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Projekt 2018:
 Auf wen Löw 
dabei setzt

Nach der EM ist vor der WM: Welche Spieler werden beim Turnier in Russland die deutsche Mannschaft prägen?

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„Jetzt müssen wir unseren Titel bei der WM 2018 verteidigen“, sagt DFB-Boss Reinhard Grindel. Der Enttäuschung nach dem EM-Aus folgt Trotz. Was auf keinen Fall passieren soll: dass die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw nach dem WM-Triumph von Brasilien und dem Dämpfer beim Turnier in Frankreich nächstes Mal nicht mehr bis zur letzten Sekunde mitspielen kann um einen Titel. Deshalb wird es schon angegangen, das Projekt 2018: die WM in Russland. Wer steht dafür bereit?

Chef der Jungen ist Julian Draxler

Chef der Jungen im Team ist Julian Draxler. „Julian hat Phasen, in denen er zeigt, was er für immens große Fähigkeiten hat“, sagt Löw. Und dann stellt der Bundestrainer dem Wolfsburger eine Aufgabe, die dem 22-Jährigen signalisiert, dass Löw auf ihn zählt. „Was ich mir von ihm wünsche, ist, dass er in den nächsten Jahren Konstanz erreicht.“ Dann, so Löw weiter, „ist er ein absolut überragender Spieler“. Der Coach läutet die nächste Phase ein: behutsam den Druck erhöhen. Damit muss umgehen können, wer ein großer Nationalspieler werden will.

Offensivmann Draxler soll helfen, das größte Problem der deutschen Mannschaft zu lösen: Sie schießt zu wenig Tore. Nur sieben bei der EM. In Brasilien gab es 18 Tore in sieben Partien, fünf davon durch Thomas Müller, der weiter EM-torlos geblieben ist. Ex-Nationalspieler Michael Ballack bemängelte nach dem 0:2 gegen Frankreich, dass die Deutschen „keine richtigen Chancen kreieren“ konnten. Draxler kann Abhilfe schaffen, gegen die Slowaken hat er es gezeigt: ein Tor, eine Vorlage beim 3:0. Und mit Blick auf 2018 ist da ja noch Marco Reus, der die EM verletzt verpasst hatte.

Leroy Sané: Ein Mann für die Zukunft

Aber wer soll die Bälle reindrücken? Da gibt es neben Müller nur Mario Gomez, der mit dann fast 33 Jahren in Russland sicher noch spielen könnte – aber, wie die EM erneut gezeigt hat, verletzungsanfällig ist. Stürmer und Deutschland: Seit dem Rücktritt von Miroslav Klose 2014 ist diese Baustelle ein großes Thema. Aber da Müller (selten Mittelstürmer) sicher nicht das Fußballspielen verlernt hat, besteht Hoffnung.

Eben falls ein Mann für die Zukunft: Leroy Sané (Kurzeinsatz im Halbfinale). „Ein Spieler mit einer besonderen Gabe“, sagt Löw, über den (Noch?)-Schalker, der über die Außen kommt, es aber auch im Zentrum kann.

Das Sorgenkind: Mario Götze

Und somit gibt es einen, für den es eng werden könnte: Sorgenkind Mario Götze. Er muss sich genau überlegen: beim FC Bayern bleiben? Oder wechseln? Mit Blick auf 2018 kann diese Entscheidung für ihn richtungsweisend sein.

Gute Karten in Sachen WM 2018 dürfte Joshua Kimmich haben, der in Frankreich zum Stammspieler auf der rechten Abwehrseite geworden ist. „Ich war absolut zufrieden mit dieser Leistung“, lobte Löw nach Kimmichs Turnierdebüt gegen Nordirland. Und was ist mit Julian Weigl? Ohne EM-Einsatz und im defensiven Mittelfeld auch noch mit Ilkay Gündogan (EM verletzt verpasst) im Rücken, hängt es bei ihm auch davon ab, wie die Karriere Sami Khediras in den kommenden zwei Jahren verläuft. Der Juve-Star gilt für viele nicht mehr als unantastbar.

Region/National

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