12. Juni 2018 / 11:16 Uhr

PSV Neumünster bleibt mit Glück Oberligist

PSV Neumünster bleibt mit Glück Oberligist

Jan-Philipp Wottge
PSV-Coach Thomas Möller will den Schlendrian beim PSV vertreiben.
PSV-Coach Thomas Möller will den Schlendrian beim PSV vertreiben. © Wottge
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Gestolpert, aber nicht gefallen - Dank Holstein II hält der PSV die Klasse

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Es war wieder ganz knapp. Erneut gab der PSV Neumünster sein Oberliga-Schicksal in fremde Hände. Erst der Aufstieg von Holstein Kiel II in die Regionalliga Nord bescherte den Polizisten den Klassenerhalt. Zudem sicherte sich der PSV mit einem schmucklosen 2:0-Sieg gegen den TuS Nortorf den Kreispokal.Ende gut, alles gut? Nein! An der Stettiner Straße erfolgt nach zwei Jahren des Zitterns ein Umdenken. Die Leistung soll ab sofort im Vordergrund stehen, das Wohlfühlklima folgerichtig zum Abfallprodukt sportlicher Erfolge werden. Die Zeit der Zugeständnisse gehört der Vergangenheit an. „Wir müssen auch mal Entscheidungen treffen, die vielleicht für den Moment weh tun, für die Zukunft aber wegweisend sind“, sagt Ligaobmann Jochen Schmahl.

In die gleiche Kerbe schlägt Coach Thomas Möller, der den PSV fünf Spieltage vor dem Saisonende von Maik Gabriel übernahm: „Wer meinen Weg mitgehen will, darf das gerne. Ansonsten stellt sich die Frage, ob der Spieler oder ich gehe. Ich bin Fußballtrainer und kein Chefanimateur.“ Die Polizisten stolperten durch die Saison. Nur selten wurde am Leistungslimit gekratzt. Reichte es in den Duellen mit den direkten Absteigern TSV Wankendorf und dem TSV Friedrichsberg-Busdorf immerhin noch zu jeweils zwei Siegen, blieb man gegen die weiteren Abstiegskandidaten den Nachweis von Oberligatauglichkeit häufig schuldig. Zwei Niederlagen trafen die Polizisten jedoch ins Mark. Nach der Winterpause, in der die Defizite der Hinrunde im spieltaktischen und körperlichen Bereich abgestellt werden sollten, kassierte der PSV eine ernüchternde 1:2-Schlappe beim TSV Lägerdorf. Die tabellarische Kluft zu den Steinburgern wuchs, der Hallo-Wach-Effekt kam nicht zum Tragen.

„In diesem Spiel fehlte es an allem“, stellte Schmahl im Rückblick fest und ergänzt: „Es war offensichtlich, dass es so nicht zum Klassenerhalt langen würde. Der Einsatz und Wille waren nicht ausreichend vorhanden.“ Das Team siechte vor sich hin. Immer wieder fielen vermeintliche Schlüsselspieler längerfristig aus. Der verlässliche Burhan Gülbay wurde mit einem Nabelbruch außer Gefecht gesetzt. Die Routiniers Patrick Nagel, Timo Nath und Christoph Pfützenreuter laborierten an Bänder- und Muskelverletzungen. „Für Maik Gabriel war es schwer eine Stammelf aufzubauen, weil er nie aus dem Vollen schöpfen konnte. Die hohe Anzahl an Verletzungen resultiert vielleicht auch aus der mangelnden Trainingsbeteiligung einiger Akteure“, mutmaßt Schmahl. Nichtsdestotrotz war für Maik Gabriel an der Stettiner Straße Anfang Mai Schluss. Der PSV unterlag im Abstiegskracher gegen den TSV Schilksee mit 2:3. Der sichere Tabellenplatz zwölf war in weite Ferne gerutscht.

Auch Gabriel war wie seine Vorgänger Patrick Nöhren und Danilo Blank am PSV-Schlendrian gescheitert. Den soll nun Thomas Möller austreiben. „Er ist eine Autorität. Seine Entscheidungen werden vielleicht nicht so schnell angezweifelt. Letztlich verdanken wir die Oberligazugehörigkeit Holstein Kiel II und Eutin 08, die uns in den vergangenen Jahren mit ihren Aufstiegen gerettet haben. In der kommenden Saison kann es nur darum gehen, nicht wieder in diese Situation zu kommen“, sagt Schmahl. Möller fügt dem bei: „Man hat beim Hamburger SV gesehen, dass es irgendwann schief geht, so soll es bei uns nicht enden.“  Für Patrick Nagel (Inter Türkspor Kiel), Timo Nath, Robin Ziesecke (beide SVE Comet) und Björn Schmidt (Rot-Schwarz Kiel) schließt sich das Kapitel PSV. Für den übrigen Kader geht die Vorbereitung am 25. Juni los. Als Erstes steht dann das Wiegen an. Möller: „Wir werden sehr viel Wert auf Fitness und Ernährung legen.“

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