08. Februar 2018 / 06:53 Uhr

Premier League in Aufruhr: Mega-Zoff wegen Riyad Mahrez

Premier League in Aufruhr: Mega-Zoff wegen Riyad Mahrez

Sönke Gorgos
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Darf er das? Riyad Mahrez provoziert bei Leicester City seinen Abgang.
Darf er das? Riyad Mahrez provoziert bei Leicester City seinen Abgang. © imago
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Der Superstar von Leicester City hat bei seinem Verein einen Eklat bisher ungekannten Ausmaßes provoziert. Der Fall erinnert an die Causa Ousmane Dembélé bei Borussia Dortmund.

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Wo ist Riyad Mahrez? Seit Tagen wundert man sich bei Leicester City über den Verbleib des Superstars. Denn der Algerier erscheint seit Tagen nicht mehr zum Training des Premier-League-Klubs. Und das offenbar einfach nur aus Trotz, weil Leicester dem 26-Jährigen einen lukrativen Wechsel zu Tabellenführer Manchester City versagte. Nun hat sich sogar die englische Spielergewerkschaft eingeschaltet, will vermitteln.

Was war passiert? Wegen der Verletzung des deutschen Nationalspielers Leroy Sané, der ManCity voraussichtlich mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen wird, wollte Manager Pep Guardiola auf dem Transfermarkt nachlegen. Doch am Deadline Day konnten sich Manchester und Leicester nicht auf einen Transfer des 26-jährigen Mahrez einigen, der seit 2014 für die Foxes spielt und mit Leicester 2016 sensationell die Premier League gewann. ManCity bot zwar 68 Millionen Euro, Leicester wollte seinen Offensiv-Fixpunkt jedoch nicht ziehen lassen.

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Das sorgte bei Mahrez (Marktwert laut Transfermarkt.de bei 30 Mio.) offenbar für Frustration. Und so entschied der in Frankreich geborene Mahrez sich für den Streik - ähnlich, wie ihn schon Ousmane Dembélé bei Borussia Dortmund abgezogen hatte. Die Intention scheint klar: Mahrez will Leicester dafür bestrafen, dass ihm ein Transfer nicht ermöglicht wurde und gleichzeitig einen Wechsel im Sommer forcieren. Der algerische Nationalspieler steht bei den Foxes noch bis 2020 unter Vertrag.

Redknapp: "Er soll seinen Vertrag ehren"

Der Fall spaltet die Premier League. Nicht wenige werfen dem Rechtsaußen blindes Söldertum vor - und Undankbarkeit einem Verein gegenüber, der ihn vor vier Jahren für lediglich 500 000 Euro aus Le Havre geholt und an ihn geglaubt hatte. Der Chef der Spielergewerkschaft PFA, Gordon Taylor, möchte für eine schnellstmögliche Klärung sorgen. "Wir hoffen, dass der Spieler die Situation so akzeptiert, wie sie sich darstellt", erklärte Taylor der BBC.

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Star-Trainer Harry Redknapp griff den Mittelfeldspieler scharf an: "Durch Leicester ist er doch erst auf der Landkarte! Er hat sich großartig gemacht und sie werden viel Geld mit ihm verdienen. Aber sie wollen ihn jetzt nicht verkaufen. Er sollte das akzeptieren und seinen Vertrag ehren. Er geht diese Sache völlig falsch an. Er sollte ins Training zurückkehren und damit klarkommen."

Eine schnelle Einigung scheint nicht in Sicht, beide Seiten wollen sich vorerst nicht bewegen. Übrigens hat der Fall noch eine hässliche Pointe. Nächster Gegner von Leicester City ist nämlich? Ganz genau: Manchester City.

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