RB-Trainer Ralph Hasenhüttl ist mit der Saison seines Teams bisher zufrieden. Die mangelnde internationale Erfahrung habe man dem Team aber bisher angemerkt. RB-Trainer Ralph Hasenhüttl ist mit der Saison seines Teams bisher zufrieden. Die mangelnde internationale Erfahrung habe man dem Team aber bisher angemerkt. © Getty
RB-Trainer Ralph Hasenhüttl ist mit der Saison seines Teams bisher zufrieden. Die mangelnde internationale Erfahrung habe man dem Team aber bisher angemerkt.

Ralph Hasenhüttl über RB Leipzig: „Vielleicht noch etwas grün hinter den Ohren“

Die Länderspielpause nutzt Leipzigs Coach Hasenhüttl für ein Zwischenfazit. Und das fällt weitestgehend positiv aus. Kann es auch. Denn die Sachsen haben sich sportlich weiterentwickelt und etabliert. In der Champions League sei man dagegen etwas unerfahren gewesen.

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Für RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl ist sein Erfolgsrezept ganz einfach. „Was man in anderen entzünden möchte, muss in einem selbst brennen“, sagte der 50-Jährige im MDR-Interview. Und wie gut das der Österreicher seinen Kickern vermitteln kann, zeigt die Statistik der Sachsen in ihrem zweiten Jahr in der Bundesliga. National sind die Leipziger wie in der Vorsaison Bayern-Jäger Nummer eins, liegen als Zweiter nur vier Punkte hinter dem Rekordmeister aus München. In der Champions League hat der Debütant noch Minimalchancen auf das Achtelfinale. Im DFB-Pokal war RB nach einem mitreißenden Spiel gegen die Bayern erst im Elfmeterschießen ausgeschieden.

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Und deshalb stellte Hasenhüttl seiner Mannschaft nach den ersten 17 Pflichtspielen der Saison ein positives Zwischenzeugnis aus. Sein Team habe seine taktische Flexibilität weiter vergrößert, sei nicht mehr so leicht ausrechenbar und habe für fast alles Lösungen parat. „Und trotzdem sind wir noch nicht am Ende angekommen. Wir werden nach wie vor das Gefühl nicht los, dass da noch mehr geht“, sagte er im Interview auf der Homepage des Vizemeisters.

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Hasenhüttl: Defensivarbeit muss besser werden

Auch die Dreifachbelastung mit Liga, DFB-Pokal und Champions League sei kein allzu großes Problem. „Wir haben durch den breiten Kader, den Ralf Rangnick im Sommer sehr gut verstärkt hat, die notwendigen Alternativen in der Hinterhand, um auch immer wieder gut und ohne Qualitätsverlust zu rotieren. Das hat wunderbar funktioniert“, sagte der 50-Jährige.

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Verbesserungspotenzial sieht Hasenhüttl vor allem noch in der Defensivarbeit. Nur in drei der 17 bisher absolvierten Spiele kassierten die Sachsen kein Gegentor. „Meistens haben wir noch ein, zwei defensive Unzulänglichkeiten, die dann auch leider schnell zu Toren führen. In der Champions League haben wir bei Standards nicht gut ausgesehen“, sagte Hasenhüttl. Auch müssten seine meist noch sehr jungen Kicker „abgezockter“ werden. „Manchmal ist es nicht immer möglich, nur mit Qualität alleine zu gewinnen.“ Dennoch will er nicht von der RB-Spielphilosophie abweichen. Die heißt laut Hasenhüttl: herzerfrischender, ehrlicher und attraktiver Fußball mit einem jungen Team.

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Hasenhüttl fordert Videobeweis-Änderungen

Nach der Länderspielpause geht es für RB in der Bundesliga mit einem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen weiter. In der Königsklasse spielen die Leipziger noch in Monaco und zu Hause gegen Istanbul. „Die Spiele müssen wir wahrscheinlich gewinnen, um in der Champions League überwintern zu können. Monaco wird sicherlich eine große Herausforderung. Das große Ziel ist, auswärts etwas Zählbares mitzunehmen“, sagte Hasenhüttl. In einem auf der offiziellen RB-Webseite veröffentlichten Interview führt der Coach das Abschneiden in der Europa League auf die Unerfahrenheit seiner Mannschaft zurück: "In der Champions League haben wir erfahren müssen, dass man vielleicht noch ein bisschen grün hinter den Ohren ist und gegen abgezockte Mannschaften wie Porto oder Besiktas zum Teil noch ein wenig naiv an die ganze Sache geht."

Derweil sprach sich der Coach beim strittigen Thema Videobeweis erneut für Änderungen aus. Das eigentliche Ziel, den Fußball gerechter zu machen, gelänge so nicht. Vielmehr würden die Referees extrem verunsichert. „Ich finde schlecht, wenn Dinge entschieden werden von Leuten, die nicht im Stadion sind“, meinte Hasenhüttl. Um den Videobeweis noch zu retten, müsse er zurück ins Stadion. Die Trainer sollten ein bis zwei Mal pro Halbzeit die Möglichkeit haben einzugreifen. Damit wären sämtliche Trainerdiskussionen nach dem Spiel Geschichte. „Wenn man was übersieht, ist man dafür selbst verantwortlich, nicht der Schiedsrichter.“

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