09. März 2018 / 15:54 Uhr

Rätselraten um die Form von Atlas Delmenhorst

Rätselraten um die Form von Atlas Delmenhorst

Nico Nadig
Dominik Entelmann
Dominik Entelmann (am Ball) erzielte im Hinspiel gegen den TuS Bersenbrück den Treffer zum 1:1-Ausgleich. © Ingo Möllers
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Das erste Pflichtspiel des Jahres beim TuS Bersenbrück ist für den Oberligisten ein Gradmesser

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Die Ergebnisse: durchwachsen. Die Leistung: so lala –  wo also steht der SV Atlas Delmenhorst am Ende seiner Vorbereitung und nach 110 Tagen ohne ein einziges Pflichtspiel in der Fußball-Oberliga? Eine seriöse Antwort darauf gibt es wohl nicht. Selbst die Verantwortlichen der Blau-Gelben um Trainer Jürgen Hahn rätseln ein wenig darüber, in welcher Verfassung sich das Team diesen Sonntag ab 15 Uhr beim TuS Bersenbrück präsentieren wird. Und nach den quälend langen und schwierigen Wochen der Vorbereitung hätte es wohl keinen undankbareren Gegner zum Auftakt geben können.

Der aktuelle Tabellenzweite hat schließlich schon zwei Pflichtspiele in diesem Jahr absolviert: Während der 2:1-Sieg gegen das Schlusslicht SVG Göttingen wohl nicht mehr als eine Randnotiz Wert ist, unterstreicht der 2:0-Erfolg gegen den Spitzenreiter SC Spelle-Venhaus die Ambitionen der Bersenbrücker. "Für uns ist das ein Gradmesser. Wir mussten in der
Vorbereitung viel ausprobieren. Es war eher durchwachsen. Bersenbrück ist nun eine denkbar schwierige Aufgabe, aktuell sogar die schwierigste", meint Jürgen Hahn. Und wem der Dreier gegen den Tabellenführer für diese These nicht Beweis genug ist, der muss sich nur das jüngste Ergebnis des TuS anschauen: Mit 5:0 bezwang er den Regionalligisten BSV Rehden. Sicherlich handelte es sich dabei nur um ein Testspiel, doch eine gewisse Aussagekraft besitzt das Resultat durchaus. "Die Partie hat eben nicht Anfang Januar stattgefunden, sondern im März. Das ist schon etwas anderes. Wir nehmen es aber so, wie es ist. Wir können es uns ja nicht aussuchen", sagt Hahn. Übrigens haben er und sein Co-Trainer Marco Büsing ihre Verträge in dieser Woche um eine weitere Saison verlängert.  

Für die Begegnung in Bersenbrück gelten derweil schärfere Sicherheitsbestimmungen als üblich. Deshalb muss sie auch im Hasestadion auf dem Naturrasen ausgetragen werden. Der Grund für die erhöhten Auflagen? TuS-Teammanager Christian Hebbeler erklärt: "Rivalisierende Fangruppen aus Osnabrück und Bremen haben sich im Internet dazu verabredet, die Partie zu nutzen, um ihre Streitigkeiten mal genauer auszutragen." Daraufhin habe die Polizei die Begegnung als Risiko-Spiel eingestuft, was schärfere Auflagen mit sich bringe. Und diese können eben nur im Stadion erfüllt werden, nicht auf dem Kunstrasenplatz. Letztendlich weiß aber niemand genau, ob die Fangruppen wirklich in Bersenbrück auftauchen. "Ich hoffe einfach, dass es ruhig bleibt und es zu keinen Auffälligkeiten kommt. Ansonsten ist ja auch ein Polizeiaufgebot präsent", berichtet Hebbeler. Da auf Naturrasen gespielt wird, behalten die Bersenbrücker das Wetter im Blick. Aktuell stehe der Partie jedoch nichts im Wege. Der Platz sei unter der Woche extra nochmals präpariert worden.

Ob auf Kunst- oder Naturrasen gespielt wird, kümmert die Mannschaft laut Jürgen Hahn ohnehin nicht. "Wir haben Donnerstag auch auf Rasen trainiert. Das ist völlig egal. Die Jungs haben jetzt einfach Lust", betont der Atlas-Coach. Wie er seine Elf im Detail ausrichtet, verrät der Trainer natürlich noch nicht. Doch einen kleinen Einblick in seine Gedankengänge gewährt er: Für Verteidiger Tom Witte, der noch Trainingsrückstand aufweist, wird Sebastian Kmiec auflaufen. Schwieriger gestaltet sich dagegen die Suche nach einem Ersatz für Musa Karli. Er verletzte sich am Dienstag bei einem Testspiel und fehlt den Blau-Gelben vorerst. Hahn: "Er hat eine gute Vorbereitung gespielt und ist so etwas wie unser kreativer Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld. Er wird uns sehr fehlen." Gut möglich, dass dafür Winterneuzugang Philip Immerthal sein Startelf-Debüt feiert.

Komplett fit ist dagegen Kapitän Stefan Bruns. In den finalen Spielen der ersten Halbserie machten ihm diverse kleinere Verletzungen zu schaffen. Als Sechser oder Innenverteidiger sorgt er nun wieder für die nötige Stabilität der SVA-Defensive. Die wird gegen den TuS überhaupt besonders gefordert sein. Schließlich hat Bersenbrück eine starke Offensivreihe, die den Weg in die Spitze immer wieder sucht. "Natürlich wollen wir hinten sicher stehen, aber wir haben auch unsere Qualitäten in der Offensive. Wir sind der Außenseiter, jedoch liegen uns solche Spiele", betont Hahn. Im Pokal gegen Rehden habe die Mannschaft das bewiesen, ebenso beim 1:1 im Hinspiel gegen Bersenbrück.

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