01. November 2018 / 10:18 Uhr

Pokal-Matchwinner Admir Mehmedi: Erst Traumtor, dann geknickt raus 

Pokal-Matchwinner Admir Mehmedi: Erst Traumtor, dann geknickt raus 

Tim Lüddecke
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Wolfsburgs Admir Mehmedi (links) erzielt das 1:0 für den VfL Wolfsburg.
Wolfsburgs Admir Mehmedi (links) erzielt das 1:0 für den VfL Wolfsburg. © Swen Pförtner/dpa
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Für den VfL Wolfsburg hätte der Pokalabend in Hannover nicht besser laufen können. Mit einem 2:0-Sieg bei 96 konnte der VfL in das Achtelfinale des DFB-Pokals einziehen. Den Weg dafür ebnete Admir Mehmedi mit seinem Traumtor in der 20. Minute. Doch für den Schweizer lief es nicht ganz wie erwatet.

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Admir Mehmedi hielt die Auszeichnung zum „Man of the Match“ in der Hand, mit seinem Treffer hatte er Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg auf den Weg zum DFB-Pokal-Achtelfinaleinzug bei Hannover 96 gebracht – und doch war der Schweizer etwas geknickt.

"Angst, dass wieder was passiert"

Der Grund: Seine Wade, mal wieder. Von Minute zu Minute habe er sie mehr gespürt. „Vorsichtshalber bin ich rausgegangen, weil ich Angst hatte, dass wieder was passiert“, erklärt Mehmedi, der vor vier Wochen einen leichten Faserriss erlitten hatte.

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Wolfsburgs Torwart Koen Casteels (Mitte) ist sichtlich verärgert. ©
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Zuletzt gegen Fortuna Düsseldorf hatte er nicht mal dem Kader angehört, in Hannover stand er nun erstmals seit dem Mainz-Spiel Ende September in der Startelf. Als Zehner, in der offensiven Position der Mittelfeldraute. Und in dieser Rolle blühte der 27-Jährige regelrecht auf.

Mit viel Spielwitz glänzte er hinter und mit den beiden Wolfsburger Stürmern Daniel Ginczek und Wout Weghorst. „Das hat gut geklappt“, sagt er. Trainer Bruno Labbadia zu seinem Raute-Plan: „Wir haben gehofft, dass wir mit Admir hinter den Spitzen drei torgefährliche Spieler haben. Das hat sich dann auch gezeigt.“

"Würde lügen, wenn ich sage, ich wollte ihn genau so"

Allerdings, bei seinem Treffer, der wohl nur in genau dieser Form hätte fallen können: Aus extrem spitzem Winkel knallte er den Ball unter die Latte, Traumtor. „Ich wollte ihn aufs kurze Eck schießen, aber dass er so gut reinpasst, ist natürlich umso schöner“, meinte Mehmedi, räumte aber auch ein: „Ich würde lügen, wenn ich sage, ich wollte ihn genau da rein nageln.“

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Hannovers Trainer André Breitenreiter verschafft sich lautstark Gehör. ©

Jörg Schmadtke fiel es da logischerweise etwas leichter, seinen Spieler zu loben – als der Torschützen sich selbst: „Wie Mehmedi das Tor macht… Das ist ja keine richtige Schussgelegenheit. Das ist schon Qualität am Ende.“ Und auch sonst hatte der VfL-Manager festgestellt, „dass er an vielen wichtigen Situationen vor dem Tor beteiligt“ war.

Kleine Verletzungen werfen Mehmedi zurück

Bis zu seiner Auswechslung in der 57. Minute, die natürlich Mehmedi selbst am meisten zusetzte. „Für mich ist es in erster Linie ärgerlich, dass mich, sobald ich in den Rhythmus komme, im Moment immer wieder kleine Verletzungen zurückwerfen.“

Dabei sei er eigentlich gar nicht so anfällig. „Ich kann es mir auch nicht erklären. Ich habe nie Probleme von der Muskulatur her, das ist die erste Phase, wo ich wirklich nicht so richtig über Wochen spielen kann.“

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Gegen Dortmund wieder fit?

Mit seiner Herausnahme nach rund einer Stunde gingen dem VfL-Spiel auch prompt die Entlastungsangriffe ab. Ob der Schweizer bis zur Partie am Samstag gegen Borussia Dortmund wieder zur Verfügung steht, ist fraglich. Am Mittwoch trainierte er nicht auf dem Platz.

„Ich hoffe, wir kriegen das mit unserer Physioabteilung hin und bin da optimistisch – sodass ich richtig durchstarten kann“, so Mehmedi, der Dortmund von der Qualität für „mit das Beste in der Bundesliga“ hält. Da würde einer wie er auf dem Platz beim VfL sicher nicht schaden.

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