Radefelder SV - SV Zwochau (9-2) (Alexander Prautzsch) (11) In der letzten Saison vergeigte der Radefelder SV (blau) nach makelloser Hinrunde noch die sicher geglaubte Nordsachsenliga-Meisterschaft. © Archiv
Radefelder SV - SV Zwochau (9-2) (Alexander Prautzsch) (11)

Radefeld will gegen Mügeln „volle Kanne“ spielen

Nordsachsenliga: Nach Pokalfrust nun Ligalust/Trainerwechsel in Krostitz.

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Nordsachsen. Irgendwann erwischt es jeden. Wie schmerzhaft diese Plattitüde auf dem Rasen sein kann, bekamen die Kicker des Radefelder SV in der Vorsaison erstmals zu spüren. Nach makelloser Hinrunde vergeigte der RSV die sicher geglaubte Nordsachsenliga-Meisterschaft. Nun erleben die Rand-Schkeuditzer gerade so eine Art Déjà-vu, wenn auch bedeutend früher als in der Spielzeit 2016/17. Eine Woche nach der 6:0-Machtdemonstration bei Hauptkonkurrent Hartenfels Torgau folgte an gleicher Stelle ein bitterer Pokalnachmittag inklusive Platzverweis, Verlängerung, zwei Last-Minute-Gegentoren und der ersten Pflichtspielniederlage der Saison.

Ein schlechtes Omen? Trainer Tino Berger will davon nichts hören. „Wenn man ein Spiel von der 48. bis zur 120. Minute in Unterzahl offenhält, den Ausgleich schießt und sogar in Führung geht, dann ist eine Niederlage mindestens unglücklich und irgendwie auch unverdient. Es war eine recht gute Leistung von uns.“

Am Sonntag, 14 Uhr, soll der Pokalfrust der Ligalust weichen. Doch mit dem Tabellenvierten SV Mügeln-Ablaß klopft nicht gerade Laufkundschaft an die Pforte. Der SVMA kommt nach mauem Start so langsam in die Pötte. Das ist auch Berger nicht entgangen. Als Nordsachsenliga-Frischling beruft er sich allerdings lieber auf Allgemeinplätze und die eigene Stärke. „Wir nehmen jeden Gegner ernst, spielen volle Kanne. Das wird Mügeln zu spüren bekommen“, lautet die Ansage des Fußballlehrers.

Die Chance für Zwochau, oben anzuklopfen

Radefelds wohl größter Meisterschafts-Widersacher Hartenfels ist ebenfalls am Sonntag zu Gange und reist nach Dahlen (8. Platz). Los geht es dort um 15 Uhr. Andernorts empfängt zur selben Zeit der SV Zwochau (6. Platz) den Dommitzscher SV (11. Platz). Für den SVZ ist das die ideale Möglichkeit, sich nach unten abzupolstern und (wieder) gen oberes Tabellendrittel aufzumachen. Dommitzsch dagegen kriselt seit einigen Wochen, wartet seit drei Spielen auf den dritten Saisonsieg. Der letzte gelang interessanterweise auswärts beim FSV Beilrode, dem der DSV die bislang einzige Niederlage zufügte.

Am Sonnabend liegt der Fokus derweil auf Kellerduellen. Und dort hängt eine Mannschaft, die selbst am wenigsten damit gerechnet hätte – Frisch-Auf Doberschütz-Mockrehna. „Es läuft in der Meisterschaft nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Trainer Thomas Patommel und schiebt umgehend den Grund der Misere nach: „Wenn jedes Mal sieben, acht Stammspieler fehlen, kriegst du keine Konstanz rein und kommst nicht in den Rhythmus.“

Immerhin entspannt sich langsam sich die Personallage. Da kommt das Spiel beim sieglosen Schlusslicht FV Bad Düben gerade recht, sollte man meinen. „Bad Düben steht zu unrecht da unten. Sie sind viel spielstärker, als einige denken. Ihnen fehlt nur vorn ein Knipser“, warnt Patommel, der mit einem Punkt beim Aufsteiger leben könnte.

FC Elbaue blieb der Rest vom Schützenfest

Ein Punkt wäre irgendwie zu wenig zum Leben und zuviel zum Sterben, könnte man mit Blick auf Kellerduell Nummer zwei fatalistisch sagen. Kreisliga-Aufsteiger SV Laußig erwartet Landesklasse-Absteiger FC Elbaue Torgau. Was im ersten Moment nach einer klarer Rollenverteilung klingt, ist in der Realität das Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellenzwölften und -dreizehntem.

Vor der Saison haben Hartenfels und Elbaue gemeinsame Sache gemacht, die besten Spieler wurden auf den Hartenfels geschickt, Elbaue blieb der Rest vom Schützenfest. Umso wichtiger ist es für Laußig, einen Konkurrenten im Klassenkampf auf Abstand zu halten.

Unterdessen feiert bei der Partie zwischen den im Mittelfeld platzierten Concordia Schenkenberg (7. Platz) und FSV Krostitz II (9. Platz) ein neuer Trainer sein Debüt. Auf der Bank der FSV-Reserve hat Enrico Brillowski jetzt Tobias Klein abgelöst. Allerdings nicht aus sportlichen Gründen. Klein zog es beruflich in die Ferne, so dass nun Brillowski die Bierdörfler in ruhigem Fahrwasser halten soll.

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