Judit Görög-Brinkmann und Tochter Olivia fühlen sich in Deutschland pudelwohl. Die Ungarin ist hier heimisch geworden. Judit Görög-Brinkmann und Tochter Olivia fühlen sich in Deutschland pudelwohl. Die Ungarin ist hier heimisch geworden. © jö
Judit Görög-Brinkmann und Tochter Olivia fühlen sich in Deutschland pudelwohl. Die Ungarin ist hier heimisch geworden.

Physiotherapeutin des FC Stadthagen Judit Görög-Brinkmann

Von Budapest bis Hespe: Sie will nach zwei Jahren zurück, bleibt aber für immer

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Irgendwas kommt immer dazwischen, deshalb ist das Leben nur bedingt planbar. Auch bei Judit Görög-Brinkmann kam was dazwischen – neue Perspektiven und natürlich die Liebe. „Eigentlich wollte ich nämlich nur zwei Jahre in Deutschland bleiben“, erzählt die 40-jährige Ungarin, die den Bezirksligisten FC Stadthagen als Physiotherapeutin unterstützt und heute mit ihrem Mann Björn und ihrer kleinen Olivia in Hespe wohnt.

Ihr Weg Richtung Deutschland begann vor 18 Jahren in Budapest. Judit hatte bereits ein Sportstudium hinter sich, spielte in Ungarn in der Ersten Liga erfolgreich Handball und entwickelte einen ergänzenden Berufswunsch – Physiotherapeutin. Weil die Schulen in Ungarn unbezahlbar für sie waren, heuerte sie beim westfälischen TV Lenzinghausen in der Regionalliga an, wollte eigentlich nur zwei Jahre in Deutschland Handball spielen und nebenbei Geld verdienen, um sich in Ungarn die Schulgebühren leisten zu können.

Doch es kam anders: Sie könne die Ausbildung doch auch hier machen, wurde ihr erklärt. Natürlich nur, wenn sie die deutsche Sprache beherrsche. Judit lernte fleißig und wechselte zur damaligen VT Bückeburg in die zweite Liga. Dass der Verein wegen seiner großspurigen Handballambitionen später in die Pleite steuerte, findet Judit Görög-Brinkmann traurig. Sie mag diese „schwarze Zeit“ nicht groß vertiefen.

Viel wichtiger war, dass sie ihren Mann Björn kennenlernte, der „ein typischer Hesper Junge“ ist, wie sie gut gelaunt feststellt. Durch ihn blieb sie endgültig in Schaumburg hängen. Längst spricht sie perfekt Deutsch, mit einem liebenswerten ungarischen Akzent im Hintergrund. Sie fühlt sich wohl in Deutschland und in Schaumburg. Aber hat sie nicht doch manchmal Heimweh? „Seit ich eine Familie habe, überhaupt nicht mehr“, erzählt sie.

Als sie frisch nach Deutschland kam, war das natürlich anders. Judit findet mittlerweile auch die norddeutsche Mentalität in Ordnung. „Die Menschen hier wirken zunächst vielleicht kühl, aber sind als Freunde treu, ehrlich und verlässlich“, findet sie. Judit arbeitet in Meerbeck in der Physiotherapiepraxis von Sabine Hartmann und wurde vor einigen Jahren von Steffen Mitschker zum FC Stadthagen gelockt. Dass sie die quicklebendige Olivia manchmal zum Sportplatz mitnimmt, war seinerzeit mit ihm und ist heute mit Trainer Oliver Nerge abgesprochen.

Erfolgreiche Sportler gelten als ehrgeizig, fleißig und zielstrebig. Dieses Merkmal wirkt bei Judit bis heute nach, sogar bis tief in die abendliche Freizeit. Sie liest viel, aber keine Romane, sondern Fachbücher. Ihr großes Interesse gilt neuen Methoden in der Physiotherapie. Von Budapest nach Hespe. Von der Donau an den Mittellandkanal. Judit Görög-Brinkmann scheint alles richtig gemacht zu haben.

Region/Schaumburg FC Stadthagen (Herren) Bezirksliga Bezirk Hannover Staffel 2 (Herren) FC Stadthagen

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige