11. Januar 2019 / 08:25 Uhr

Petros Kalas will mit den L.E. Volleys zurück in die 2. Liga

Petros Kalas will mit den L.E. Volleys zurück in die 2. Liga

Christian Dittmer
Im Anflug auf Liga zwei: Petros Kalas und die L.E. Volleys.
Im Anflug auf Liga zwei: Petros Kalas und die L.E. Volleys. © Andre Kempner
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Die "Mission Aufstieg" beginnt mit dem Heimspiel am Samstag gegen den TSV Friedberg. Das Hinspiel verlor das Team von Christoph Rascher glatt mit 0:3. 

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Leipzig. Fast wäre er beim Basketball gelandet. „Mein Vater war ein guter Spieler und hat mich, als ich 14 war, zum Training bei Peristeri geschickt“, erzählt Petros Kalas. Doch nebenan trainierten auch die Volleyballer und der junge Grieche fing schnell Feuer. „Es war die beste Entscheidung in meinem Leben“, betont Kalas zehn Jahre später beim Fitness-Training in der Leplay-Halle.

Denn der Mann aus der Hauptstadt lernte schnell und durfte mit 18 seine ersten Schmetterbälle im Nachwuchs von Olympiakos Piräus schlagen. Nach und nach wuchs bei ihm der Gedanke, ein Profi zu werden. In Griechenland ist dies – auch wegen der anhaltenden Finanzkrise – ein schwieriges Unterfangen, sodass Kalas neben dem Training und einem Studium der Theologie arbeiten ging. „Ich habe kaum geschlafen“, erinnert sich der heute 24-Jährige. Zuletzt arbeitete er im Winter auf Rhodos als Kellner.

So traf es sich perfekt, als über seinen Agenten im Sommer eine Anfrage der L.E. Volleys bei ihm eintrudelte. Ins Ausland habe er sowieso gehen wollen und an Deutschland gefalle ihm Disziplin und Ordnung, erzählt der Außenangreifer. Auch, dass die Leipziger in die 3. Liga abgestiegen waren, störte nicht: „Die L.E. Volleys haben für mich das beste Team in dieser Liga und wir werden in die 2. Liga zurückkehren.“ Anfangs bereitete dem 1,91-Meter-Mann die Sprache einige Probleme. Aber inzwischen hat er auch sportlich ins Team gefunden und eine Wohnung in Reudnitz bezogen. „Petros ist sehr fleißig und lernt schnell dazu“, sagt Trainer Christoph Rascher. „Zu Beginn war es auch wegen einiger Verletzungen schwierig für ihn. Doch mittlerweile ist er eine sportliche Hilfe.“

Griechischer Meister und Pokalsieger

Und wie geht es langfristig weiter? „Ich fühle mich wohl in Leipzig und könnte mir auch bei einem Nicht-Aufstieg vorstellen, hierzubleiben“, antwortet der Gewinner der griechischen Meisterschaft und des Pokals 2014. Andererseits würde er gerne andere europäische Länder kennenlernen. „Sollte ein gutes Angebot etwa aus Finnland oder Belgien kommen, würde ich auch dahin wechseln.“

Erst einmal steht die Rückrunde in der 3. Liga an und da geht’s für die Volleys am Samstag gegen den TSV Friedberg (19 Uhr, SH Brüderstraße). In der Hinrunde gab’s am 3. Spieltag eine 0:3-Abreibung bei den Bayern, doch seitdem hat das Rascher-Team nur eine Partie verloren und Friedberg in der Tabelle überholt. Aktuell steht L.E. auf Rang drei zwei Plätze vor dem TSV. „Es wird eine schwierige Partie für beide Teams nach der langen Weihnachtspause“, sagt Kalas. „Aber wir wollen unbedingt gewinnen, auch aus psychologischen Gründen. Denn dann würden wir in der Brüderhalle ungeschlagen bleiben.“

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