Im Stadion blieb alles friedlich - insgesamt stellte die Dortmunder Polizei aber 28 Strafanzeigen Im Stadion blieb alles friedlich - insgesamt stellte die Dortmunder Polizei aber 28 Strafanzeigen © dpa
Im Stadion blieb alles friedlich - insgesamt stellte die Dortmunder Polizei aber 28 Strafanzeigen

Polizeibericht: "Extreme Aggressivität der Dortmunder Anhängerschaft - ob gegen kleine Kinder, Frauen oder Familien"

Die Polizei hat in ihrem Einsatzbericht ein vernichtendes Fazit zum Geschehen rund um das kontroverse Spiel des BVB gegen Leipzig gezogen. Vor allem vor der Partie war es hoch hergegangen.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Am Tag danach hatte sich alles (weitgehend) wieder beruhigt. Es ist Alltag eingekehrt in Dortmund. Das heißt: Kein Bundesliga-Spiel in der fußballverrückten Stadt, kein Topspiel gegen Leipzig. Das wurde zwar gewonnen, aber die Folgen des Spitzenspiels gegen RB Leipzig (1:0) sind beträchtlich. Gar nicht mal sportlich, wo trotz der wenig hilfreichen Geste von Thomas Tuchel in Richtung der RB-Bank alles bestens war aus Sicht der BVB. Vielmehr das Geschehen außerhalb des Stadions ist alarmierend.

Die Polizei Dortmund stellte am späten Samstagabend fest, es habe 28 Strafanzeigen gegeben - "wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Beleidigung, Widerstand sowie räuberischen Diebstahls". Auch Sportbuzzer-Reporter Guido Schäfer hatte von verletzten RB-Fans berichtet. Eine Fantrennung habe so gut wie nicht stattgefunden.

Vor allem Dortmunder Fans waren in ihrer Abneigung gegen RB Leipzig teilweise zu weit gegangen und hatten den Boden der Legalität verlassen. "Insgesamt konnte eine extreme Aggressivität und Gewaltbereitschaft der Dortmunder Anhängerschaft gegenüber den Gästen festgestellt werden", hieß es in der Mitteilung der Dortmunder Polizei. Und weiter. "Diese richtete sich gegen jede als Leipzigfan erkennbare Person, egal, ob es sich um kleine Kinder, Frauen oder Familien handelte."

Die Aggressivität - allerdings friedlicher Natur - war auch im Stadion zu spüren gewesen, wo die gesamte Südtribüne mit Anti-Leipzig-Bannern gepflastert war. Kaum eine Partie war zuvor auch von Fanseite so intensiv geführt worden. Das bekam auch ein Sky-Mitarbeiter zu spüren, der fast von einer Eisenstange verletzt worden war, die aus dem BVB-Block geflogen kam. Auf dem Weg ins Stadion hatten die rund 8000 RB-Fans schon einen wahren Spießrutenlauf hinter sich. Trotz Polizeigeleits wurden die Anhänger der Sachsen auf Höhe des Stadions Rote Erde "massiv" mit Steinen und Dosen beworfen. Vier Polizisten und ein Diensthund seien dabei verletzt worden, erklärte die Pressestelle der Polizei.

Borussia Dortmund distanzierte sich am Vormittag ausdrücklich von den Ausschreitungen und erklärte, voll mit der Polizei kooperieren zu wollen. "Borussia Dortmund bedauert zutiefst, dass es zu Ausschreitungen auf dem Anreiseweg der Fans aus Leipzig gekommen ist. Der BVB verurteilt diese Gewalt auf das Schärfste! Der BVB wird die Vorkommnisse gemeinsam mit der Polizei aufarbeiten und daher zum jetzigen Zeitpunkt keine weitere Stellung abgeben. Wir wünschen den verletzten Fans aus Leipzig auf diesem Wege gute Besserung!", erklärte Dortmund Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Auch über Twitter distanzierte sich der BVB von den Ausschreitungen.

Fussball Bundesliga RB Leipzig (Herren) Borussia Dortmund (Herren)

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

BILDER GALERIE

KOMMENTARE

Anzeige