Weinbergstadion Radebeul Weinbergstadion Radebeul © Uwe Hofmann
Weinbergstadion Radebeul

Radebeul plant den Bau eines Kunstrasenplatzes für junge Fußballer

Bis ein neues Stadion gebaut wird, soll ein Kleinspielfeld aus Kunstrasen als Zwischenlösung dienen.

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Radebeul. Die beiden Sportplätze in Radebeul reichen schon lange nicht mehr aus, um die Nachfrage der Einwohner nach Trainingszeiten abzudecken. Vor allem beim Fußball ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Der Radebeuler Ballspiel-Club 08 musste bereits Kindern und Jugendlichen den Beitritt zum Verein verwehren, da die Möglichkeiten für Übungsstunden im „Weinbergstadion“ ausgeschöpft sind. Die Stadt strebt zwar den Bau eines dritten Stadions neben dem Lößnitzbad an. Bis aber die ersten Mannschaften auf dem Rasen dort kicken können, „gehen noch Jahre ins Land“, wie Winfried Lehmann (CDU), Zweiter Bürgermeister der Lößnitzstadt, informiert. Deshalb muss eine Zwischenlösung her. Der Stadtrat soll heute Abend über den Standort für ein Kleinspielfeld aus Kunstrasen entscheiden. Dieser ist vor allem für die Fußballerjungend als Trainings- und Wettkampfstätte gedacht.

Drei mögliche Standorte nahm die Verwaltung genauer unter die Lupe. Von der Parkanlage in Lindenau verabschiedete sie sich während des Variantenvergleichs bereits in der ersten Untersuchungsstufe, weil sie dort für die Einordnung eines Kunstrasenplatzes Teile des Spielplatzes hätte opfern müssen. Es blieben also noch zwei potenzielle Flächen übrig, und zwar die Brache an der Ecke Kottenleite/Moritzburger Straße sowie das Areal westlich des Sport- und Freizeitzentrums „Krokofit“. Prinzipiell sind beide Standorte für den Bau eines Kunstrasenplatzes geeignet.

​​„Krokofit“ ist Favorit

Beim Vergleich aller Parameter kristallisierte sich immer mehr das „Krokofit“ als Favorit heraus. Ein Kriterium ist zum Beispiel die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Die ÖPNV-Erschließung an der Kottenleite sei schlecht, so Lehmann. Ein Spielfeld am „Krokofit“ ist dagegen mit S-Bahn und Straßenbahn gut erreichbar. Zudem bestehen in der Nähe mehrere Parkmöglichkeiten für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zum Training bringen. Diese sind in der Anzahl an der Kottenleite nicht gegeben.

Des Weiteren bietet das kommunale Grundstück am Sport- und Freizeitzentrum genug Platz, um ein Gebäude mit Umkleideräumen und Sanitärtrakt darauf zu errichten. Dieses könnten auch die Leichtathleten, die auf der dort vorhandenen Kugelstoßanlage trainieren, nutzen. Jetzt müssen sie immer in Sportklamotten von den Umkleideräumen im Lößnitzstadion zum „Krokofit“ pilgern.

Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile empfiehlt die Verwaltung dem Stadtrat, sich beim Thema Kunstrasenplatz für den Standort neben dem Sport- und Freizeitzentrum in Radebeul-Mitte zu entscheiden. Als nächsten Schritt soll das Projekt bis zur Entwurfsplanung gebracht werden. Dies ist Voraussetzung, um beim Freistaat Fördermittel beantragen zu können. Die Baukosten betragen rund 459.000 Euro. Wenn das Land 30 Prozent der Investitionssumme übernimmt und den erhofften Zuschuss bewilligt, kann die Stadt mit dem Bau beginnen. Das wird nach Einschätzung von Lehmann wohl im Jahr 2020 der Fall sein, wenn alles gut läuft schon eher.

Silvio Kuhnert

Region/Dresden Kreis Dresden Radebeuler BC

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