23. August 2018 / 10:28 Uhr

Pokaleinnahmen: Kein Füllhorn für die BSG Chemie Leipzig

Pokaleinnahmen: Kein Füllhorn für die BSG Chemie Leipzig

LVZ
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BSG Chemie Leipzigs Schatzmeister Florian Berger
BSG Chemie Leipzigs Schatzmeister Florian Berger © Christian Donner
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BSG Chemie Leipzigs Schatzmeister Florian Berger im Gespräch über Kunstrasenplätze, eine Spielverlegung auf den Nachmittag und den kommenden Wunschgegner.

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Leipzig. Nach dem Pokalsieg gegen Regensburg droht in Leutzsch die Euphorie überzuschäumen. Noch vor der sonntäglichen Auslosung der 2. Runde (ab 18 Uhr in der ARD-Sportschau) geistern phantastische Zahlen durch die sozialen Netzwerke. Wir haben darüber mit dem Schatzmeister der BSG Chemie gesprochen: Florian Berger (28) über Kunstrasenplätze, eine Spielverlegung auf den Nachmittag und den kommenden Wunschgegner.

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120 000 Euro fließen vom DFB an jeden Erstrunden-Gastgeber. Was will sich die BSG Chemie davon leisten?

Da müssen wir erst mal sehen, was übrig bleibt. Was viele nicht wissen: Das Geld ist ja keine Prämie, sondern allein dafür gedacht, das Spiel in der vom DFB und seinen Partnern geforderten Form zu organisieren. Das heißt, es müssen allein für die TV-Übertragung beträchtliche Summen ausgegeben werden, weil wir zwei TV-Türme bauen sowie für Anschlüsse und Stromsicherheit sorgen mussten. Allein das Stromaggregat für die Absicherung der Bildübertragungsrate hat einen mittleren vierstelligen Betrag verschlungen.

Was bleibt am Ende übrig?

Wenn noch die Kosten für die Schiedsrichter (lt. DFB-Durchführungsbestimmungen 7000 Euro, d. Red.), die hohe Zahl an Security, eine Reisekostenpauschale für den Gastverein sowie alle anderen Aufwendungen abgezogen sind, hoffen wir auf einen höheren fünfstelligen Betrag.

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Abzüglich der eventuellen Kosten für das Abbrennen von Pyro während des Spiels. Der Schiedsrichter hat einen Sonderbericht angefertigt...

Man muss ganz klar sagen, dass das Sicherheitskonzept, für das unser Vorstand Marc Walenta verantwortlich zeichnete, super aufgegangen ist. Es war nie jemand gefährdet, es gab keinerlei Probleme. Man kann aber nicht alles und jeden kontrollieren, das weiß jeder Verein nur zu gut. Unsere Fans sind aber verantwortungsvoll, die zahlen die Strafen immer selbst. Auch dass nach dem Freuden-Platzsturm das Feld selbstregulierend wieder geräumt wurde, als es eine Ansage vom Diablos-Capo gab, und sich alle wieder auf die Ränge begaben, fand ich beeindruckend.

Die Zuschauer-Einnahmen können aber behalten werden?

Ja, aber die werden nach Abzug einer Aufwandspauschale von 15 Prozent zwischen Verband, Gast und uns geteilt.

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Bleiben also keine üppigen Beträge übrig. Das bessert sich aber in der zweiten Runde, da ist von 330 000 Euro die Rede...

Den exakten Betrag erfahren wir erst beim DFB-Workshop, letztes Jahr gab es wohl 318 000 Euro. Aber es gilt das gleiche: Erst müssen die Bedingungen geschaffen werden, dafür ist das Geld gedacht.

Und nun muss ein Flutlicht her, zumindest für dieses eine Spiel ...

Ja, so ist es vorgeschrieben. Das sind allein zwischen 60 000 und 100 000 Euro, die aufzubringen sind für ein mobiles Flutlicht, wie es Jena schon im Einsatz hatte. Wir werden aber prüfen, ob der DFB eine Verschiebung auf den Nachmittag unterstützen würde, um uns als kleinen Verein entgegenzukommen. Das kommt zweifellos auf den Gegner und auf Sky an. Fakt ist, dass etwas hängen bleibt und wir versuchen, dass die Summe so hoch wie möglich ist.

Und was ist damit geplant? Möglichkeiten, das Geld auszugeben, gibt es in Leutzsch ja genug.

Es gibt eine Prioritätenliste, da stehen die Kunstrasenplätze ganz oben, aber auch Kabinen, Duschen, Container für den Nachwuchs. Der Kunstrasen hängt nicht von uns allein ab, die Anträge sind gestellt, wir sind auf Mithilfe von Stadt und Sächsischer Aufbaubank angewiesen. Wenn das entsprechend unterstützt wird, wollen wir das im Jahr 2019 umsetzen. Das ist lebenswichtig für unseren Verein!

Wen wünschen Sie sich als nächsten Gegner?

Einnahmetechnisch ist mir das egal, wir werden ohnehin ausverkauft sein. Persönlich würde ich mich über Nürnberg, Union oder Gladbach freuen.

Von Jens Fuge

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