IMG_7108 Das letzte Heimspiel gegen den Greifswalder FC verlor die Elf von Trainer Ingo Plewka. © Manuela Wilk
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Pommern mit zwei Neuen ins Heimspiel gegen FC Förderkader

Wechsel von Stürmer Marc Klöckner vom VfL Bergen sorgt für Ärger

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Stralsund/Bergen. Durch zwei Neuverpflichtungen verstärkt, kann der FC Pommern am Wochenende in der Partie gegen den Förderkader Rene Schneider auf einen gut gefüllten Kader bauen. Dabei sorgt eine Personalie besonders für Gesprächsstoff: Marc Klöckner.

Er hat die ersten drei Spiele der Saison für den VfL Bergen bestritten, aber in der letzten Woche überraschend seinen Wechsel nach Stralsund bekanntgegeben. Dem Landesligisten von der Insel Rügen bricht damit sein verlässlichster Torschütze – drei Tore in drei Spielen – weg, was dort für Unmut sorgt. „Wir wurden nicht richtig benachrichtigt. Fair-Play sieht anders aus“, beklagt Bergens Trainer Martin Handschug.

Pommerns Manager Thomas Sahs kann die Enttäuschung nachvollziehen. „Ich wäre auch not amused, wenn man mir meinen wichtigsten Spieler nehmen würde“, sagt Sahs. Er weist jedoch darauf hin, dass die reguläre Wechselperiode bis zum 31. August dauert. „Und an die haben wir uns gehalten“, betont der Manager. „Natürlich war das kurzfristig, aber der Spieler wollte wechseln und es wäre ja dumm von uns, sich diesen talentierten Stürmer durch die Lappen gehen zu lassen.“

Marc Klöckner sei die Entscheidung, nach dem Angebot in der letzten Woche und der knappen Bedenkzeit, nicht leicht gefallen. Über zehn Jahre war der VfL Bergen seine fußballerische Heimat. „Doch ich hatte das Bestreben hochklassiger zu spielen. Und wenn man die Chance dazu hat, sollte man sie nutzen. Das hat keinesfalls etwas mit dem Verein zu tun, sondern nur mit mir“, sagt der 21-Jährige.

bearbeitetMarc Klöckner Marc Klöckner wechselt vom VfL Bergen an den Sund. © Wenke Büssow-Krämer

Der Bergener, der als Soldat bei der Bundeswehr in Bad Sülze tätig ist, ist beim Training in dieser Woche erstmals auf seine neuen Mannschaftskameraden gestoßen. „Ich freue mich auf ein junges motiviertes Team und die Herausforderung oben mitzuspielen“, sagt er

Zweiter Neuzugang ist der Japaner Koryo Kubota. Er trainiert seit einigen Wochen mit den Pommern und hat vor wenigen Tagen die Spielberechtigung erhalten. „Ich habe große Hoffnungen, dass er gut einschlägt“, sagt Trainer Ingo Plewka über den 22-Jährigen. Zuletzt sorgte auch das Wiederauftauchen von Torhüter Oliver Sund auf dem Platz für Verwunderung. Noch zum Ende der letzten Saison hatte Sund, der Anfang des Jahres Vater geworden ist, seinen Abschied bekanntgegeben um mehr Zeit für die Familie zu haben. „Da wir sonst aber keinen Ersatztorwart hätten, hat er sich bereit erklärt einzuspringen", so Plewka.

Der Coach braucht sich daher morgen beim Verbandsliga-Duell gegen den FC Förderkader über mangelnde Auswechselmöglichkeiten keine Gedanken machen. „Die Auswahl ist groß und schwer“, meint Plewka. Bis die Aufstellung fertig ist, werde er noch etwas Bedenkzeit brauchen. Doch das Ziel steht schon fest. Auf heimischen Rasen sollen endlich drei Punkte geholt werden. „Wir müssen die Chancen, die wir uns erspielen, auch in Tore verwandeln“, macht er klar. Genau daran scheiterte es zuletzt beispielsweise gegen Pastow, obwohl selbst der Gegner dem Team eine gute Leistung bestätigte. „Der Förderkader ist jedoch kein Gegner, den man leicht schlägt. Da müssen wir schon alles abrufen. Der Sieg ist aber angestrebt.“

Das sagt der Verband dazu:

Der Landesfußballverband wollte sich nicht zum Wechselgeschehen äußern und verwies auf die eigene Satzung, welche den Wechsel ohne Einspruchsrecht des VfL zulässt.
Der Weggang zu dem späten Zeitpunkt ist möglich, da Klöckner vom Amateur zum Vertragsspieler wird. Mit diesem Statuswechsel, der mit einer Aufwandsentschädigung von mindestens 250 Euro im Monat verbunden ist, kann der Spieler auch ohne Zustimmung des abgebenden Vereins bis zum 31. August wechseln.

Region/Mecklenburg Vorpommern Kreis Nordvorpommern-Rügen FC Pommern Stralsund (Herren)

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