Trübe Aussichten: Michael Görner, neuer Präsident vom Drittligisten FSV Frankfurt, stellt am Dienstag Insolvenzantrag. Damit ist der Abstieg so gut wie besiegelt. Trübe Aussichten: Michael Görner, neuer Präsident vom Drittligisten FSV Frankfurt, stellt am Dienstag Insolvenzantrag. Damit ist der Abstieg so gut wie besiegelt. © dpa
Trübe Aussichten: Michael Görner, neuer Präsident vom Drittligisten FSV Frankfurt, stellt am Dienstag Insolvenzantrag. Damit ist der Abstieg so gut wie besiegelt.

Pleite: Drittligist FSV Frankfurt meldet Insolvenz an

Nun ist es amtlich: Nach der sportlichen Talfahrt und dem Rücktritt des Präsidiums ist der Fußball-Drittligist auch wirtschaftlich am Ende. Die Schulden belaufen sich auf mehrere Millionen Euro. Zahlungsunfähigkeit und der damit verbundene Punktabzug ist gleichbedeutend mit dem Abstieg aus der 3. Liga. Die Beschwerde von Klassenkonkurrent VfR Aalen gegen den Punktabzug wegen dessen Insolvenzantrags vom Februar wurde vom DFB am Dienstag abgewiesen.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Nach dem sportlichen Absturz der vergangenen Monate ist der Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt nun auch wirtschaftlich am Ende. Die Fußball GmbH des Traditionsvereins stellte am Dienstag einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des neuen Präsidiums und des Aufsichtsrates vom Montagabend, wie der Verein mitteilte.

„Das war ein alternativloser Schritt“, sagte Michael Görner am Dienstag. „Um Rechnungen bis zum 30. Juni zu bezahlen, hätten wir 400 000 Euro an Liquidität generieren müssen.“ Außerdem hätten ohne diesen Schnitt rund drei Millionen Euro an Schulden mit in die nächste Saison - aufgrund der sportlichen Lage wohl in der 4. Liga - mitgenommen werden müssen. Görner hofft durch das Insolvenzverfahren, dass es zumindest in der tieferen Klasse 2017/18 weitergeht: „Wir haben den Anspruch, im nächsten Jahr in der Regionalliga zu spielen.“ Nach dem sportlichen Absturz der vergangenen Monate hatte der Zweitliga-Absteiger aus Frankfurt am Dienstagmorgen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter Fabio Algari soll bereits am Mittwoch seine Arbeit aufnehmen.

Als Strafe droht dem FSV der Abzug von neun Punkten, was praktisch gleichbedeutend mit dem Abstieg aus der 3. Liga wäre. Dort sind die Hessen nur Tabellenvorletzter und haben sechs Spieltage vor Saisonende bereits fünf Punkte Rückstand auf den rettenden 17. Platz. Medienberichten zufolge hat sich bei den Frankfurtern durch Altschulden aus Zweitliga-Zeiten sowie Etatlücken der laufenden Saison ein Defizit von mehreren Millionen Euro angehäuft.

In einem ähnlich gelagerten Fall hat der DFB Frankfurts Ligakonkurrenten VfR Aalen mit neun Punkten Abzug in der laufenden Spielzeit bestraft. Der Klub legte dagegen Beschwerde ein, die am Dienstag vom DFB-Präsidium abgewiesen wurde. Ein Ausnahmefall liege nicht vor. Der Verein behält sich vor, Verwaltungsbeschwerde beim DFB-Bundesgericht einzureichen. Kann er den Punktabzug nixcht verhindern, wäre Aalen raus aus dem Aufstiegsrennen und fiele von Platz vier auf Platz 13 zurück.

3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren) FSV Frankfurt 1899 (Herren)

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige