rahmen, was während des Spiels geschehen ist?

Ja, so ein Spruch eines Spielers aus der Emotion heraus gehört nun mal einfach dazu. Und über das, was von der Bank kam, haben wir intern bereits gesprochen. Ich hoffe auch, dass das jetzt abgehakt ist. Wir waren gerne bei der Sportwoche in Grasberg und würden da auch gerne nächstes Jahr hinfahren. Und falls so etwas noch mal vorkommen sollte, dann hoffe ich, dass wir das unter uns klären können.

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