Anhänger des FC Pommern Stralsund sorgten beim Auswärtsspiel in Ueckermünde durch das massive Abbrennen von Pyrotechnik für eine längere Spielunterbrechung. Anhänger des FC Pommern Stralsund sorgten beim Auswärtsspiel in Ueckermünde durch das massive Abbrennen von Pyrotechnik für eine längere Spielunterbrechung. © Eckart Berdt
Anhänger des FC Pommern Stralsund sorgten beim Auswärtsspiel in Ueckermünde durch das massive Abbrennen von Pyrotechnik für eine längere Spielunterbrechung.

Pyro-Vorfälle in Verbandsliga: Sportgericht ermittelt

Fans des FC Pommern zündeten Böller und Raketen beim Verbandsliga-Spiel in Ueckermünde – Verein ist schockiert.

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Stralsund/Rostock. Die Ausschreitungen beim Verbandsliga-Duell zwischen dem FSV Einheit Ueckermünde und Pommern Stralsund haben ein Nachspiel. Anhänger des FC Pommern hatten beim Auswärtsspiel am vergangenen Sonnabend kurz nach der Halbzeitpause Rauchbomben, bengalische Feuer sowie Böller und Raketen gezündet. Ein Knallkörper detonierte in unmittelbarer Nähe des Linienrichters, der einen Hörsturz erlitt. Durch die starke Hitze der Bengalos wurde die Tartanbahn im Stadion beschädigt. Das 1:1-Unentschieden, das der Tabellenletzte aus Stralsund erkämpfte, geriet zur Nebensache.

„Diese Aktion ist in jedem Fall zu missbilligen und gehört weder in ein Stadion noch auf einen Amateur-Fußballplatz. Es handelt sich um eine kleine Anhängerschar aus Stralsund, die mit derartig schwachsinnigen Mitteln versucht, Stimmung gegen die aktuelle Vereinspolitik zu machen“, erklärt Verbandsliga-Staffelleiter Peter Dluzewski.

Nach Pyro-Eklat: Habe solch einen Hass noch nicht erlebt

Ein ähnlicher Versuch war zuvor beim Pommern-Auswärtsspiel in Görmin vereitelt worden, berichtete Dluzewski. Zu den Ausschreitungen vom Sonnabend wird in Kürze der Sonderbericht des Schiedsrichters erwartet. Danach wird ein Sportgerichtsverfahren gegen beide Vereine eingeleitet, erklärt der Funktionär.

Schiedsrichter Sven Frericks hatte die Partie auf dem in Rauchschwaden gehüllten Platz im Waldstadion unterbrochen und beide Teams in die Kabine geschickt. Die Chaoten verließen den Platz, ehe die Polizei eingreifen konnte.

Das Video zu den Pyro-Vorfällen:

Hintergrund der Ausschreitungen ist offenbar die Fusion des FC Pommern mit dem TSV 1860 Stralsund. Die Mitglieder des FC Pommern hatten Ende Oktober dafür gestimmt, die Fußball-Abteilung aufzulösen und zum TSV zurückzukehren. Das soll formal am 1. Juli 2018 passieren. Damit endet die 23-jährige Geschichte des FC Pommern.

Die Pommern-Anhänger hatten während ihrer „Pyro-Einlage in Ueckermünde „Wir sind Pommern und ihr nicht!“ sowie „Hass und Tod dem TSV!“ skandiert. Im Internet kursiert die Botschaft, dass dies erst der Anfang gewesen sei.

Pommern-Präsident Uwe Colberg distanziert sich von den Chaoten: „Das sind nicht unsere Fans. Sofern die Namen bekannt sind, werden wir auch alle rechtlichen Mittel ausschöpfen und Schadensersatz fordern“, versicherte er und kündigte Stadionverbote an. Priorität hat für den Vereinschef aber die Entschuldigung bei den Ueckermündern. „Bisher haben wir es noch nicht geschafft. Aber es ist wichtig, dass man sich damit auseinandersetzt“, meint Colberg. Er hofft, dass der Linienrichter keinen bleiben Hörschaden davonträgt.

FSV Einheit 1949 e.V. Ueckermünde (Herren) FC Pommern Stralsund FC Pommern Stralsund (Herren) Region/Mecklenburg Vorpommern Kreis Nordvorpommern-Rügen Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern Herren

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