20. Februar 2018 / 10:44 Uhr

Platzsturm und Guardiola-Gerangel: Unfassbare Tumulte bei ManCity-Pleite 

Platzsturm und Guardiola-Gerangel: Unfassbare Tumulte bei ManCity-Pleite 

Dennis Ebbecke
Raus aus dem FA-Cup - mit einem Knall: Manchester-City-Trainer Pep Guardiola ist mit Wigan-Coach Paul Cook aneinander geraten.
Raus aus dem FA-Cup - mit einem Knall: Manchester-City-Trainer Pep Guardiola ist mit Wigan-Coach Paul Cook aneinander geraten. © Getty
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Bei diesem FA-Cup-Spiel war nicht nur Wigans Siegtorschütze Will Grigg on fire. Beim Sieg des Drittligisten gegen Manchester City kochten im Stadion die Emotionen über. Ob Spieler, Trainer oder Fans: Alle trugen ihren Teil zum Chaos bei.

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Diese Partie hatte alles zu bieten, was man sich von einem packenden Pokalspiel nur wünschen kann - zumindest wenn man Emotionen sehen möchte. Aus fußballerischer Sicht ist die Geschichte des FA-Cup-Achtelfinals zwischen Wigan Athletic und Manchester City jedenfalls schnell erzählt: Der Drittligist siegte gegen den drückend überlegenen Premiere-League-Spitzenreiter mit 1:0, weil Will Grigg seine Chance in der 79. Minute nutzte. Damit machte der nordirische Kult-Kicker der EM 2016 ("Will Grigg's on Fire") den Einzug des Underdogs ins Viertelfinale perfekt.

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Noch unfassbarer als die sportliche Sensation waren jedoch die Geschehnisse, die sich rund um dieses hitzige Spiel ereigneten. Alles begann mit einer Roter Karte gegen ManCitys Fabian Delph. Der Schiedsrichter Anthony Taylor hielt zunächst die Gelbe Karte in der Hand, entschied sich dann aber doch für den Platzverweis.

Aufgrund dieser strittigen Situation brannten bei Pep Guardiola offensichtlich die Sicherungen durch. Der Star-Trainer der Citizzens knöpfte sich den Unparteiischen unmittelbar nach dem Pausenpfiff im Spielertunnel vor.

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Wurde Pep Guardiola tatsächlich handgreiflich?

Bereits zuvor war es zwischen dem Spanier und seinem Trainerkollegen Paul Cook an der Seitenlinie zu leichten Handgreiflichkeiten gekommen. Pep war kaum noch zu halten, da er sich über eine Unsportlichkeit des Wigan-Coaches geärgert haben soll. Cook hatte angeblich einen Platzverweis gefordert. In den Katakomben soll sich das Kräfteverhältnis angeblich gedreht haben, sodass der Trainer der Hausherren zurückgehalten werden musste.

Laut des Schweizer "Blicks" spielte Guardiola die Situation in der Pressekonferenz zwar herunter, seinen Worten war dennoch eine gewisse Verärgerung zu entnehmen: "Wenn ihr etwas über Fußball fragen wollt, fragt. Aber im Tunnel ist nichts passiert. Cook sollte auf seiner Position bleiben, das ist alles. Sie waren ein äußerst aggressiver Gegner." Letzteres Prädikat traf auch auf die beiden Fan-Gruppen zu. Als die euphorisierten Anhänger des Drittligisten den Platz stürmten, drohte die Stimmung zu kippen.

Fliegende Fäuste und Werbewände - Agüero mitten im Geschehen

Die Stewards vor Ort hatten alle Hände voll zu tun. So wurde Sergio Agüero von einem "Wigan-Choaten" mit den Fäusten attackiert, konnte sich im letzten Moment noch befreien. Zudem fassten es die mitgereisten ManCity-Fans als Provokation auf, dass sich die Platzstürmer direkt vor dem Gästeblock versammelt hatten, um lautstark den Sieg ihres Teams zu feiern. Die Folge: Einige Anhänger auf der Tribüne warfen herausgerissene Werbewände in Richtung Spielfeld. All diese Szenen haben auf einem Fußballplatz nichts zu suchen. Dies ist auch als Appell an die Verantwortlichen zu verstehen, die die aufgehitzte Stimmung mit ihren Aktionen weiter befeuert haben.

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