06. Dezember 2018 / 17:44 Uhr

Plötzlich in der Hauptrolle: Vanessa Fischer ist Rückhalt für Turbine Potsdam

Plötzlich in der Hauptrolle: Vanessa Fischer ist Rückhalt für Turbine Potsdam

Christoph Brandhorst
Rettet in der ersten Hälfte mehrmals stark das Remis für Turbine Potsdam: Torfrau Vanessa Fischer.
Vanessa Fischer wird wohl auch in den beiden letzten Spielen des Jahres zwischen den Turbine-Pfosten stehen. © Jan Kuppert
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Eigentlich war die 20-Jährige als Nummer zwei in die Saison gestartet. Nach der Verletzung von Lisa Schmitz rückte Vanessa Fischer aber zwischen die Pfosten - dort wird sie wohl auch in den letzten Spielen des Jahres stehen.

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Eigentlich waren die Rollen im Turbine-Tor zum Saisonbeginn klar verteilt: Lisa Schmitz, die Nationaltorhüterin, ist die klare Nummer eins, die 20-jährige Vanessa Fischer ihr Ersatz. Fünf Monate später stehen für das Eigengewächs des Potsdamer Frauenfußball-Bundesligisten schon acht Liga-Einsätze zu Buche. Weil Lisa Schmitz noch immer an einem langwierigen Muskelfaserriss laboriert, ist Vanessa Fischer seit Wochen gefordert – und ein starker Rückhalt für ihr Team.

Die Angreiferinnen des VfL Wolfsburg (49 Tore in elf Spielen) bissen sich am Mittwochabend beim 1:1 (0:0) gleich reihenweise die Zähne an der Turbine-Schlussfrau aus, die in Frankfurt (Oder) geboren wurde und 2011 zur Sportschule nach Potsdam kam.

In Bildern: Turbine Potsdam erkämpft 1:1 gegen Ligaprimus VfL Wolfsburg.

Turbines Gina Chmielinski (r.) im Duell mit Wolfsburgs Noelle Maritz. Zur Galerie
Turbines Gina Chmielinski (r.) im Duell mit Wolfsburgs Noelle Maritz. © Jan Kuppert
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Trotz der Einsatzzeit, die Vanessa Fischer in dieser Saison schon sammeln durfte, war die Partie gegen das dominierende Team der Liga immer noch etwas Spezielles für die Torhüterin. „Ich muss zugeben, dass ich schon sehr aufgeregt war. Aber ich denke, dass darf man vor so einem Spiel auch sein“, sagt die angehende Polizeikommissarin. „Das hat sich aber nach den ersten guten Aktionen schnell gelegt“, schiebt sie hinterher.

Davon hatte sie einige gegen den Spitzenreiter. Nur Bundesliga-Top-Torjägerin Ewa Pajor konnte Vanessa Fischer im zweiten Durchgang überwinden. „Die Bedingungen waren auch nicht ganz einfach, der Platz war ein bisschen gefroren, der Ball wurde schneller.“

Dass der U20-Nationaltorhüterin in dieser Saison unverhofft eine Hauptrolle bei Turbine Potsdam zukommt, freut sie natürlich. „Ich bin froh über jedes Spiel, denn gerade in jungen Jahren ist Spielpraxis extrem wichtig, um sich weiterzuentwickeln.“ Die Fortschritte sind auch Cheftrainer Matthias Rudolph nicht verborgen geblieben: "Sie entwickelt sich kontinuierlich weiter, darauf sind wir natürlich stolz", sagte er nach dem Wolfsburg-Spiel.

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Im Frühjahr hat die Keeperin ihr Abitur gemacht. Jetzt gehört sie zur Sportfördergruppe der Polizei Brandenburg, absolviert ihr Bachelor-Studium parallel zum Sport. „Beides ist gut aufeinander zugeschnitten, ich bin flexibel. Was ich durch den Fußball verpasse, muss ich natürlich nachholen“, berichtet Vanessa Fischer.

Volle Konzentration gilt deshalb der Vorbereitung auf das letzte Heimspiel des Jahres am Sonntag um 14 Uhr im Karl-Liebknecht-Stadion. Die TSG Hoffenheim, aktuell Tabellenfünfter, ist zum Rückrundenauftakt zu Gast. „Nach dem Spiel gegen Wolfsburg kann jede von uns selbstbewusst auftreten“, sagt die junge Frau, die bei Turbine fast schon ein alter Hase ist – seit 2014 gehört sie zum Bundesliga-Kader der Fußballerinnen aus der Landeshauptstadt. „Das Hinspiel in Hoffenheim haben wir verloren, also haben wir noch eine Rechnung offen“, weiß Vanessa Fischer.

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<b>Fatmire Lira Alushi:</b> Als sie 2009 aus Duisburg nach Potsdam wechselte, hieß sie noch Bajramaj. Alushi kickte bis 2011 bei Turbine, gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften und 2010 die Champions League. Schon vor ihrem Wechsel nach Potsdam war sie 2007 mit der DFB-Elf Weltmeister geworden. Zur Galerie
Fatmire "Lira" Alushi: Als sie 2009 aus Duisburg nach Potsdam wechselte, hieß sie noch Bajramaj. Alushi kickte bis 2011 bei Turbine, gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften und 2010 die Champions League. Schon vor ihrem Wechsel nach Potsdam war sie 2007 mit der DFB-Elf Weltmeister geworden. ©
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