06. Februar 2018 / 20:59 Uhr

Pfingstbier oder Kreispokal beim SV Victoria Sachsenhagen?

Pfingstbier oder Kreispokal beim SV Victoria Sachsenhagen?

Uwe Kläfker
Stanislav Gutsch (rechts) ist gesperrt, wird der FSG im Punktspiel beim SC Auetal fehlen.
In der letzten Saison fand das Endspiel um den Kreispokal zwischen SC Auetal und FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen am Pfingstmontag statt. © Archiv
Anzeige

Sachsenhagen bekommt Zuschlag für die Ausrichtung der Endspiele am Montag und kämpft mit personellen Probleme

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Die Fußballsparte des SV Victoria Sachsenhagen hat den Zuschlag für die Ausrichtung des Kreispokalfinales bekommen. Ein Heimfinale wird es am Montag, 21. Mai, nicht geben, denn die Gelb-Schwarzen sind bereits im Achtelfinale am SV Engern gescheitert. Um den Termin des Finales hat sich aber eine Diskussion entzündet.

„Wir haben einen Antrag gestellt, das Finale auf den Pfingstsonnabend zu verlegen“, erklärt Thomas Windhorn, Spartenleiter der Sachsenhäger Fußballer, auf Nachfrage der SN, und schiebt die Begründung nach: „Es findet am Montag das traditionelle Auhäger Pfingstbier statt. Da geht es unter anderem mit einem Umzug ordentlich zur Sache. Uns gehen viele Zuschauer und Helfer verloren.“

Der Spielausschuss des Fußballkreises Schaumburg um den Vorsitzenden Frank Fahlbusch hat den Antrag bereits abgelehnt. „Es bleibt beim Montag. Wir sind davon überzeugt, dass dieser Tag besser ist, weil mehr Zuschauer kommen.“ Die Fans hätten ein langes Wochenende vor sich, müssten sich erst am Montag auf dem Sportplatz einfinden, so der Funktionär.

Im vergangenen Jahr waren zur Begegnung des SC Auetal gegen die FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen (1:2) mehr als 1000 Zuschauer zum damaligen Austragungsort auf den Wiedensahler Sportplatz gekommen. Im Jahr zuvor war das Endspiel (in Nienstädt) erstmals am langen Pfingstwochenende von Sonnabend auf Montag geschoben worden. „Auch dort ist der Montag sehr gut gelaufen“, erklärt Fahlbusch das Festhalten am geplanten Spieltag. Windhorn hält dagegen: „Das Wetter passte damals, die Begegnung war auch top und außerdem ist Wiedensahl ein Magnet, da ist bei Veranstaltungen immer etwas los. Am Pfingstsonnabend seien diesmal auch keine Bundesliga- oder Champions-League-Spiele angesetzt, so der Spartenleiter.

Bereits im vergangenen Jahr gab es Streit um den Termin am Montag, weil der SC Auetal zwei Tage später zum ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in den Fußball-Bezirk antreten musste – und letztlich scheiterte. Damals war es noch der Kreisvorsitzende Marco Vankann (in Personalunion als Spielausschussvorsitzender), der im Interview mit den SN eine Verlegung für nicht notwendig erachtete.

„Wir können nicht immer alles mit den Vereinen ausdiskutieren. Der Termin war bei der Bewerbung bekannt“, sagt nun auch Fahlbusch. Man habe sich die Entscheidung aber nicht leicht gemacht, „es war nicht einstimmig“, erklärt der Niedernwöhrener.

Der SV Victoria Sachsenhagen will sich noch nicht geschlagen geben, die noch im Wettbewerb befindlichen Vereine anschreiben. „Wir würden es aber auch am Montag durchziehen, wegen der Feier im Nachbarort fehlen aber viele helfende Hände. Der Sonnabend wäre echt besser für uns“, hofft der Spartenleiter noch auf eine Terminwende.

Kommentar von SN-Sportredakteur Uwe Kläfker

Flexibel bleiben

Das Pfingstwochenende steht in Schaumburg seit Jahren im Zeichen der Kreispokalfinalspiele. Früher immer am Sonnabend, seit drei Jahren am Montag. Vereine dürfen sich um die Austragung bewerben und möchten bei Zuschlag möglichst viele Zuschauer begrüßen, schließlich ist über die Gastronomie zusätzliches Geld zu verdienen. Der Erfolg eines Endspiels hängt dabei mit ziemlicher Sicherheit nicht davon ab, ob am langen Wochenende sonnabends oder montags gespielt wird, sondern viel mehr davon, welche Teams gegeneinander antreten. Vielleicht sollte dazu übergegangen werden, den austragenden Verein über den Tag entscheiden zu lassen, denn an der Organisation hängt viel Arbeit. Die Funktionäre kommen, trinken ein Bier und übergeben bestenfalls noch den Pokal. Die Arbeit bleibt am austragenden Verein hängen. Nicht zu vergessen sind auch die Teilnehmer des Endspiels, vor allem der Sieger möchte es anschließend krachen lassen. Wenn aber am nächsten Tag die Arbeit ruft, ist der Spaßfaktor nicht ganz so groß. Nun sind die ehrenamtlichen Funktionäre des Spielausschusses von den Vereinen gewählt und haben die Entscheidung pro Montag demokratisch getroffen. Ein wenig Flexibilität könnte aber nicht schaden.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Schaumburg
Sport aus aller Welt