Finale: Borussia Dortmund schlägt den FC Bayern München und steht im DFB-Pokal-Endspiel gegen Eintracht Frankfurt. Finale: Borussia Dortmund schlägt den FC Bayern München und steht im DFB-Pokal-Endspiel gegen Eintracht Frankfurt. © imago
Finale: Borussia Dortmund schlägt den FC Bayern München und steht im DFB-Pokal-Endspiel gegen Eintracht Frankfurt.

Pokal-Hammer: Borussia Dortmund schlägt FC Bayern im Halbfinale

Das deutsche Gigantenduell hat einen Sieger: Borussia Dortmund gewinnt beim FC Bayern München im Halbfinale des DFB-Pokals und zieht damit ins Finale von Berlin ein. Die Bayern geben einen Vorsprung aus der Hand.

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Was für ein Spektakel! Eine wilde Fahrt, ein Weltklasse-Klassiker des deutschen Fußballs, ein Endspiel vor dem Endspiel. Dieses DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund gestern Abend in München hatte alles, wirklich alles inklusive.

All in – und der BVB im Finale am 27. Mai im Berliner Olympiastadion gegen Eintracht Frankfurt, den Sieger des Elfmeterschießens vom Dienstag gegen Mönchengladbach.

0:1, dann 2:1-Führung für die Bayern, schließlich ein 3:2 für Dortmund. Ein irrer Kick mit allen Emotionen und Unwägbarkeiten im strömenden Regen. „Nach dem 2:1 hat keiner mehr mit uns gerechnet außer wir selbst“, stellte Dortmunds Marco Reus anschließend fest. Und wie sie mit sich selbst rechneten!

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Bayern-Bilanz von Ancelotti plötzlich mager

Thomas Tuchel und seine Dortmunder machten die Bayern nass. „Wir wollen ihnen die Saison vermiesen“, hatte der BVB-Trainer vorher angekündigt. „Wir gewinnen die zweite Halbzeit in München mit 2:0. Wahnsinn!“, jubelte er danach.

Damit sieht die Bilanz von Bayern-Trainer Carlo Ancelotti in seiner Premierensaison mager aus. Nur ein Titel, die Meisterschaft, wenn nicht noch etwas ganz schiefläuft. Nichts wird’s mit Fotos samt Pokal Ende Mai in der Hauptstadt. Der Italiener und seine Arbeit dürften nun in Frage gestellt werden – denn dieser April, angeblich Ancelottis Kernkompetenz, war ein Desaster. Champions-League-Aus gegen Real Madrid, der Pokal-K.-o. Und Tuchel? Er kann nach emotionalen Wochen in Berlin seinen ersten Titel holen, am Ende seines zweiten BVB-Jahres.

Die Partie wogte hin und her, ein Wellenreiten von Torchancen. Die Bayern wirkten motiviert und besessen vom Ziel Finale in Berlin, ja, von ihrem letzten echten Saisonziel. „Wir versuchen, dass Berlin das letzte Spiel für Philipp und Xabi wird“, hatte Arjen Robben mit Blick auf die baldigen Fußball-Pensionäre Lahm und Alonso gesagt. Danach musste Lahm, für den Auftritte im DFB-Pokal nun Geschichte sind, feststellen: „Wir haben nicht so konsequent gespielt, wie wir es von uns gewohnt sind.“

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Das 0:1, der plötzliche Nackenschlag für die Bayern (19.). Entstanden durch einen Fehler von Javi Martínez, der zurück zu Manuel Neuers Stellvertreter im Tor, Sven Ulreich, passen wollte und Raphael Guerreiro die Vorlage lieferte. Der Portugiese tunnelte Ulreich – Pfosten, den Abpraller bekam Lahm nicht mehr geklärt und Reus sagte danke, ein Abstauber.

Ausgerechnet Reus, der beim 1:4 der Dortmunder vor zweieinhalb Wochen in der Bundesliga noch wegen Verletzung außen vor war.

Hummels jubelt nicht bei Führungstor

Doch dann schlugen die Bayern zurück. Einen Alonso-Eckball köpfte Javi Martinez ziemlich frei und ziemlich wütend-wuchtig zum 1:1 ein (29.), BVB-Torwart Roman Bürki rutschte der Ball durch die Beine. Nach dem Ausgleich erhöhten die Bayern das Tempo, drückten den BVB in und an den eigenen Strafraum. Angriff auf Angriff, Chance auf Chance. Die Ancelotti-Bayern, das Aus vor Augen, wirkten gereizt und mobilisierten alles. Und wurden belohnt. Nach Pass von Franck Ribéry mit dem Außenrist zog Mats Hummels mit der Innenseite ziemlich akkurat ab. Ein Tor mit Auge, dieses 2:1 (41.) – und mit Anstand. Der Ex-Dortmunder jubelte nicht.

„Es ist das beste Duell, was wir in Deutschland zu sehen bekommen“, sagte Bundestrainer Joachim Löw zur Pause, „ein tolles Spiel mit viel Intensität und hoher taktischer Qualität.“ In der Tat.

Nach der Pause versäumten es die Bayern, das 3:1 zu erzielen. Robben und Robert Lewandowski vergaben Hochkaräter. Und die Gäste drehten das Spiel. 2:2 in der 69. Minute durch Pierre-Emerick Aubameyang auf Flanke von Ousmane Dembélé, der dann fünf Minuten später mit seinem Traumschlenzer in den Winkel den Schlusspunkt setzte.

Der Knockout für die Bayern, der Schuss ins Glück – und nach Berlin – für den BVB.

FC Bayern München (Herren) Borussia Dortmund (Herren) Fussball DFB-Pokal FC Bayern München-Borussia Dortmund (26/04/2017 20:45)

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