06. Februar 2018 / 10:55 Uhr

Pia Wolter wechselt nach Wolfsburg

Pia Wolter wechselt nach Wolfsburg

Stefan Freye
Pia Wolter+
Ein Bremer Fußball-Talent, das sich weiterentwickeln will - und dafür Bremen verlässt. Pia Wolter wechselt zum Sommer zum VfL Wolfsburg. © nordphoto
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20-Jährige verlässt Werder Bremen, der für sie immer ein besonderer Verein bleiben wird

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Es gibt Sachen, von denen man glaubt, sie würden einfach zusammengehören. Der Bremer Marktplatz und der Roland zählen sicher dazu, auch das Weserstadion und der Osterdeich gehören in diese Kategorie. Bei Pia Wolter und Werders Fußballerinnen verhält es sich ganz ähnlich: Seit 2011 tritt die 20-jährige Bremerin im Werder-Trikot an, in den vergangenen Jahren gehörte sie zum Stamm der 1. Frauenmannschaft, daneben arbeitet sie für den Verein und ist die Tochter von Thomas Wolter, Werder-Legende und Sportlicher Leiter des grün-weißen Leistungszentrums.

Es gibt einige Aspekte im Leben der jungen Kickerin, die für eine feste Verbundenheit mit den Grün-Weißen sprechen. Und doch wird Pia Wolter den Verein verlassen im Sommer. Sie wird dann für den VfL Wolfsburg antreten, den zweimaligen Gewinner der Champions-League und amtierenden Double-Sieger. „Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, da
Werder für mich ein besonderer Verein ist und immer sein wird“, wird Wolter in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

Pia Wolter ist eben nicht nur ein großes Talent, das den SV Werder in den vergangenen Jahren in den Juniorenmannschaften des DFB vertreten hat und nun auch eine Perspektive in Richtung der Frauen-Nationalmannschaft besitzt. Sie hat auch gewisse Ambitionen. „Es ist für mich an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen, diese Chance erhalte ich in Wolfsburg“, fügt Pia Wolter also hinzu. Dass ihre „volle Konzentration“ der Rückrunde mit Werders Bundesligateam gilt, unterstreicht sie natürlich auch.

Aber darauf wäre man angesichts ihrer als vorbildlich geltenden Einstellung auch selbst gekommen. Weitaus wichtiger erscheint, was ihr Wechsel für den Verein und das Projekt Frauenfußball im SV Werder bedeutet. Schließlich ist Pia Wolter nach Stefanie Sanders im letzten Sommer bereits das zweite herausragende Talent, das sich zu einem Wechsel entschieden hat. „Aber Stefanie kehrt bald aus den USA zurück, und dann werden wir sehen, ob wie sie nicht wieder integrieren können“, sagt Hubertus Hess-Grunewald hoffnungsvoll.

Der für Werders Frauenfußball zuständige Geschäftsführer weiß allerdings auch um den Standortnachteil seines Vereins. „Der VfL Wolfsburg besitzt ganz andere finanzielle Möglichkeiten und Perspektiven“, sagt Hess-Grunewald. Deshalb müsse man die Entscheidung von Pia Wolter respektieren, bei allem Bedauern. Auch Carmen Roth findet es vor allem
„schade“, dass sie ab dem Sommer ohne Pia Wolter auskommen muss. „Pia ist bei Werder groß geworden, hier zur Junioren-Nationalspielerin herangereift und hat sich stets vorbildlich mit dem Verein identifiziert“, betont Werders Trainerin.

Für Birte Brüggemann ist Wolters Weggang Richtung Wolfsburg allerdings auch ein Zeichen dafür, dass „wir in der Ausbildung junger Spielerinnen hervorragende Arbeit leisten“. Die Abteilungsleiterin hätte Pia Wolter aber schon „gerne in ihrer weiteren Entwicklung begleitet“. Oder eben anders herum: Mit der talentierten Allrounderin verliert Werder eine Spielerin, die eigentlich eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Mannschaft spielen sollte.

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