Blickt auf eine große Karriere zurück. Bislang. Blickt auf eine große Karriere zurück. Bislang. © imago
Blickt auf eine große Karriere zurück. Bislang.

Poldi setzt seinen Kultstatus aufs Spiel!

Lukas Podolski soll vor einem Wechsel nach China stehen. Ein Plädoyer dafür, das Image von einem der besten deutschen Nationalspieler nicht zu ramponieren. Und etwas Hoffnung, dass es auch so kommt ...

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Wenn sich Fußballer einer besonders großen Beliebtheit erfreuen (oder zumindest deren Berater das denken), lassen sie sich zur eigenen Marke fabrizieren. Oft ist es mit der Komposition aus Initialen und Rückennummer wie bei CR7 oder MR11 bereits getan, manch ein Spieler setzt den Fokus aber auch etwas anders als Cristiano Ronaldo oder Marco Reus. Zum Beispiel: Lukas Podolski. Seine (Mode-)Kollektion trägt den ehrlichen Namen „Straßenkicker“. Was ja auch tatsächlich glaubhaft wirkt; Podolski siedelte 1987 mit seinen Eltern aus Polen nach Deutschland über, lernte als Knirps auf den Bolzplätzen in Bergheim, in der Nähe von Köln, das Kicken.

Lukas Podolski wirbt für sein Mode-Label Lukas Podolski wirbt für sein Mode-Label "Straßenkicker". © imago

Hauptschulabschluss, Fachoberschulreife – er führte das einfache Leben des Lukas Podolski, das alsbald jedoch durch die Decke gehen würde. Vom Shootingstar beim 1. FC Köln zum Prinz zum deutschen Nationalspieler zum Liebling der Nation. Weil dieser Junge mit der Gute-Laune-Garantie so war, wie er ist: einfach gestrickt, aber echt. Poldi sagte Sätze wie „Fußball ist einfach: Rein das Ding – und ab nach Hause“ oder „Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln“ und musste sich nie dafür schämen. Weil die Leute ihn so akzeptierten – nein, liebten –, wie er ist. Stichwort: Kultstatus.

Auch sportlich blickt Podolski auf eine große Karriere mit Stationen beim FC Bayern, Arsenal London, Inter Mailand und aktuell Galatasaray Istanbul. 2014 wurde er mit Deutschland Weltmeister. Und auch wenn sich da bereits andeutete, dass die Wertschätzung für einen alternden Podolski (außer in Köln) abnimmt (das geht übrigens jedem Spieler irgendwann mal so!), gilt er nicht nur als reiner Publikumsliebling, sondern auch als einer der besten deutschen Nationalspieler (129 Spiele, 48 Tore). Stand heute.

Weltmeister 2014: Lukas Podolski stolz mit Pokal. Weltmeister 2014: Lukas Podolski stolz mit Pokal. © imago

Stand morgen setzt Podolski diesen Status aufs Spiel. Als erster deutscher Profi scheint er den neuen Millionen-Verlockungen aus China nun nicht widerstehen zu können; ein Transfer zu Beijing Guoan stehe kurz vor dem Abschluss. Warum nur, Poldi? Zu riskieren, ein so einzigartiges Image, das sich über all die Jahre natürlich herausgebildet hat, mit einem Schlag zu verunglimpfen. Durch den Stempel, der ihm dann aufgedrückt würde: „Gieriger Geld-Profi“. Podolski ist nicht wie Hulk, Oscar, Tevez, Witsel. Podolski würde seine Karriere sicher in Köln ausklingen lassen. Podolski ist doch ein „Straßenkicker“.

Oder?

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