DSC_4843_print_JensWöltjen Zupacken, oben bleiben: Pennigbüttels Jens Wöltjen (hier im Test gegen Stinstedt) will wieder angreifen. © Tobias Dohr
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Pennigbüttel: Vorbereitung dämpft die Erwartungen

Der Bezirksligist SV Komet Pennigbüttel fliegt etwas unter dem Radar - und fühlt sich merklich wohl in der Rolle des Außenseiters

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Der SV Komet Pennigbüttel fliegt mal wieder unter dem Radar. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Landesliga-Absteiger praktisch bei keinem anderen Verein im Notizblock steht. Lilienthal-Falkenberg, Hambergen, Verden oder Bassen – das sind die Namen, die fallen, wenn es um die allseits erwarteten Meisterschaftsaspiranten geht. Aber Pennigbüttel? Wird irgendwie ignoriert. Das stört bei den Lila-Weißen natürlich niemanden. Man fühlt sich wohl in der Rolle des Außenseiters. Dennoch ist diese Einschätzung überraschend, wie ein Blick auf den Kader beweist. Denn Neutrainer Marco Meyer und sein Co-Trainer Norman Thies haben bis auf Nico Kulanek den kompletten Kader zusammenhalten können. Kulanek hat wiederum bereits seit vergangenem Herbst nicht mehr spielen können. Stattdessen haben die Pennigbütteler mit den Neuzugängen Ole Pasbrig, Oleg Zelesov, Simon Jamin und Lars van Bree sogar noch Qualität und Quantität hinzugewonnen.

Bis auf Kulanek geht nun also fast der komplette Bezirksliga-Meisterkader des vorherigen Jahres an den Start. Aufgewertet noch durch ein Jahr Landesliga-Erfahrung. Und dennoch scheint niemand ernsthaft mit den „Kometen“ zu rechnen. „Hambergen, Lilienthal oder Verden spielen nun mal deutlich offensiver als wir. Das sorgt dann natürlich auch für mehr Aufsehen“, versucht sich Marco Meyer in einer Erklärung und erinnert an die Meistersaison in der Bezirksliga. Da wurden die Lila-Weißen bis weit in die Rückrunde hinein nicht als ernsthafter Titelkandidat wahrgenommen. Alle rechneten wöchentlich mit dem Einbruch - doch der kam bekanntlich nicht.

Eigentlich kann Meyer mit dem allgemeinen Understatement auch bestens leben. Mehr noch. Er findet es tatsächlich auch angebracht: „Wir hatten eine sehr durchwachsene, teilweise sogar besorgnisserregende Vorbereitung.“ Anfang Juli hatten Meyer und Thies nur mit Krampf elf Spieler für die anstehenden Testspiele zusammengekriegt. Erst seit knapp einer Woche läuft es in die richtige Richtung. Dennoch fallen etliche Leistungsträger aus: Aboubaker „Pepe“ Diomande fehlt mit einem Achillessehnenriss bis Jahresende, Ahmed Fadika wird beruflich bedingt kaum noch zur Verfügung stehen, Fabian Kauf lässt sich demnächst an der Schulter operieren und fehlt dann ebenfalls monatelang.Lars van Bree, der in der Vorbereitung eindeutig zu den Gewinnern zählte, kann studienbedingt demnächst nicht mehr mittrainieren. Und auch Stammtorwart Philip Böttjer weilt derzeit für sechs Monate in Stuttgart. Im ersten Punktspiel gegen den FC Worpswede wird deshalb wohl Youngster Alexander Krenz zwischen den Pfosten stehen, der die Gunst der Stunde nach den Verletzungen der anderen Torhüter Ole Pasbrig, Filip Rucki und Aboubakar von Oehsen genutzt hat.

Taktisch gehe es in den kommenden Wochen vor allem darum, sich wieder mehr am eigenen Offensivspiel auszurichten. Wobei Meyer gleich einmal die Erwartungen bremst: „Die Jungs haben ein Jahr lang komplett verteidigt, da werden wir jetzt kaum 100 Tore schießen.“ Auf der anderen Seite weiß der neue Coach aber eben auch, dass er da eine ebenso hoch veranlagte wie homogene Truppe übernommen hat. Eine, die sich in der Bezirksliga sicher vor keinem verstecken braucht und nach einem ganz harten Jahr endlich wieder beweisen will. In Kapitän Rafael Monsees, den Innenverteidigern Jens Wöltjen und Stefan Hobbie, oder den Mittelfeldkräften Joschua Zurek, Marvin Eberhards und Jan Kleen hat das Trainerduo gehobenes Bezirksliganiveau in seinen Reihen. Und dann ist da ja auch noch Altmeister Rene Thiel, der auch mit 40 Jahren nichts von seinem Torinstinkt eingebüßt hat. Die riesigen Fußstapfen von Vorgänger Malte Jaskosch versuchen Meyer und Thies übrigens nicht übermäßig zu beachten. „Wir sind uns dessen natürlich bewusst, aber so etwas wird immer dann schwierig, wenn man sich darüber zuviel Gedanken macht.“ Und überhaupt: „Wieso sollen wir Sachen, die das Team beherrscht, nun auf einmal komplett beiseite schieben, nur weil wir uns abgrenzen wollen?“ Klingt logisch. Übrigens: Unter dem Radar fliegen, das hat diese Mannschaft vom SV Komet Pennigbüttel die letzten Jahre ziemlich gut beherrscht.

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