Radefelds Patrick Neidhold (am Ball) wird von den Beinen geholt © Alexander Prautzsch

Radefelder SV spielt „Reise nach Jerusalem“ für den Aufstieg

Der Nordsachsenligist holt fünf neue Spieler und strebt den Aufstieg in die Landesklasse an.

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Radefeld. Für das große Ziel „Aufstieg in die Landesklasse“ hat der Radefelder SV wieder einen kleinen personellen Stuhltanz vollführt. Neben Trainer Tino Berger von TuS Leutzsch standen zum Trainingsauftakt der Randschkeuditzer auch fünf neue Spieler auf dem Rasen. Mit zwei weiteren möglichen Zugängen stehen die Verantwortlichen in Kontakt. Da nur zwei Spieler den Verein verlassen haben, ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt. „Wir wollten uns in der Breite besser aufstellen. Ansonsten ist genug Qualität da. Wir müssen sie nur rauskitzeln“, erklärt Berger.

So etwas wie der Königstransfer, wenn man denn in diesen Sphären davon sprechen will, ist Hardy Stapel, der mit Eintracht Emseloh vergangene Saison Vizemeister in der Landesklasse, Staffel 4, in Sachsen-Anhalt wurde. Der 1,87 m große Innenverteidiger spielte im Nachwuchs für den FC Sachsen und RB Leipzig, brachte es auf immerhin fünf Spiele in der B-Jugend-Bundesliga. In der Saison 2015/16 stieg er mit den Herren von Chemie Leipzig in die Oberliga auf, saß dort aber fast ausschließlich auf der Bank und kam während seiner sieben Punktspiele auf lediglich 182 Minuten Einsatzzeit. Zu Stapel gesellen sich Christian Eismann, Patrick Pfefferkorn, Paul Albert und Dennis Schöps, mit denen die Abgänge von Florian Görmann und David Eger kompensiert werden sollen.

„Wir wollen nachholen, was wir voriges Jahr versaubeutelt haben und Erster werden. Planen kann man das natürlich nicht. Im Fußball passieren immer unvorhergesehene Dinge“, sagt RSV-VizeJürgen Weber. Das sieht Tino Berger ganz ähnlich. „Natürlich sollten wir mit dieser Mannschaft aufsteigen. Wir müssen aber auch den Druck von ihr weghalten, damit wir das beste rausholen können.“

Jetzt wollen die Radefelder einige Testspiele bestreiten. „Wir wollen uns besser kennenlernen, die Spieler können sich präsentieren und wir können sehen, wo jeder seine Qualitäten hat“, sagt Berger. In den nächsten Tagen und Wochen finden fünf Spiele statt. Zeit genug also, um die richtige Position für jeden zu finden.

Neu-Coach Berger betritt in Radefeld übrigens Neu-Land. Denn bisher hat er es – zumindest fußballerisch – aus Leutzsch nicht herausgeschafft. Bis zu seinem 20. Lebensjahr kickte er für den damaligen FC Sachsen, wechselte dann zu TuS Leutzsch, wo er nach zwei Kreuzbandrissen bereits mit 28 seine Laufbahn beendete. Nachdem Berger einige Mannschaften im Jugendbereich des Vereins betreut hatte, übernahm er die TuS-Männer im Sommer 2015 nach dem Abstieg aus der Landesklasse und landete mit der Mannschaft in der vergangenen Saison auf Platz 13 der Stadtliga Leipzig.

Zugänge: Hardy Stapel (Eintracht Emseloh, Sachsen-Anhalt, Innenverteidigung), Christian Eismann (Mittelfeld), Patrick Pfefferkorn (Torwart, beide TuS Leutzsch), Dennis Schöps (Mittelfeld, Knauthainer SC), Paul Albert (Verteidigung/defensives Mittelfeld, FSV Glesien)

Abgänge: Florian Görmann (Frisch-Auf Wurzen), David Eger (SG Zschortau)

Testspiele:
23. Juli, 15 Uhr: Radefeld – Lipsia Eutritzsch
27. Juli, 19 Uhr: SG Zschortau – Radefeld
29. Juli, 14 Uhr: FC Bad Lausick – Radefeld
2. August, 19 Uhr: Radefeld – Lipsia Eutritzsch II
6. August, 14 Uhr: Tresenwald Machern – Radefeld

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